Omikron breitet sich aus

Biontech-Studie aus Südafrika: So wirkt der Impfstoff gegen Omikron

  • Julia Cuprakowa
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Die Omikron-Variante breitet sich in Deutschland schnell aus. Eine neue Studie aus Südafrika zeigt nun, wie gut der Biontech-Impfstoff gegen die Mutante schützt.

Das nicht mehr so neuartige Coronavirus hat Deutschland fest im Griff. Aber auch die neue Omikron-Variante breitet sich rasend schnell aus. Alleine in Baden-Württemberg wurden am 9. Dezember 23 neue Omikron-Fälle gemeldet, wie echo24.de im aktuellen Corona-Ticker berichtet.

Aber wie gefährlich ist die neue Coronavirus-Variante wirklich? Und wie gut schützen die aktuellen Impfstoffe gegen die Mutante? Nun liefert eine neue Studie aus Südafrika wichtige Ergebnisse.

Biontech-Studie aus Südafrika: So gut schützt der Impfstoff gegen Omikron

Nach einer großangelegten Studie in Südafrika, wo Omikron zuerst entdeckt worden war, kamen die Forscher zum Ergebnis, dass zwei Dosen des Biontech-Impfstoffs auch bei der Omikron-Variante deutlich vor schweren Verläufen schützen. Allerdings ist der Schutz vor einer Ansteckung wesentlich geringen. Doch wie kamen die Wissenschaftler zu dieser Erkenntnis?

Wie tagesschau.de berichtet, veröffentlichte Discovery Health – größter privater Krankenversicherungsverwalter Südafrikas – die Ergebnisse einer Untersuchung. Die Ergebnisse basieren auf mehr als 211.000 positiven Testergebnissen zwischen dem 15. November und 7. Dezember, von denen etwa 78.000 auf die neue Virusvariante Omikron zurückgeführt wurden. Was bedeutet das jetzt genau?

Neue Studie aus Südafrika: Biontech-Impfung schützt gegen Omikron – aber gering

Die Studie zeigt, dass eine zweifache Biontech-Impfung einen 70-prozentigen Schutz vor schweren Verläufen bietet, die einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machen. Der Schutz vor einer Infektion ist mit 33 Prozent aber niedrig. Allerdings müsse man dabei bedenken, dass es sich um vorläufige Ergebnisse aus den ersten drei Wochen der Omikron-Welle in Südafrika handele. Diese können sich mit dem Voranschreiten der Studie noch ändern.

Im Klartext heiß das: Laut der Studie sei das Risiko einer Neuinfektion während der vierten Welle in Südafrika höher als bei früheren Wellen. Gleichzeitig aber sei das Risiko einer Krankenhauseinweisung bei Erwachsenen um 29 Prozent niedriger als bei der ersten Welle.

Ampullen des Impfstoffs „Comirnaty“ für Erwachsene (l) und Kinder vom Hersteller Biontech/Pfizer warten auf ihren Einsatz. Doch wie gut ist die Wirkung gegen Omikron?

Wie sieht es aber mit Kindern aus? Schließlich sind die Inzidenzen besonders an Schulen in Deutschland besonders hoch. Aus diesem Grund sprechen sich Politiker und Gesundheitsexperten für die Kinderimpfung aus. Auch von Seiten der Stiko gab es eine eingeschränkte Empfehlung für die Kinderimpfung.

Studie aus Südafrika zu Omikron: Mehr Krankenhauseinweisungen bei Kindern – weniger Infektionen

Laut der Studie aus Südafrika scheint das Risiko bei Kindern einer Krankenhauseinweisung in der vierten Welle um 20 Prozent höher zu sein als in der ersten Welle, die absolute Häufigkeit sei aber sehr niedrig. Einzelnen Berichten aus Krankenhäusern in Südafrika zufolge, deutet alles darauf hin, dass die meisten Covid-19-Diagnosen bei Kindern, die ins Krankenhaus eingeliefert wurden, zufällig festgestellt worden seien. Viele Kinder, die wegen anderer Erkrankungen in Krankenhaus gekommen seien, würden bei Routine-Screening-Tests positiv getestet.

Außerdem ergab die Studie von Discovery Health, dass das Risiko für eine Infektion bei Kindern deutlich geringer gewesen sei als bei Erwachsenen. „Bei Kindern war die Wahrscheinlichkeit, positiv auf Covid-19 getestet zu werden, im Omikron-Zeitraum um 51 Prozent niedriger als bei Erwachsenen, und insgesamt bleibt das Risiko, dass Kinder wegen Covid-19-Komplikationen ins Krankenhaus eingeliefert werden, gering“, machte Discovery-Health-Expertin Shirley Collie deutlich.

Rubriklistenbild: © Marius Becker/dpa

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