Namensänderung von Astrazeneca

AstraZeneca: Corona-Impfstoff bekommt neuen Namen - Grund überrascht

  • Violetta Sadri
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Der stark umstrittene Impfstoff von AstraZeneca bekommt einen neuen Namen. Etwa aus PR-Gründen?

Der umstrittene Impfstoff AstraZeneca wird in Zukunft in Europa unter einem neuen Namen vermarktet, teilte das Unternehmen am Mittwoch auf eine Anfrage der Deutschen Presseagentur mit. Der Name Vaxzevria wurde von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) genehmigt. AstraZeneca sorgte in der vergangenen Zeit mächtig für Wirbel. Einige Länder hatten nach mehreren Fällen von schweren Komplikationen, sogar mit tödlichem Ausgang, Impfungen mit dem Impfstoff gestoppt.

Covid-19-Impfstoff AstraZeneca heißt in Zukunft Vaxzevria

Auch Deutschland hatte entschieden, die Impfungen zu pausieren. Doch nur einen Tag nach der Entscheidung wurde von der EMA wieder grünes Licht für das Vakzin erteilt. Trotzdem stellten einige Städte, Bundesländer und Unikliniken in der Bundesrepublik die Impfungen mit dem Präparat weiterhin ein. Kommt die Namensänderung also nun aus PR-Gründen?

„Die Umstellung auf einen dauerhaften Markennamen ist üblich und wurde seit vielen Monaten geplant“, erklärte das Unternehmen. Am 25. März wurde der Name von AstraZeneca Covid-19-Vaccine zu Vaxzevria geändert. Die vollständige Umstellung auf den neuen Namen würde aber erst in rund sechs Monaten erfolgen, da in anderen Märkten noch eine Überprüfung laufe, berichtet rnd.de.

Corona-Impfstoff: Aus AstraZeneca wird Vaxzevria

Weil immer mehr Meldungen über Thrombosen und Blutgerinnseln auftauchten, haben Experten nach der Ursache für die schweren Nebenwirkungen bei den Betroffenen gesucht und sind fündig geworden: Tatsächlich waren diese Fälle keine traurigen Zufälle, es gibt einen Zusammenhang mit dem Impfstoff von AstraZeneca und den bekannten Hirnvenenthrombosen.

Die Erkenntnisse haben dazu geführt, dass die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, den AstraZeneca Impfstoff nur noch an über 60-Jährige zu verimpfen. Grund dafür ist, dass die Hirnvenenthrombosen meist bei jungen Frauen auftraten, bei Älteren jedoch keine schweren Nebenwirkungen bekannt seien. Ab dem 31. März sollen laut Empfehlung der STIKO keine Menschen unter 60 Jahren mit dem Astrazeneca/Vaxzevira-Impfstoff geimpft werden.

Rubriklistenbild: © Jens Büttner

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