Tipps vom ADAC

Autofahren bei Schnee und Eis: Darauf muss im Winter geachtet werden

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
    schließen

Der Winter bringt zahlreiche Gefahren für Autofahrer mit. Mit diesen Tipps kommen Autofahrer auch bei Schnee, Eis und Glätte sicher ans Ziel.

Schnee, Eis und Glätte sind vor allem für Autofahrer im Winter eine große Herausforderung. In den Alpen und im Schwarzwald ist bereits der erste Schnee gefallen. Früher oder später – meistens überraschend – kommt der Winter auch im Flachland an, laut Experten möglicherweise sogar schon im November. Damit Autofahrer trotz Wetter-Chaos sicher ans Ziel kommen, gibt der ADAC ein paar wertvolle Tipps.

Das allerwichtigste vorab: Wer noch keine Winterreifen auf dem Auto hat, sollte sich spätestens jetzt um einen Termin bemühen oder selbst anpacken. Denn die Temperaturen bewegen sich vor allem nachts bereits rund um den Gefrierpunkt, glatte Straßen sind demnach durchaus möglich. Wer Winterreifen auf dem Auto hat, ist deutlich sicherer unterwegs als Autofahrer mit Sommerreifen. Generell sollten Winterreifen laut ADAC „von Oktober bis Ostern“ drauf sein – generell gilt allerdings: Besser etwas zu früh als zu spät.

Autofahren bei Schnee und Eis: Worauf im Winter unbedingt geachtet werden muss

Ist bereits der erste Schnee gefallen oder das Auto zugefroren, sollte das Fahrzeug komplett von Schnee und Eis befreit werden. Sowohl der gesamte Sichtbereich als auch der Rest des Autos. Denn: Wer beispielsweise Schnee auf dem Dach hat, stellt vor allem für andere Autofahrer, aber auch für sich selbst ein Risiko dar. Bei starken Bremsungen oder hohen Geschwindigkeiten, etwa auf der Autobahn, weht der Schnee vom Dach und behindert die Sicht. Ein Eiskratzer und ein Schneebesen sollten deshalb immer im Auto parat liegen.

Bereits ab vier Grad Außentemperatur kann es aufgrund von Bodenfrost bereits auf den Straßen glatt werden. Deshalb gilt generell bei diesen Temperaturen und vor allem, wenn Schnee liegt: Nicht zu schnell fahren und genügend Abstand zum Vordermann lassen, sodass im Ernstfall nicht direkt aufgefahren wird. Zudem sollten ruckartige Lenkbewegungen vermieden werden – übrigens nicht nur, wenn es Glatt ist.

Autofahren bei Schnee und Eis: Sicher durch den Winter dank dieser Tipps

Wenn es glatt ist oder möglicherweise glatt sein könnte, empfiehlt der ADAC eine Bremsprobe auf freier Strecke zu machen, „wenn keine Gefahr für andere besteht“. So bekommen Autofahrer ein besseres Gefühl für die Straßenverhältnisse und den Bremsweg. Der kann laut ADAC übrigens „fünf Mal so lang sein wie auf trockenem Asphalt“. Wer bei dem Versuch keine Kontrolle über das Auto hat, sollte sein Fahrzeug besser stehen lassen.

Manchmal hilft von vornherein alles nichts: „Ist die Fahrbahn mit Eis überzogen, etwa nach Eisregen, hilft nur eins: Auto stehen lassen, Straßendienst abwarten. Die Haftung zwischen Reifen und Straße ist gleich null“, schreibt der ADAC.

Zudem warnt der ADAC zur Vorsicht bei schwankenden Temperaturen – so wie es aktuell in Deutschland der Fall ist. Denn bei Temperaturschwankungen kann sich während der Fahrt die Fahrbahnoberfläche ständig verändern und eine gefährliche Überraschung darstellen. Wer sich Autofahren in diesen Situationen nicht zutraut, sollte besser auf den Bus oder die Bahn ausweichen – oder ein Fahrsicherheitstraining absolvieren.

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren