Audi mit konkreten Plänen

Aus für Verbrenner bis 2035? Das sind die Klimapläne von Audi und Daimler

  • Jason Blaschke
    VonJason Blaschke
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Ein Verkaufsverbot für Verbrennerfahrzeuge könnte eine Maßnahme zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes sein. Können Autobauer wie Daimler oder Audi mithalten?

  • Am 14. Juli will die EU-Komission ihre Klimapläne verkünden.
  • Der Autobranche in der EU drohen noch strengere CO2-Reduktionsziele.
  • Wie gut sind die Autobauer Audi und Daimler auf solche Klimaziele vorbereitet?

Die neuen Klimaziele der EU-Kommission sollen am 14. Juli verkündet werden. Vorgesehen sind strengere CO2-Reduktionsziele als bisher, was besonders auch Konzerne wie Daimler oder Audi in die Pflicht nimmt, sich mehr in Sachen Klimaschutz zu engagieren. Möglich ist, dass von der EU eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei Neuwagen um 100 Prozent bis 2035 diktiert wird. Heißt: Von 2035 an dürften im Falle einer solchen Regelung keine neuen Diesel- oder Benziner-Autos mehr verkauft werden.

Autobauer wie Daimler oder Audi würde eine solche Vorschrift von der EU-Kommission noch viel stärker unter Druck setzten. Aber wie ist eigentlich der aktuelle Stand in Sachen E-Offensive? echo24.de* erklärt im Folgenden, wie weit die beiden großen Hersteller sind und welche Ziele sie sich gesetzt haben. Insbesondere die Audi AG prescht in Sachen Klimaschutz voran und will von 2026 an keine neuen Modelle mit Diesel- oder Benzinmotor mehr rausbringen.

E-Offensive bei Audi und Daimler: So ehrgeizig sind die neuen Klimaziele

Audi-Chef Markus Duesmann bestätigte das Aus für Diese und Benziner in der Audi-Familie* schon Ende Juni. Der letzte Sprit-SUV soll Berichten der Tagesschau zufolge 2026 vorgestellt und bis 2033 verkauft werden. Duesmann: „2033 ist also endgültig Schluss mit Verbrennungsmotoren.“ Auch neue Hybridmodelle sollen ab 2033 nicht mehr verkauft werden. Audi legt ein schnelles Tempo vor und will noch vor 2035 vom Verbrenner wegkommen. Hohe Ziele steckt sich auch die Daimler AG.

Der Autobauer aus Stuttgart kündigt an, dass sich die Zahl der Modellvarianten mit Diesel oder Benziner bis 2030 um 70 Prozent verringern werde. Die komplette Produktpalette von Daimler soll laut der Tagesschau bis 2039 klimaneutral sein – vielleicht auch schon früher. Offenbar bereitet Daimler-Chef Ola Källenius die Mitarbeiter auf ein Verkaufsverbot für Verbrennungsmotoren schon von 2030 an vor. Die Information kommt aus Konzernkreisen des Stuttgarter Unternehmens.

E-Offensive bei Audi und Daimler: Strenge Klimaziele - nur nicht überall

Ein offizielles Ausstiegsdatum vom Verbrenner gibt es von Daimler bisher nicht. Ein Argument von Källenius: In mehreren Ländern würden Diesel- und Benziner-Fahrzeuge noch länger gefragt sein als in Europa. Eine Ansicht, die auch Audi-Chef Duesmann vertritt. Genau wie Daimler rechnet Audi damit, dass es in Ländern wie China auch nach 2033 noch einen anhaltenden Bedarf an Autos und anderen Fahrzeugen mit Verbrennermotoren geben wird.

Daimler-Chef Ola Källenius geht davon aus, dass Diesel- und Benziner-Fahrzeuge außerhalb der EU noch länger gefragt sein werden.

Entsprechend könnten Audi und Daimler in anderen Ländern außerhalb der EU noch längere Zeit am Verbrenner festhalten. Andere Autohersteller sind hier schon mutiger. Der US-Autobauer Ford will sich zum Beispiel bis 2030 vom Verbrenner verabschieden und zumindest in der EU nur noch E-Fords verkaufen. Der schwedische Hersteller Volo will Berichten der Tagesschau zufolge ab 2030 nur noch Autos mit Elektroantrieb verkaufen. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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