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Booster für Jugendliche: Stiko endlich mit Empfehlung - was jetzt gilt

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Von: Christina Eppel

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Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat die Ständige Impfkommission jetzt eine weitere Empfehlung ausgesprochen. Doch es fehlt noch ein Schritt bis zum „Go“ für Jugendliche.

Das Coronavirus und die Omikron-Variante sind in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Auch in Baden-Württemberg sind die Infektionszahlen zuletzt wieder gestiegen - die 7-Tage-Inzidenz steht aktuell wieder kurz davor, die 500er-Marke zu knacken. Doch gleichzeitig landen im Südwesten glücklicherweise aktuell etwas weniger Corona-Patienten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser. Das könnte an der voranschreitenden Impfkampagne liegen. Mittlerweile sind in Baden-Württemberg fast 80 Prozent der Bevölkerung gegen Covid-19 immunisiert. Doch damit nicht genug.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) steht nämlich kurz davor, den Weg für einen weiteren wichtigen Schritt in der Impfkampagne freizumachen. Die Rede ist von den Corona-Boostern für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren. Wie die Deutsche Presse-Agentur dpa berichtet, hat das Gremium nun einen Beschlussentwurf zur Empfehlung einer Auffrischimpfung für diese Altersgruppe herausgegeben.

Booster für Jugendliche: Abstand zur Grundimmunisierung und Impfstoff - das ist geplant

Wie das Robert Koch-Institut (RKI) erklärt, soll für die Jugendlichen der mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer „In der altersentsprechenden Dosierung“ verwendet werden - und zwar mindestens drei Monate nach der vorangegangenen Impfung. Doch der Beschluss ist noch nicht fix - die Stiko muss ihren Entwurf nun erst noch in einem sogenannten Stellungnahmeverfahren mit den Bundesländern und beteiligten Fachkreisen vorstellen.

Grund für die neuerliche Impfempfehlung für 12- bis 17-Jährige ist laut Stiko die Corona-Variante Omikron, die sich besonders schnell in Deutschland ausbreitet. Durch eine Auffrischimpfung werde der wenige Monate nach der Grundimmunisierung abnehmende Impfschutz wieder verbessert - und auch die Übertragungswahrscheinlichkeit von Corona-Infektionen reduziert.

Booster für Jugendliche: Lauterbach empfiehlt dritte Corona-Impfung schon länger

Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) begrüßte den Schritt, Jugendliche zu Boostern. Laut einer Mitteilung sagte er: „Jetzt haben alle Jugendlichen und ihre Eltern Gewissheit: Auch bei
12- bis 17-Jährigen ist Boostern empfehlenswert.“ Schon im Dezember hatte der SPD-Gesundheitsexperte mitgeteilt, dass Kinder und Jugendliche in diesem Alter grundsätzlich einen Anspruch auf eine Auffrischimpfung hätten. Dennoch gibt die Stiko weiter zu denken, dass es noch nicht viele Daten zu „Effektivität und Sicherheit“ der Auffrischimpfung bei 12- bis 17-Jährigen gebe.

Jetzt haben alle Jugendlichen und ihre Eltern Gewissheit: Auch bei 12- bis 17-Jährigen ist Boostern empfehlenswert.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD)

Übrigens soll es in dem Beschlussentwurf auch noch um eine weitere Angelegenheit gehen - die Empfehlung zu dem Vektor-Impfstoff von Johnson & Johnson soll angepasst werden. Denn im Dezember war von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) eine zweite Dosis zur Zweitimpfung zugelassen worden. Die Stiko verfolgt hierzu allerdings einen anderen Plan.

Corona-Impfungen: Weitere Impfstoffe in den Startlöchern

Demnach soll für alle Menschen ab 18 Jahren die Empfehlung ausgesprochen werden, als zweite Impfdosis zur Grundimmunisierung einen mRNA-Impfstoff zu verwenden und so die Wirkung zu optimieren. Auch für die Booster-Impfung frühestens nach drei Monaten wird wiederum ein mRNA-Vakzin empfohlen.

Doch in dieser HInsicht könnte sich noch vieles ändern, denn für Europa und Deutschland stehen gleich mehrere Impfstoffe in den Startlöchern, die bisher noch nicht zugelassen sind - darunter Valneva, CoronaVac, Sputnik V und Vidprevtyn. Das Präparat von Novavax ist schon einen Schritt weiter. In Kürze soll der Impfstoff in Deutschland verimpft werden. Welche Impfstoff-Kombinationen also in Zukunft noch möglich sein werden, bleibt offen.

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