Vor allem mit Hund sollte man vorsichtig sein

Gefahr in den Alpen: Dieses Tier kann für Menschen gefährlich werden

Bochumer Hütte
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In den Alpen lauert eine Gefahr, die auf den ersten Blick recht harmlos aussieht. (Symbolbild)
  • Violetta Sadri
    VonVioletta Sadri
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Jährlich gehen Tausende Deutsche in den Alpen wandern. Doch ausgerechnet die Kuh kann eine große Gefahr darstellen. So kann man sich schützen. 

Gigantische Berge, saftig grüne Weiden und glasklare Seen - Bilder von malerischen Landschaften schwirren einem im Kopf herum, wenn man an die Alpen denkt. Beim Wandern begegnet man nicht nur vielen wunderschönen Orten, sondern sieht gelegentlich auch mal Tiere. Doch vor einer Art sollte man sich besonders in Acht nehmen. Nicht selten kommt es dabei zu Angriffen auf Menschen. Wer hier an Bären und Wölfe denkt, liegt aber falsch. Zwar kommen auch diese Tiere in den Alpen vor, doch ein anderes Tier, das sogar noch viel häufiger anzutreffen ist, stellt die größere Gefahr dar: Die Alpkuh. Um die sollte man lieber einen großen Bogen machen.

Eine Kuh weidet auf einer Wiese.

Vorsicht vor diesem Tier in den Alpen: Hier lauert die unterschätzte Gefahr

Die Alpkuh wird nämlich oft unterschätzt. Sie gilt zwar nicht als aggressives Tier, mag es aber auch nicht unbedingt geknuddelt und gekuschelt zu werden. Denn dann könnte sie angreifen, um sich zu verteidigen. Vor allem mit Hund sollte man besonders vorsichtig in der Nähe von Kühen sein. So endete ein Wanderausflug einer 45-Jährigen im Jahr 2014 sogar tödlich. Sie war mit ihrem Hund in einem eingezäunten Bereich auf einem Wanderweg unterwegs, als plötzlich 20 Kühe auf sie zuliefen und sie attackierten. Die Frau wurde 45 Minuten lang reanimiert. Doch aufgrund ihrer schweren Verletzungen starb sie noch am Ort des Geschehens. Die Herde soll es eigentlich auf den angeleinten Hund abgesehen haben, der sich laut Zeugen aber nicht aggressiv gegenüber den Kühen verhalten habe. Solche Fälle kommen vor. Doch was kann man tun, um solche Angriffe von Kühen zuvermeiden?

  • Hund anleinen, wenn man sich Kühen nähert.
  • Genug Abstand zu weidenden Kühen wahren.
  • Vor allem um Jungtiere einen großen Bogen machen, Mutter-Kuh zögert nicht, wenn es um den Schutz ihrer Kinder geht.
  • Versuchen, Kühe nicht zu erschrecken. Also frühzeitig bemerkbar machen.
  • Vom Kühe streicheln wird dringend abgeraten.
  • Eingezäunte Weideflächen sollte man nicht betreten. Kühe könnten ihr Revier verteidigen.

Gefahr in den Alpen: Wenn die Kuh angreift - was solle man tun?

Sollte man einer Kuh doch zu nahe kommen, sollte man unbedingt auf die Warnsignale des Tieres achten. Denn eine Kuh zeigt deutlich, wenn ihr die Situation nicht passt. Doch woran erkennt man das? Das erste Warnzeichen ist, wenn die Kuh die Gefahr, in dem Fall zum Beispiel den Wanderer oder seinen Hund, mit dem Blick fixiert. Sie lässt dann die Gefahrenquelle nicht mehr aus den Augen. Das zweite Warnzeichen ist, wenn die Kuh ihren Kopf senkt und die Stirn darbietet. Und das dritte Warnzeichen ist, wenn die Kuh sich nähert. Dann ist wichtig Abstand zu gewinnen. Man sollte jedoch nicht panisch davonrennen, sondern versuchen Ruhe zu bewahren, sich langsam zu entfernen und dabei keineswegs den Rücken zuzuwenden, berichtet bergwelten.com.

Wenn man einen Hund dabei hat, sollte man diesen spätestens jetzt von der Leine losbinden, da der ohne Probleme davonlaufen kann. Sollte gar nichts helfen, hat man noch die Möglichkeit mit einer lauten und selbstsicheren Tonlage zu brüllen und/oder mit einem Stock herumfuchteln. Das könnte die Kuh einschüchtern. Auch in Deutschland gibt es viele gefährliche Tiere, denen sie eventuell sogar schon begegnet sind.

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