Boostern gegen Omikron

Booster-Impfung: Stiko empfiehlt frühere Auffrischung - Gefahr durch Omikron

  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
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Die Omikron-Variante breitet sich in Deutschland immer weiter aus. Die Booster-Impfung soll dem entgegenwirken. Deswegen spricht die Stiko eine neue Empfehlung aus.

Das Coronavirus breitet sich in Deutschland immer weiter aus – auch wenn die Zahlen, wie zum Beispiel in Baden-Württemberg, täglich leicht sinken, wie echo24.de im aktuellen Corona-Ticker berichtet.

Impfungen gelten weiterhin als das einzige Mittel im Kampf gegen das Virus und die Auffrischimpfungen als wichtig gegen die Omikron-Variante – obwohl auch sie keinen 100-prozentigen Schutz vor Ansteckung bieten. Angesichts der derzeitigen dramatischen Entwicklung schafft die Ständige Impfkommission (Stiko) nun den Rahmen für beschleunigtes Boostern.

Omikron-Ausbreitung in Deutschland: Stiko empfiehlt Booster-Impfung schon früher

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Auffrischimpfungen wegen der Omikron-Variante des Coronavirus bereits nach mindestens drei statt nach sechs Monaten. Die Empfehlung zum verkürzten Impfabstand gelte ab sofort für Erwachsene, teilte das Gremium am Dienstag (21. Dezember) mit.

Sie ziele ab auf einen verbesserten Schutz vor schweren, durch Omikron hervorgerufene Erkrankungen in der Bevölkerung und auf eine verminderte Übertragung der Variante, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Es sei damit zu rechnen, dass Omikron das Infektionsgeschehen hierzulande „innerhalb kürzester Zeit“ bestimmen werde.

Diese Befürchtung haben auch Gesundheitsexperten und Politiker. Deswegen wurden erneut schärfere Corona-Maßnahmen beim Corona-Gipfel beschlossen.

Stiko-Empfehlung: Booster-Impfung für Erwachsene – Karl Lauterbach zeigt sich zufrieden

Auch der neue Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zeigte sich zufrieden und nannte die Stiko-Empfehlung „sehr wertvoll und richtig“. Sie erlaube eine schnellere Kampagne der Booster-Impfungen gegen Omikron, schrieb der SPD-Politiker bei Twitter. Doch bringt die Booster-Impfung tatsächlich den gewünschten Erfolg im Kamp gegen Omikron? Wie echo24.de bereits berichtete, testen britische Forscher in einer Booster-Studie unterschiedliche Impfstoffe und Kreuzimpfungen – das Ergebnis überrascht.

Grundsätzlich empfiehlt die Stiko allen Erwachsenen sich boostern zu lassen, jedoch sollen vor allem ältere und vorerkrankte Menschen wegen ihres höheren Covid-19-Risikos die Spritze bevorzugt erhalten. Doch wie begründet Stiko die Empfehlung?

Booster-Impfung nach drei Monaten notwendig – aus diesem Grund

Wie die dpa weiter berichtet, deuten die aktuellen Daten auf einen deutlich verringerten Impfschutz nach der Grundimmunisierung gegenüber der Omikron-Variante hin, erklärte die Stiko. Dies zeigt auch eine neue Biontech Studie aus Südafrika. Demnach nehme der Impfschutz nach drei bis vier Monaten signifikant ab.

Nach einer Booster-Impfung steige die Schutzwirkung vor symptomatischer Infektion mit der Omikron-Variante jedoch wieder deutlich an. Es sei derzeit davon auszugehen, dass auch der Schutz vor schweren Verläufen zunehme. Zur Dauer des Schutzes könne man derzeit noch nichts sagen. Was ist aber nun mit früheren Empfehlungen der Stiko zur Booster-Impfung?

Booster-Impfung für Erwachsene nach drei Monaten: Finale Empfehlung der Stiko

Die Stiko hatte bisher empfohlen, dass eine Auffrischimpfung in der Regel im Abstand von sechs Monaten zur letzten Impfstoffdosis der Grundimmunisierung erfolgen soll. Eine Verkürzung des Impfabstandes auf fünf Monate konnte „im Einzelfall oder wenn genügend Kapazitäten vorhanden sind, erwogen werden“.

Für Immungeschwächte war bereits ein noch kürzerer Abstand zwischen zweiter und dritter Dosis möglich. Bei der aktuellen Änderung von Dienstag (21. Dezember) handelt sich im Unterschied zu manchen früheren Aktualisierungen bereits um eine finale Stiko-Empfehlung.

Rubriklistenbild: © Michael Bihlmayer/dpa

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