Jens Spahn verkündet Plan

Booster-Impfung: Wann sich wer eine dritte Corona-Impfdosis abholen kann

  • Hannah Decke
    VonHannah Decke
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Die Corona-Lage in Deutschland spitzt sich erneut zu. Die Hoffnung liegt auf der Booster-Impfung. Jens Spahn will heute verkünden, wer wann die dritte Dosis kriegt.

Hamm - Die Lage ist ernst. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Freitag den bis lang höchsten Wert an Neuinfektionen seit Beginn der Corona*-Pandemie. Wer nicht geimpft ist, hat nach Einschätzung des RKI aktuell ein „sehr hohes“ Risiko, sich zu infizieren. Vor diesem Hintergrund beraten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Freitag* über Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung, wie wa.de* berichtet. Im Fokus stehen vor allem die Booster-Impfungen. (News zum Coronavirus*)

Sars-CoV-2Medizinische Bezeichnung des Virus
Covid-19Bezeichnung für die durch das Virus ausgelöste Krankheit
Coronaviren/CoronaBezeichnung für eine Familie von Erregern. Es gibt unterschiedliche Corona-Stämme

Booster-Impfung: Wann sich wer eine dritte Corona-Impfdosis abholen kann

Der geschäftsführende Bundesminister Jens Spahn (CDU) fordert mehr Tempo in Sachen Auffrischungsimpfungen. Und es soll eine einheitliche Linie her. Zuletzt gab es viel Verwirrung darüber, wann die Booster-Impfung angebracht ist - und wer sie als erstes erhalten soll. In Nordrhein-Westfalen* werden derzeit die Über-70-Jährigen zur Auffrischungsimpfung eingeladen*, sofern die Corona-Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt.

Man sei sich mit Ärztevertretern und unter den Ministern einig, sagte Spahn am Rande der Gesundheitsministerkonferenz in Lindau. Es mache viel Sinn, dass es sechs Monate nach der Zweitimpfung eine Auffrischung geben solle. Es seien zuerst Ältere, Vorerkrankte und medizinisches Personal geimpft worden, bei diesen sei es jetzt auch mehr als sechs Monate her.

Daher machen laut Spahn gerade dort die Booster Sinn. „Boostern sollte die Regel werden, nicht die Ausnahme.“ Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt dies vorerst in engerem Rahmen unter anderem ab 70, worauf sich auch Ärztevertreter bezogen. Der Bundesgesundheitsminister warb für zusätzliche öffentliche Angebote, was nicht wieder nur große Impfzentren sein müssten - aber Impfbusse oder mobile Teams.

Wann macht die Booster-Impfung Sinn? Bund und Länder einigen sich auf Plan

Die Bedingungen für Auffrischungen: Die Sechs-Monats-Frist erreicht momentan, wer bis Anfang Mai seine Zweitimpfung hatte. In Frage kämen schon mehr als zehn Millionen Menschen, Booster bekamen laut RKI bisher aber nur 2,36 Millionen. Es müsse gelingen, „vor die Lage“ zu kommen, sagte der Vorsitzende der Länderminister, Klaus Holetschek (CSU), aus Bayern.

Die Corona-Lage in Deutschland hat sich wieder extrem zugespitzt. Laut Spahn entscheidet sich in den nächsten Wochen, ob es auch 2021 wieder ein Weihnachten in kleinem Kreis geben könnte. Für Geimpfte und Genesene werde es jedoch keine Einschränkungen geben, sagte er in den ARD-Tagesthemen. (mit dpa-Material)

Auch in den Niederlanden spitzt sich die Corona-Lage derzeit zu*, die Regierung verschärft die Regeln. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Wolfgang Kumm / dpa

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