Erinnerungen an eine ganz besondere Zeit

Diese Frau macht Schmuck aus Muttermilch

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Der Schmuck aus Muttermilch soll an eine besondere Zeit erinnern.

Wer ein Schmuckstück haben möchte, schickt seine eigene Muttermilch ein. Zurück kommt ein besonderes Erinnerungsstück.

Öhringen - Schmuck aus Muttermilch? Ja, genau! Roberta Engler aus Öhringen stellt Perlen, Ohrringe und andere Schmuckstücke aus Muttermilch her. Im Gespräch mit echo24.de* verrät die 28-Jährige, wie man auf so eine Idee kommt.

Muttermilch war ihr zu schade zum Wegwerfen - Roberta Engler macht daraus Schmuck

Die junge Mutter hatte viel Muttermilch, als ihre Tochter zur Welt kam. Sie pumpte ab und fror die Milch ein. Engler erklärt: "Man soll Muttermilch allerdings nicht länger als ein halbes Jahr einfrieren. Ich hatte so viel, dass ich meiner Kleinen nicht alles geben konnte." Weil Engler es schade findet, die Milch einfach zu entsorgen, recherchiert sie, wozu diese sich noch eignen könnte.

"In Muttermilch zu baden soll gesund sein", erklärt Engler. Aber eine andere Möglichkeit der Verwertung weckt ihre Aufmerksamkeit. "Ich hab' dann entdeckt, dass es möglich ist, Schmuck aus Muttermilch herzustellen - das fand ich eine schöne Idee." Einen Hype erfahren haben die Muttermilch-Schmuckstücke in den USA, allmählich wächst auch die Bekanntheit in Deutschland.

Schmuck aus Muttermilch soll an eine besondere Zeit erinnern

Aber Milch ist doch flüssig? "Die Milch muss chemisch getrennt werden", erklärt Engler. Nur einen Teil der Milch kann sie verwenden. Dieser Teil wird dann mit Harz versetzt. So lassen sich Perlen, Steine und auch Formen herstellen.

Der Gedanke hinter dem Schmuck ist ein sehr liebevoller - Ringe, Ketten und Perlen sollen an die Stillzeit erinnern, die für Mutter und Kind etwas Besonderes ist. "Viele machen es so, dass die Mutter den Schmuck zunächst trägt und wenn das Kind alt genug ist, bekommt es diesen geschenkt."

Wie bekomme ich meinen persönlichen Schmuck aus Muttermilch?

Wer selbst eines der besonderen Schmuckstücke haben möchte, kann sich auf Roberta Englers Homepage ansehen, welche Möglichkeiten es gibt. "Natürlich benutze ich nicht meine Muttermilch für die Schmuckstücke anderer", sagt Engler und lacht. "Kunden schicken mir ihre Milch zu." 40 bis 50 Milliliter werden für die Produktion einer Perle gebraucht - das variiert je nach Schmuckstück.

*echo24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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