Auffrischungsimpfung

Zweite Booster-Impfung? Ab wann sie laut Experten notwendig wird

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Mit der Zeit lässt der Impfschutz nach und es ist eine Auffrischungsimpfung nötig. Laut Experten könnte bereits im Sommer sogar eine zweite Booster-Impfung notwendig werden.

So langsam nimmt die Impfkampagne wieder Fahrt auf. Eine eingeschränkte Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen wurde von der Bundesregierung bereits beschlossen. Ab voraussichtlich Februar soll dann laut Bundeskanzler Olaf Scholz eine allgemeine Impfpflicht folgen. Konsequenzen und strenge Maßnahmen für Ungeimpfte – wie durch die neue Corona-Verordnung in Baden-Württemberg oder auch die bevorstehende Impfpflicht – scheinen wohl doch einige Menschen dazu zu bewegen, sich eine Schutzimpfung zu holen.

Doch mit der Erst- und Zweitimpfung ist es noch lange nicht getan. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt allen ab 18 Jahren eine Booster-Impfung. Wessen Zweitimpfung zwischen fünf und sechs Monate zurückliegt, sollte sich eine Auffrischungsimpfung holen. Wie eine Studie zeigt, lässt in diesem Zeitraum der Impfschutz von Biontech, Moderna und AstraZeneca drastisch nach.

Doch auch mit einer Booster-Impfung scheint es laut Experten noch nicht getan. Es zeichnet sich bereits ab, dass auch die derzeitigen Auffrischungsimpfungen nicht die letzten sein werden, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Laut Experten könnte eine zweite Booster-Impfung viel früher als zuvor angenommen nötig werden – und zwar bereits im Sommer 2022.

Booster: Vierte Corona-Impfung laut Experten bereits im Sommer nötig

„Wir rechnen damit, dass im Sommer, spätestens im Herbst eine vierte Impfung nötig sein wird“, sagte Hausärzteverband-Chefs Ulrich Weigeldt gegenüber der Bild-Zeitung. Er hoffe darauf, dass die vierte Corona-Impfung dann „schon in Verbindung mit der Grippe-Impfung“ verabreicht werden könne, „um den Schutz vor Corona in eine Routine zu überführen“.

Nötig werden könnte das nicht nur, weil der allgemeine Schutz der Vakzine vor dem Coronavirus mit der Zeit abschwächt, sondern auch wegen der neuen Virusvariante Omikron, die womöglich noch ansteckender ist als die derzeit dominierende hochinfektiöse Delta-Variante. Wie echo24.de kürzlich berichtete, haben sich Deutsche nachweislich mit Omikron infiziert – trotz Booster-Impfung.

Zweite Booster-Impfung nötig? Biontech plant angepassten Impfstoff gegen Omikron

Die Impfstoff-Hersteller Biontech/Pfizer wollen bis März – unter Vorbehalt der behördlichen Genehmigung – einen an Omikron angepassten Impfstoff bereitstellen. Sie gehen aber davon aus, dass auch ihr derzeitig verwendeter Impfstoff weiterhin vor einer schweren Erkrankung schützt, allerdings auch davon, dass angesichts von Omikron zwei Impfdosen keine „vollständige Impfung“ mehr gewährleisten.

Experten erwarten eine sehr schnelle Ausbreitung der Omikron-Variante. „Wir rechnen damit, dass diese Mutation Anfang nächsten Jahres langsam die dominante Variante wird“, sagte der Präsident der Intensivmediziner-Vereinigung Divi, Gernot Marx, der Passauer Neuen Presse. Sein Kollege Christian Karagiannidis hatte bereits von Ende Januar als Zeitpunkt gesprochen, zu dem Omikron dominieren wird.

Rubriklistenbild: © Eric Lalmand/BELGA/dpa

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