Tödlicher Unfall

Polizei dementiert Bericht über Unfall-Gaffer - „Niemand hat die Sperrung durchbrochen“

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In Chemnitz kam es zu einem tödlichen Unfall (Symbolfoto).

Ein tödlicher Unfall ereignete sich in Chemnitz. Berichte über Gaffer, die die Absperrung durchbrochen hätten, seien jedoch nicht korrekt, stellt die Polizei klar.

Chemnitz - Eine 72-jährige Fußgängerin wird in Chemnitz von einem Lkw erfasst. Die Rettungskräfte versuchen zwar noch, die Rentnerin zu retten, jedoch bleiben alle Reanimationsversuche schließlich erfolglos. Die 72-Jährige erliegt ihren schweren Verletzungen noch vor Ort. 

Während die Notärzte vergebens um das Leben der Frau kämpften, trafen nach einem Bericht von Tag24 immer mehr Schaulustige an der Unfallstelle ein. Demnach hätten Passanten sogar die Plane, unter der die Leiche lag, angehoben. freiepresse.de berichtet, dass die Polizei daraufhin notgedrungen das Technische Hilfswerk (THW) zur Hilfe gerufen habe, um einen größeren Sichtschutz zu installieren.

Polizei: Bericht offenbar falsch - „niemand hat die Sperrung durchbrochen“

ACHTUNG: Dies scheint jedoch nach neuesten Polizeiangaben frei erfunden. „Nach Rücksprachen mit all den verantwortlichen Beamten, die in die Unfallaufnahme oder Absicherung der Unfallstelle über Stunden involviert waren, hat kein schaulustiger Passant die Sperrung durchbrochen. Ferner hat keiner der Passanten auch nur versucht, die Decken auf dem Leichnam anzuheben“, schrieb die Polizei auf Facebook.

Das Thema „Gaffer“ bei Unfällen beschäftigt die Beamten jedoch insgesamt schon länger. "Wir stellen eine zunehmende Schamlosigkeit fest, mit der Schaulustige an Unfallstellen Fotos oder gar Videos von hilflosen Unfallopfern fertigen", erzählt Polizeisprecher Andrzej Rydzik. 

Video: Immer wieder behindern Gaffer Hilfskräfte bei Unfällen

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cen

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*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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