Die Quarantäne wird vereinfacht

Corona-Gipfel: Neue Beschlüsse - verschärfte Regel für Geimpfte und Genesene

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Corona-Gipfel am Freitag, 7. Januar: Bundeskanzler Olaf Scholz verteidigt die neuen Beschlüsse beim Bund-Länder-Treffen. Erleichterung bei der Quarantäne.

Update, 7. Januar, 17:07 Uhr: Jetzt stehen die neuen Beschlüsse fest. Auf einer Pressekonferenz im Anschluss an das Treffen von Bund und Länder hat sich Bundeskanzler Olaf Scholz am Freitag zu den Entscheidungen geäußert. Gerade auf Geimpfte und Genesene kommt eine neue harte Regelverschärfung zu.

Klar ist, was bereits kurz vor dem offiziellen Statement schon durchgesickert war, die Quarantäne für Kontaktpersonen und die Isolierung Infizierter wird verkürzt und vereinfacht. Laut dem Bund-Länder-Beschluss werden dabei Kontaktpersonen von der Quarantäne ausgenommen, sofern sie eine Auffrischungsimpfung haben, frisch doppelt geimpft sind, geimpft und genesen sind oder frisch genesen. Personen, auf die die Angaben nicht zutreffen, sollen Isolation oder Quarantäne in der Regel nach zehn Tagen enden, wenn sie sich nicht vorher freitesten lassen.

Harte 2G-Plus-Regel: Gastrozutritt für Geimpfte und Genesene verschärft

Und auch die 2G-Plus-Regel für die Gastronomie wurde beschlossen. Die Zugangsregeln für Restaurants, Cafes und Kneipen sind damit deutlich härter. Geimpfte und Genesene müssen dann einen tagesaktuellen negativen Corona-Test oder eine Auffrischungsimpfung vorweisen. Allerdings wurde bereits jetzt deutlich: Nicht alle Bundesländer wollen diese Regel auch umsetzen.

Bundeskanzler Olaf Scholz verteidigt die Bund-Länder-Beschlüsse auf der Pressekonferenz: „Das ist eine strenge Reglung, aber es ist eine notwendige, die dazu beiträgt, dass wir besser vorankommen und dass wir die Infektionen besser kontrollieren können, als das jetzt der Fall ist.“ Es sei laut Scholz klar, dass Omikron „uns noch lange beschäftigen“ wird. Scholz: Und deswegen können wir auch keine Entwarnung für unser Gesundheitssystem aussprechen.“

Corona-Gipfel: Kontaktbeschränkungen bestätigt

Außerdem wird weiter an den geltenden Kontaktbeschränkungen festgehalten. Eine weitere Verschärfung soll es nicht geben. Damit sind bei privaten Zusammenkünften von Geimpften und Genesenen mit maximal 10 Personen erlaubt. Für Ungeimpfte und nicht genesene Menschen gilt weiter, dass sich lediglich die Angehörigen des eigenen Haushalts sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes treffen dürfen. Kinder bis zur Vollendung des 14 Jahres sind jeweils ausgenommen.

Corona-Gipfel vom Freitag: Erste Beschlüsse durchgesickert

Update, 7.Januar, 16:00 Uhr: Während der Corona-Gipfel von Bund und Länder noch läuft, sickern bereits erste Beschlüsse durch. Wie die Deutsche Presse-Agentur meldet, haben sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidenten am Freitag bei ihren Beratungen zur Eindämmung der Pandemie auf eine Erleichterung der Corona-Quarantäne-Regeln geeinigt.

Laut ersten Berichten soll „die Quarantäne für Kontaktpersonen und die Isolierung Infizierter verkürzt und vereinfacht werden“. Aber: „Wenn es sich etwa um Omikron handelt, gibt es auch für Geimpfte keine Ausnahmen“. Eine Ausnahme könnte es für Personen geben die „bereits eine Auffrischungsimpfung haben (Booster)“. Sie wären dann von der Quarantäne ausgenommen.

Außerdem berichtet der Tagesspielgel über eine deutliche Verschärfung „beim Zutritt zu Restaurants und Cafés“. Grund hierfür sei die Omikron-Variante. Mit der neuen Regelung soll dann bundesweit und abhängig von der Inzidenz der Zugang zur Gastronomie für Geimpfte und Genesene nur noch mit einem tagesaktuellen Test oder mit dem Nachweis einer Auffrischungsimpfung (Booster-Impfung) möglich sein.

