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Audi erklärt den Twitter-Rückzug – Elon Musk droht mit Marken-Boykott

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Von: Dominik Jahn

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Twitter-Chef Elon Musk tobt vor Wut. Audi und viele andere Unternehmen haben sich von seiner Plattform zurückgezogen. Ihm drohen Milliarden-Verluste. Der Automobilhersteller aus Ingolstadt erklärt die Hintergründe.

Viele Unternehmen nutzen soziale Netzwerke, um ihre Marke noch besser an den Kunden zu bringen. Auch in der Automobilindustrie ist das üblich. Doch jetzt hat Audi seine Aktivitäten bei Twitter eingestellt. Gegenüber echo24.de erklärt Audi die Hintergründe und warum dieser Schritt eigentlich auch nicht überraschend war.

Zuletzt waren auch Porsche und Mercedes nicht mehr auf Twitter zu finden. Zumindest gibt es erst mal keine Werbung mehr der beiden Autobauer aus Stuttgart. Der VW-Konzern hatte nach der Twitter-Übernahme durch Elon Musk seinen Konzernmarken empfohlen, ihre bezahlten Aktivitäten auf der Plattform bis auf Weiteres zu pausieren. Audi geht noch weiter.

So erklärt Audi den Rückzug von Twitter

Wie Audi auf Nachfrage unserer Redaktion erklärt, sei die Meldung über den Rückzug gar nicht besonders, da ja der Mutterkonzern VW seine Empfehlung bereits ausgesprochen hatte. Dazu heißt es: „Da Twitter angekündigt hat, seine Brand Safety Guidelines zu überarbeiten, hat der Volkswagen Konzern seinen Marken empfohlen, ihre bezahlten Aktivitäten auf der Plattform bis auf Weiteres zu pausieren.“ 

Unternehmen:Audi
Hauptsitz:Ingolstadt
Gründung:16. Juli 1909, Zwickau
Dachorganisation:Volkswagen AG

Wie ein Sprecher des Automobilherstellers bestätigt, wolle man die Situation bei Twitter genau beobachten und man werden je nach Entwicklung über die nächsten Schritte entscheiden. Doch Audi ist bereits etwas weiter gegangen als andere Unternehmen. Man hat sich dazu entschlossen, alle Aktivitäten zu pausieren.

Twitter-Chef Musk droht Audi und anderen Unternehmen

Wie das Handelsblatt zu dem Thema schreibt, sorgt der massive Rückzug von Unternehmen wie Audi bei Neu-Twitter-Chef Musk für Empörung. Dazu heißt es im Bericht, dass Musk als Reaktion auf einen Werbestopp von Großkunden wie Volkswagen auf Twitter Werbetreibenden gedroht hat. Musk: „Ein thermonukleares Benennen und Bloßstellen ist exakt das, was passieren wird, wenn das nicht aufhört.“

Brand Safety Guidelines

Der Begriff Brand Safety wird definiert als Markensicherheit. Er beschreibt Praktiken und Tools, die auf Plattformen wie Twitter sicherstellen sollen, dass eine Werbeanzeige im gewünschten Werbeumfeld ausgespielt wird.

Er erteilte einem Twitter-Nutzer Zuspruch, der einen gezielten Boykott von Produkten von Firmen vorgeschlagen hatte, die ihre Werbung auf Twitter aussetzen. Auch bei Mercedes gibt man sich abwartend, wie BW24 berichtet.

Neben Audi und Mercedes: Auch die ganz großen Wirtschafts-Riesen ziehen sich zurück

Laut einem Bericht von Zeit Online, hatte Anfang November bereits „General Motors erklärt, seine Werbetätigkeit auf der Plattform zumindest auszusetzen.“ Demnach hätten auch der Pharmakonzern Pfizer sowie die Lebensmittelriesen Mondelez und General Mills ähnliche Schritte unternommen.

Noch massiver als ein Rückzug von Audi und anderen Automobilherstellern trifft Elon Musk aber wohl die Aufforderung eines echten wirtschaftlichen Schwergewichts. So hatte laut Zeit Online der Branchenriese IPG, „der milliardenschwere Anzeigenetats für Unternehmen wie Coca-Cola, American Express, Levi Strauss und Spotify verwaltet, Kunden bereits wenige Tage nach Musks Übernahme geraten haben, Werbung auf Twitter zu stoppen“.

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