Autobauer akzeptiert

BMW hat keine Abgaswerte manipuliert - trotzdem setzt es ein hohes Bußgeld

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Die BMW-Zentrale in München.

BMW muss wegen einer Software-Panne bei der Abgasreinigung von knapp 8000 Autos 8,5 Millionen Euro Bußgeld zahlen. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, hat BMW jedoch keine Gesetze missachtet und keine Abgaswerte manipuliert.

Update vom 5. April 2019: Die Gesamtsituation bei BMW bleibt angespannt: Den Münchnern und weiteren deutschen Autokonzernen droht der nächste Kosten-Hammer. Die EU-Kommission hat den Verdacht der systematischen Absprache bezüglich neuer Technologien - und es geht um ein empfindsames Thema.

München - „Der Vorwurf des Betruges hat sich insoweit nicht bestätigt“, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München. Die Ermittlungen ergaben, dass in der Motorsteuerung der betroffenen Fahrzeuge der Modelle BMW M550xd und 750xd Daten für die Motorsteuerung anderer BMW-Fahrzeuge aufgespielt worden waren. Das führte dazu, dass sie sowohl auf der Straße als auch auf dem Prüfstand zu viel Stickoxid ausstießen. BMW habe es versäumt, diesen Fehler durch eine geeignete Qualitätssicherung zu verhindern, erklärte die Staatsanwaltschaft. Deshalb habe sie ein Bußgeld wegen fahrlässiger Verletzung der Aufsichtspflicht verhängt.

Keine Nachweise für prüfstandsbezogene Abschalteinrichtungen

Die Ermittlungen ergaben jedoch „weder Nachweise dafür, dass bei den Modellreihen tatsächlich prüfstandsbezogene Abschalteinrichtungen verbaut wären, noch, dass Mitarbeiter der BMW AG vorsätzlich gehandelt hätten“. Zudem habe BMW bei der Aufklärung voll kooperiert und seine Qualitätssicherung entsprechend verbessert.

Ein BMW-Sprecher sagte, das Unternehmen akzeptiere das Bußgeld. Das Aufspielen des falschen Software-Bausteins sei ein handwerklicher Fehler gewesen. Die betroffenen Autos seien vergangenes Jahr zum Update in die Werkstatt gerufen worden.

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dpa

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