Corona-Gipfel heute: Beschlussvorlage durchgesickert - bald Impfpflicht?

Update, 7. Januar, 09:15: Am heutigen Freitag um 13 Uhr ist es wieder so weit: Bund und Länder treffen sich zu einem weiteren Corona-Gipfel, um über die geltenden Maßnahmen zu diskutieren und in einigen Punkten das Regelwerk nachzuschärfen. Nachdem die Corona-Zahlen zum Jahreswechsel stetig gesunken sind, zeichnet sich momentan wieder ein Aufwärts-Trend ab.

Vor allem die Corona-Variante Omikron B.1.1.529, welche zuerst in Südafrika festgestellt wurde, bereitet den Experten Sorge. Vor Kurzem wurde wieder eine neue Corona-Mutante „B.1.620.2“, diesmal in Frankreich, entdeckt und steht unter Beobachtung. Es ist noch nicht klar, welche Auswirkungen die neue Variante auf das Infektionsgeschehen haben wird. Ein großer Punkt bei dem heutigen Corona-Gipfel wird sein, wie ein Personalmangel in der kritischen Infrastruktur verhindert werden kann – möglicherweise mit noch strengeren Corona-Regeln.

Corona-Gipfel heute: Diese Regeln und Maßnahmen sollen kommen

Kurz vor der Konferenz von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und den Ministerpräsidenten der Länder wird es schon etwas konkreter, welche Punkte auf der heutigen Agenda stehen. Wie die Tagesschau berichtet, wurde am Donnerstagabend eine erste vorläufige Beschlussvorlage bekannt. Diese Themen stehen beim Corona-Gipfel im Mittelpunkt:

  • 2G-Plus: Die 2G-Plus-Regelung soll ausgebreitet werden. Wie die Tagesschau berichtet, sieht die Beschlussvorlage vor, dass spätestens ab dem 15. Januar bundesweit und abhängig von der Inzidenz der Zugang zur Gastronomie für Geimpfte und Genesene nur noch mit einem tagesaktuellen Test oder mit dem Nachweis einer Auffrischungsimpfung möglich sein soll.
  • Strengere Kontaktbeschränkungen: Die Kontakte sollen weiter minimiert werden. Es sind noch keine Details bekannt, welche Kontaktbeschränkungen konkret drohen könnten. Für private Treffen soll es allerdings bei den bereits geltenden Regeln bleiben, dass maximal zehn Geimpfte oder Genesene zusammenkommen dürfen.
  • Verkürzung der Quarantäne für Omikron-Kontaktpersonen: Obwohl in vielen Punkten nachgeschärft wird, soll hier gelockert werden. Bislang müssen alle Kontaktpersonen von Omikron-Infizierten 14 Tage in Quarantäne. Wie die Tagesschau berichtet, sollen Geboosterte künftig gar nicht mehr in Quarantäne müssen. Generell soll die Quarantänezeit für Omikron-Kontaktpersonen auf zehn Tage verkürzt werden. Personen aus der kritischen Infrastruktur sollen sich nach 7 Tagen mit einem negativen PCR-Test freitesten können.
  • Impfpflicht: Obwohl Bundeskanzler Scholz bereits angekündigt hat, dass auf Deutschland eine Impfpflicht zukommt, fehlen bislang konkrete Gesetzesvorschläge. Beim Corona-Gipfel soll das Thema Impfpflicht und deren Umsetzung debattiert werden.

Corona-Gipfel heute: Quarantäne-Verkürzung! Was genau gelten soll

Update, 6. Januar: Die Corona-Zahlen in Baden-Württemberg und ganz Deutschland steigen weiter rapide an. Stand 5. Januar sind in Baden-Württemberg 6.764 Infektionen mit der Omikron-Variante bekannt. Das sind laut Landesgesundheitsamt (LGA) 1.481 Fälle mehr, als noch am Dienstag. Fakt ist: Die neue Virusvariante aus Südafrika verbreitet sich rasend schnell in Deutschland – schon in einigen Tagen könnten deutlich mehr Menschen von einer Quarantäne betroffen sein und so berufsbedingt ausfallen.

