Duesmann - Top-Manager des VW-Konzerns

Audi-Chef wegen Corona-Spätfolgen in Reha! Baldige Rückkehr geplant

Markus Duesmann, Vorsitzender des Vorstands bei Audi spricht auf der Bilanzpressekonferenz der Audi AG, im Hintergrund ein Audi-Fahrzeug.
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Markus Duesmann ist seit April 2020 Vorstandsvorsitzender der Audi AG. (Archivbild)
  • Julia Cuprakowa
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Audi-Chef Markus Duesmann hatte vor Monaten Corona. Nun leidet der Vorstandvorsitzender an Spätfolgen der Infektion und muss deshalb in eine Reha-Klinik.

Update, 23. Juli: Vor Kurzem erst hatte sich der Audi-Chef aus seinem Tätigkeitsfeld zurückgezogen. Der Grund: Spätfolgen seiner Covid-Erkrankung. Nun soll Audi-Vorstandsvorsitzender Markus Duesmann im Anschluss an das Auskurieren der Folgen einer Covid-19-Erkrankung nach Einschätzung des VW-Aufsichtsrats relativ bald wieder an die Arbeit gehen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Der Topmanager - im Konzern auch für zentrale Bereiche der Technologie-Entwicklung zuständig - absolviere zunächst ein zwei- bis dreiwöchiges Reha-Programm, sagte der Chef des Kontrollgremiums, Hans Dieter Pötsch, am Donnerstag (22. Juli) zum Auftakt der Hauptversammlung von Volkswagen. Nach der Sommerpause könne sich Duesmann dann voraussichtlich „weiter mit voller Kraft seinen Aufgaben zur Transformation“ von Audi widmen.

Audi-Chef wegen Corona-Spätfolgen in Reha: Keine Vertretung für Vorstandvorsitzender nötig

Nach Berichten über ein mögliches längeres ‚Aus‘ für Duesmann hatte es bereits am vergangenen Wochenende aus dem Konzern geheißen, Duesmann könne nun möglicherweise für einige Zeit nicht da sein. Eine dauerhafte Vertretung müsse jedoch aus derzeitiger Sicht wohl nicht eingeplant werden.

Audi-Chef wegen Corona-Spätfolgen in Reha! Markus Duesmann zieht sich zurück

Erstmeldung, 15. Juli: Beim Autohersteller Audi ist derzeit viel los. Weil weiterhin wichtige Chips fehlen, meldete Audi auch im Juli Kurzarbeit für seine Werke in Neckarsulm und Ingolstadt an. Doch damit nicht genug! Laut Medienberichten lässt Audi-Chef Markus Duesmann seine Tätigkeit vorerst ruhen und begibt sich für eine längere Zeit in eine Reha-Klinik. Doch was genau ist passiert?

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hatte sich der Audi-Vorstandvorsitzender vor einiger Zeit mit dem Coronavirus infiziert. Dabei erkranke er so schwer, dass er in einem Krankenhaus behandelt werden musste. Nach mehreren Krankheitswochen schien das Schlimmste überstanden zu sein und Duesmann nahm seine Arbeit im Unternehmen wieder auf. Doch nun zieht sich der Vorstandvorsitzender wieder aus dem Arbeitsleben zurück. Der Grund: Offenbar leidet der Audi-Chef an Spätfolgen seiner Covid-Erkrankung.

Audi-Chef muss wegen Corona-Spätfolgen in Reha-Klinik

Wie der 52-Jährige in einer Nachricht an seine Mitarbeiter erklärte, habe er im April selbst erlebt, „dass man sich trotz Vorsicht und vieler Sicherheitsvorkehrungen“ anstecken könne - und davon hat das Unternehmen einige. Denn die weitaus ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in Deutschland rasch aus.

Der derzeit wirksamste Schutz gegen das Virus ist eine vollständige Immunisierung durch die Corona-Impfungen. Also impft Audi, den eigenen Angaben nach, im Wettlauf gegen die Zeit. Wie der Autohersteller in einer Mitteilung vermeldet, werden seine Beschäftigten mit Impfdosen des Herstellers BioNTech/Pfizer versorgt, wie echo24.de bereits berichtete.

Corona-Spätfolgen nach Infektion: Audi-Chef leidet an zunehmender Erschöpfung

Allem Anschein nach unternimmt der Audi-Chef einiges, um seine Mitarbeit vor Corona zu schützen, nur er selbst hatte in der Hinsicht weniger Glück gehabt. Zwar konnte er nach seiner Infektion schnell wieder im Job „angreifen“, wie es in der Meldung an seine Mitarbeit heißt, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt, dennoch habe er sich jetzt doch „sicherheitshalber“ entschlossen, „für zwei bis drei Wochen an einem Reha-Programm teilzunehmen, damit ich anschließend mit Ihnen weiter Vollgas geben kann“. 

Tatsächlich gibt es wohl einen konkreten Anlass sich noch einmal gründlich untersuchen zu lassen, heißt es in seinem Umfeld. Denn: In der vergangenen Woche habe sich der Audi-Chef zunehmend erschöpft gefühlt. Die Erschöpfung bestehe bereits seit seiner Erkrankung, wie die SZ berichtet.

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