Verstoß gegen Gleichberechtigung

Ausnahmen für Buchhändler? Gericht kassiert umstrittene Corona-Regel für den Handel

Kundinnen besuchen eine Buchhandlung in Leipzig.
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Laut dem Gericht verstößt die derzeitige Corona-Verordnung für den Handel gegen den Gleichberechtigungsgrundsatz (Symbolbild)
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Aufgrund eines Verstoßes gegen den Gleichberechtigungsgrundsatz kippte der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg eine wichtige Regel für den Handel.

Stuttgart/Mannheim - Für den Großteil des baden-württembergischen Einzelhandels gelten einheitliche Corona-Regeln. Während Grundversorger wie Supermärkte, Apotheken und Tankstellen nur unter geringen Auflagen öffnen dürfen, ist der Rest des Handels stark von der 7-Tage-Inzidenz abhängig. Demnach müssen Läden und Geschäfte bei einer hohen Inzidenz im jeweiligen Kreis wieder schließen oder dürfen Kunden nur nach vorheriger Terminvereinbarung empfangen. Für den Buchhandel gilt diese Regelung jedoch nicht. Der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim kippte diese Verordnung aufgrund eines Verstoßes gegen den Gleichberechtigungsgrundsatz. Demnach könnten die verschärften Auflagen auch auf den Buchhandel ausgeweitet werden. Wie BW24* berichtet, kassiert das Gericht eine umstrittene Corona-Regel für den Handel - Ausnahmen für Buchhändler?

Aufgrund der wieder starken Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg (BW24* berichtete) droht vielen Händlern bereits wieder die Schließung. *BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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