Gerade in Berufen der systemkritischen Infrastruktur ist es ein großes Problem, wenn massenweise Personal von heute auf morgen ausfällt. In Baden-Württemberg gibt es schonen einen Omikron-Notfallplan, um Engpässe in bestimmten Bereichen wie Feuerwehr, Polizei oder Rettungskräfte zu verhindern. Am Freitag wollen sich auch Bund und Länder über mögliche neue Maßnahmen beraten. Im Gespräch ist unter anderem eine verkürzte Quarantäne-Zeit und schärfere Kontaktbeschränkungen.

Corona-Gipfel am Freitag: Diese Quarantäne-Verkürzungen plant Lauterbach

Wenn es nach Gesundheitsminister Karl Lauterbach geht, sollten sich Infizierte nach sieben Tagen aus der Quarantäne freitesten können. Die gleiche Regel solle auch für Kontaktpersonen gelten. Bedingung ist laut Lauterbach aber, dass ein negativer PCR-Test oder ein „hochwertiger“ Antigen-Schnelltest gemacht wird. Nach zehn Tagen soll die Absonderung auch ohne Test enden. Nochmal etwas andere Maßnahmen stellt sich Lauterbach für Beschäftige in der kritischen Infrastruktur vor.

Pflegekräfte, Polizisten oder auch Feuerwehrleute sollen sich als Kontaktperson zu einer infizierten Person schon nach fünf Tagen aus der Quarantäne freitesten können – auch hier soll aber ein negativer PCR-Test notwendig sein. Wenn die betreffende Person selbst mit Corona infiziert ist, soll eine Freitestung erst nach sieben Tagen möglich sein – also wie auch bei allen anderen Personen. Zusätzliche Bedingung soll zudem sein, dass Betroffene zuvor mindestens 48 Stunden frei von Krankheitssymptomen waren.

Corona-Gipfel morgen: Nach Hammer-Ankündigung – bald Knallhart-Regeln?

Update, 5. Januar: Bereits an diesem Mittwoch kommen kurzfristig die Gesundheitsminister von Bund und Ländern zu einer Videokonferenz zusammen, um über Änderungen der Corona-Regeln zu beraten. Zu einer Sonderschalte treffen sich am Nachmittag auch die Kultusminister der Länder. Sie wollen erörtern, wie der Schulbetrieb bei einem Anwachsen der Omikron-Welle gesichert werden kann. Vorab bereits bekannt ist, dass Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sich für härtere Kontaktbeschränkungen ausgesprochen hat.

Corona-Gipfel am Freitag: Härtere Einschränkungen, aber kürzere Quarantäne?

Bei den Beratungen am Freitag wollen Bundeskanzler Olaf Scholz und die Ministerpräsidenten der Länder den weiteren Kurs in der Pandemie festlegen und neue Beschlüsse fassen. Im Gespräch ist auch eine Verkürzung der Quarantäne, um wichtige Versorgungsbereiche aufrechterhalten zu können, falls die Infektionszahlen wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante stark ansteigen sollten.

Bundesgesundheitsminister Lauterbach spricht sich für kürzere Quarantänezeiten bei Omikron-Infektionen aus. Wie passt das mit dem Wunsch nach strengeren Kontaktbeschränkungen zusammen? Lauterbach wird bei der dpa zitiert: „Studien zeigen, dass die Generationszeit – also auch die Phase, in der sich das Virus im Körper ausbreitet und die Phase, in der ein Mensch ansteckend ist – bei Omikron viel kürzer ist. Wir können also bis zu einem gewissen Grad die Quarantänezeit verkürzen, ohne ins Risiko zu gehen.“

Lauterbach nannte insbesondere Krankenhäuser, Altenpflege, Polizei, Feuerwehr sowie die Wasser- und Stromversorgung, bei welchen es dringend zu vermeiden sei, Extrem-Ausfälle zu bekommen, falls die Infektionszahlen einen Spung nach oben machen sollten. Für diese Bereiche seien neue Quarantäne- und Isolationsregeln nötig. Auch die Bereiche Schule und Reisen müssten bedacht werden.

Corona-Gipfel am Freitag: Und dann wieder ein Lockdown?

Ein flächendeckender Lockdown ist nach Änderungen am Infektionsschutzgesetz durch die Ampel-Parteien inzwischen nicht mehr möglich. „Wir wollen auch künftig flächendeckende und pauschale Schließungen vermeiden“, versicherte Bundesfinanzminister Christian Lindner im Gespräch mit mehreren Tageszeitungen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Mittwoch einen Anstieg der offiziellen bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz. Es gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 258,6 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 239,9 gelegen, vor einer Woche bei 205,5 (Vormonat: 439,2).

