Was gut ist das Vakzin aus Amerika?

Neuer Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson in EU zugelassen

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  • Jason Blaschke
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Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson wurde von der Europäischen Kommission zugelassen. Zuvor hatte schon die EMA grünes Licht für das Vakzin gegeben.

Update, 11. März, 17:15: Die Europäische Kommission folgte der Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA und erteilt für das Vakzin von Johnson & Johnson die Freigabe. Der einzigartige Corona-Impfstoff aus den USA könnte die Impfkampagne in Deutschland beschleunigen.

Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson zugelassen

Und: Für die Immunisierung reicht bereits eine Dosis des neuen Impfstoffs aus. Nach Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca ist das Vakzin von Johnson & Johnson der vierte in der EU zugelassene Impfstoff gegen das Coronavirus. Erste Lieferungen des Herstellers an die EU werden schon im April erwartet.

Die Europäischen Kommission hatte bereits vor der Zulassung Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Die werden nach der heutigen Freigabe auf die Mitgliedsstaaten der EU verteilt. Deutschland bekommt nach Informationen des WDRs 36,7 Millionen Dosen des neuen Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson. Genau wie die drei anderen zugelassenen Vakzine weist der neue Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson eine hohe Wirksamkeit auf.

Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson: großer Vorteil des neuen Vakzins

Gegen schwere Covid-19-Verläufe weist der Vektorviren-Impfstoff laut Johnson & Johnson eine Wirksamkeit von rund 85 Prozent aus. Die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna haben eine etwas höhere Wirksamkeit als die Vakzine der Hersteller AstraZeneca sowie Johnson & Johnson. Allerdings benötigen die Impfstoffe aus Basis der mRNA sehr kalte Lagertemperaturen. Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson kann im normalen Kühlschrank gelagert werden.

Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson: EMA empfiehlt Zulassung in EU

Update, 11. März, 15:30 Uhr: In Kürze hat die EU im Kampf gegen das Coronavirus vier verschiedene Impfstoffe zur Verfügung. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA erlaubt den Einsatz des Covid-19-Impfstoffs von Johnson & Johnson. Wie die Deutsche-Presse-Agentur mitteilt, muss die EU-Kommission jetzt noch die endgültige Entscheidung über die Zulassung treffen – das gilt als Formsache und könnte sogar noch heute passieren. Die EU rechnet mit ersten Lieferungen im April.

Ein neuer Impfstoff von Johnson & Johnson soll vielleicht noch heute in der EU zugelassen werden.

Erstmeldung, 10. März: Nach bereits zugelassenen Corona-Impfstoffen der Pharmakonzerne Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca soll nun ein weiterer Impfstoff von Johnson & Johnson auf den europäischen Markt kommen. In den USA hat das Corona-Vakzin bereits eine Notzulassung bekommen, nun soll die EU folgen. Die europäische Arzneimittel-Agentur will noch diese Woche über eine Zulassung entscheiden.

Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson: Einzigartiges Vakzin kurz vor EU-Zulassung

Sollte der Johnson & Johnson Impfstoff zugelassen werden, könnte das Impfen gegen das Coronavirus in Deutschland um einiges schneller vonstattengehen. Denn: Es gäbe nicht nur einen zusätzlichen Corona-Impfstoff, sondern ein Vakzin mit einer Besonderheit. Was ist damit gemeint? Anders als bisher zugelassenen Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna, muss das Mittel von Johnson & Johnson nur einmal gespritzt werden.

Außerdem lässt sich das Präparat im Gegensatz zu den mRNA-Impfstoffen eine längere Zeit bei Kühlschranktemperaturen aufbewahren. Laut Hersteller soll der Johnson & Johnson Impfstoff drei Monate bei maximal zwei bis acht Grad Celsius halten - bei minus 20 Grad bleibt er ganze zwei Jahre stabil, wie die Frankfurter Rundschau berichtet.

Impfstoff von Johnson & Johnson: Vorteil im Kampf gegen Corona

Der einzigartige Corona-Impfstoff könnte Deutschland und der Europäischen Union einen entscheidenden Vorteil im Kampf gegen das Coronavirus bringen. Denn: Mit nur einer Impfung lässt sich enorm viel Zeit einsparen. Somit kann die Herdenimmunität in Deutschland viel schneller erreicht werden.

Der Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson muss nur einmal verabreicht werden.

„Bei unserem derzeitigen Impftempo hätten wir erst in 15 weiteren Monaten Herdenimmunität erzielt. Um Herdenimmunität schon bis Oktober zu erreichen, bräuchten wir bei den gegenwärtig verwendeten Impfstoffen, die zwei Impfungen erfordern, eine Verdopplung des derzeitigen Impftempos“, erklärte Statistiker Prof. Dr. Christian Hesse, Leiter der Abteilung für mathematische Statistik an der Universität Stuttgart der Bild.

Corona-Impfstoff: Johnson & Johnson kurz vor Zulassung - Sputnik V nicht ausreichend überprüft

Der Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns Johnson & Johnson könnte noch im März für die Europäischen Union zugelassen werden. Morgen, 11. März, soll die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) das Vakzin für die Verwendung in der EU überprüfen. „Wir erwarten eine positive Bewertung und dass die EU-Kommission die Zulassung schnell erteilt“, sagte EMA-Aufsichtsratschefin Christa Wirthumer-Hoche in einer Talkshow des österreichischen Senders ORF, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.

Für eine Genehmigung des russischen Impfstoffs Sputnik V lägen hingegen noch keine ausreichenden Daten vor. „Deshalb würde ich dringend davon abraten, eine nationale Notfallzulassung zu erteilen“, so die EMA-Aufsichtsratschefin. Seit dem 4. März prüft die Europäische Arzneimittel-Agentur die Zulassung des russischen Impfstoffes „Sputnik V“ im Schnellverfahren. Auch dieses Vakzin könnte im Kampf gegen das Virus helfen. Der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hat Vertrauen in den russischen Impfstoff.

Rubriklistenbild: © David Zalubowski/dpa

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