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Explosion in Armenien: Detonation in Einkaufszentrum – Sechs Tote

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Von: Nail Akkoyun

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Auf einem Basar in Armenien explodieren vermutlich Feuerwerkskörper. Es gibt Tote und Verletzte. Dann kommt es zu Bombendrohungen.

+++ 14.00 Uhr: Bei der Explosion im Einkaufszentrum in der armenischen Hauptstadt Jerewan sind sechs Menschen ums Leben gekommen. 60 Menschen wurden verletzt und 15 weitere werden derzeit noch vermisst. Die Behörden gehen eigenen Angaben zufolge jedoch nicht von einem Anschlag aus. Die Ursache für die Explosion konnte noch nicht ermittelt werden. „Nach Einschätzung des Ministeriums war es mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit kein Anschlag“, sagte Katastrophenschutzminister Armen Pambuchtschjan.

Zunächst habe es ein Feuer gegeben. Anschließend sei es zu der Explosion gekommen. Zu dem Vorfall kam es am frühen Sonntagnachmittag (14. August) auf dem Großmarkt von Surmalu. Nach dem großen Brand habe es weitere kleine gegeben. Insgesamt waren mehr als 350 Einsatzkräfte vor Ort. Mehrere Medien berichteten mit Verweis auf Augenzeugen, dass an der Stelle der Explosion Feuerwerkskörper gelagert worden seien.

Im armenischen Jerewan kam es in einem Kaufhaus zu einer Explosion. Die Behörden gehen nicht von einem Anschlag aus.
Im armenischen Jerewan kam es in einem Kaufhaus zu einer Explosion. Die Behörden gehen nicht von einem Anschlag aus. © Vahram Baghdasaryan/dpa

Nun leitete die Generalstaatsanwaltschaft Ermittlungen wegen „Verstoßes gegen die Vorschriften für die Lagerung leicht entzündlicher Produkte“ und „Verstoßes gegen die Brandschutzvorschriften“, die „durch Fahrlässigkeit“ zum Tod mehrerer Menschen geführt haben, ein. Der Regierungschef Armeniens, Nikol Paschinjan reiste, wie seine Pressestelle mitteilte, am Montagmorgen zum Unglücksort.

Explosion in Armenien: Detonation in Einkaufszentrum – Zahl der Toten steigt

Update vom Montag, 15. August, 09.15 Uhr: Nach der schweren Explosion in einem Einkaufszentrum in Armenien im Südkaukasus ist die Zahl der Toten auf sechs gestiegen. Weitere 18 Menschen gelten weiter als vermisst, wie der Zivilschutz der ehemaligen Sowjetrepublik am Montagvormittag mitteilte.

Rund 70 Rettungskräfte durchsuchten demnach die mittlerweile weitgehend gelöschte Unglücksstelle etwas außerhalb des Zentrums der Hauptstadt Jerewan nach ihnen. Mehr als 20 Menschen werden den Angaben zufolge in Krankenhäusern behandelt. Kurz nach der Detonation am Sonntag hatte das armenische Gesundheitsministerium von mehr als 60 Verletzten gesprochen, darunter rund ein Dutzend Kinder.

Zivilpersonen und Feuerwehrleute nahe der Unfallstelle in Jerewan.
Zivilpersonen und Feuerwehrleute nahe der Unfallstelle in Jerewan. © Daniel Bolshakov/dpa/AP

Nach ersten Angaben war auf dem Eriwaner Großhandelsgelände ein Lager mit Feuerwerkskörpern in die Luft geflogen, woraufhin auch eine Gasleitung explodierte. Über der Stadt bildeten sich zwischenzeitlich riesige Rauchwolken, Menschen rannten in Panik weg. Mehrere Gebäude stürzten ein oder wurden beschädigt.

Explosion in Armenien: Tote und Verletzte nach Detonation in Einkaufszentrum

Erstmeldung vom Montag, 15. August: Jerewan – Bei einer schweren Explosion in einem Einkaufszentrum in Armenien sind nach offiziellen Angaben mindestens drei Menschen getötet und 60 weitere verletzt worden. Die Detonation ereignete sich etwas außerhalb des Zentrums der Hauptstadt Jerewan, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Ort des Geschehens berichtete. Mindestens 25 Menschen wurden am Sonntagabend (14. August) noch vermisst, wie der armenische Zivilschutz mitteilte.

Nach ersten Angaben flog ein Lager mit Feuerwerkskörpern in die Luft. Dadurch sei auch eine Gasleitung explodiert. Die Detonation am Sonntagnachmittag (Ortszeit) sei massiv gewesen. Viele Menschen rannten von der Unglücksstelle weg um ihr Leben. Die Behörden gingen von einem unvorsichtigen Umgang mit Feuer als Ursache aus.

Mehrere Gebäude auf dem Großhandelsgelände stürzten ein oder wurden beschädigt. Das Feuer war auch nach Stunden noch nicht gelöscht. Über der Stadt breitete sich eine Rauchwolke aus. Auf Autos legten sich Staub und Schutt. Unter den mehr als 60 Verletzten sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums etwa ein Dutzend Kinder.

Explosion in Armenien: Mehrere Bombendrohungen gingen ein

Wenige Stunden nach der Explosion gingen beim Zivilschutz des Landes mehrere Bombendrohungen ein. Danach seien Bomben in der U-Bahn von Jerewan, im Parlament und in anderen Gebäuden gelegt. Passagiere mussten die U-Bahn verlassen. Spezialkräfte durchsuchten die Stationen, fanden aber keine Sprengsätze. Informationen über einen Zusammenhang der Ereignisse gab es nicht.

Die frühere Sowjetrepublik Armenien im Südkaukasus mit Grenzen zum Iran, zur Türkei, zu Aserbaidschan und Georgien gehört zu den ärmsten Ländern der Region. Immer wieder kommt es dort zu Verstößen gegen elementare Sicherheitsvorschriften. Rettungskräfte und Feuerwehr waren ohne Schutzmasken im Einsatz. Mit Aserbaidschan steht Armenien in einem militärischen Konflikt um das Gebiet Berg-Karabach. (nak/dpa)

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