Corona-Gipfel am Freitag: Lauterbach will keine Lockerungen für Ungeimpfte

In einigen Bundesländern wie Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Baden-Württemberg ist die Virusvariante Omikron nach Angaben der zuständigen Landesbehörden bereits vorherrschend. Regional werden Corona-Auflagen teils bereits verschärft. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit dem 30. Dezember von Tag zu Tag an.

Lauterbach betonte, insbesondere für Ungeimpfte gebe es keinen Grund zur Entwarnung. „Man kann ihnen nicht in Aussicht stellen, dass für sie die Kontaktbeschränkungen kurz- oder mittelfristig aufgehoben werden“, so der Minister. „Mein Appell an die Ungeimpften ist, dass sie sich schnell zumindest einmal impfen lassen, damit sie wenigstens für den ganz schweren Krankheitsverlauf eine wichtige Schutzwirkung haben.“

Corona-Gipfel am Freitag: Neue Quarantäneregeln und Kontaktbeschränkungen?

Erstmeldung, 1. Januar: Das neue Jahr beginnt so, wie das alte endete – mit Corona-Regeln. Denn die Zahl der Neuinfektionen geht noch immer nicht signifikant zurück und die Intensivstationen sind weiterhin voll von Covid-19-Patienten. Auch in Baden-Württemberg sind wichtige Werte wieder gestiegen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat aufgrund der deutschlandweiten Corona-Situation schon jetzt neue Beschlüsse für die Bund-Länder-Konferenz am Freitag, 7. Januar, angekündigt.

Die neue Schaltkonferenz zwischen den Ministerpräsidenten, Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) könnte sogar weitreichende Veränderungen mit sich bringen. Im Interview mit RTL/ntv erklärte Lauterbach am Sonntag: „Es wird auf jeden Fall neue Beschlüsse geben, weil wir müssen uns Gedanken dazu machen, wie verändern wir die Quarantäneverordnung.“ Allerdings könnte es vorerst sogar Lockerungen geben. Diese werden wohl wegen der neuen Omikron-Variante nötig.

Corona-Gipfel Januar 2022: Gesundheitsminister kündigt neue Maßnahmen an

Wie die Deutsche Presse-Agentur dpa berichtet, ist laut Lauterbach die zentrale Frage, ob man die Quarantäneregeln für wichtige Berufe aufweichen kann. Es geht hier hauptsächlich darum, die Isolierungszeit für Menschen zu verkürzen, die in der kritischen Infrastruktur arbeiten – also in Pflegeberufen in Heimen oder Krankenhäusern. Offen blieb demnach, ob Lauterbach die Corona-Regelungen zur Quarantäne nur für Kontaktpersonen lockern möchte, oder ob auch Infizierte profitieren könnten.

Hintergrund ist, dass Menschen in Pflegeberufen auf den Intensivstationen dringend benötigt werden, gleichzeitig aber einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. Für diese Berufsgruppe hat die Bundesregierung bereits eine Impfpflicht beschlossen.

Corona-Gipfel am 7. Januar: Quarantäne und Kontaktbeschränkungen – erste Details bekannt

Auch für Menschen, die bereits eine Booster-Impfung erhalten haben, könnten die Quarantäneregelungen beim Bund-Länder-Gipfel am Freitag, 7. Januar, gelockert werden. Inwieweit die Fristen hier allerdings geändert werden könnten, müsse laut Lauterbach noch geklärt werden.

Dennoch darf Deutschland sich noch nicht freuen, denn Bundesgesundheitsminister Lauterbach zeigte sich vor der Bund-Länder-Schalte bei RTL/ntv auch besorgt. Er erklärte, aufgrund der hochansteckenden Omikron-Variante werden die Fallzahlen sehr stark steigen „und das wird dann auch viele Ungeimpfte treffen, und die sind nicht geschützt. Daher mache ich mir da große Sorgen.“ Deshalb wird wohl nach Lauterbachs Willen beim Corona-Gipfel am Freitag, 7. Januar, auch darüber beraten, welche Kontaktbeschränkungen angemessen sind.

Rubriklistenbild: © Bernd von Jutrczenka/dpa

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