Tragödie in Schleswig-Holstein

Badesee-Todesdrama! Zweijähriger verschwindet plötzlich im Wasser

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Ungeklärter Fall: Ein Kleinkind ist bei Ahrensburg nördlich von Hamburg in einem Badesee gestorben (Symbolbild)

Ein zweijähriger ging in Ahrensburg nördlich von Hamburg mit einer Kita-Gruppe zum Badesee. Es kam im Wasser zum Todesdrama um den kleinen Mattis.

  • Ein zwei Jahre altes Kind ist in einem Badesee in Schleswig-Holstein ertrunken
  • Zum Zeitpunkt des Unglücks sollen drei Kita-Betreuer in der Nähe gewesen sein
  • Das Verfahren in Ahrensburg wurde jetzt eingestellt
  • Der Fall bleib rätselhaft

Ahrensburg - Es ist ein Schmerz, den diese Eltern lebenslang aushalten müssen – genauso wie die vielen Fragen, auf die sie wohl nie Antworten erhalten werden. Im Juli 2018 ertrank ihr damals zweijähriger Sohn Mattis bei einem Kita-Ausflug in einem Badesee bei Ahrensburg in Schleswig-Holstein. Wie das Unglück nördlich von Hamburg passieren konnte, gibt den Beteiligten Rätsel auf. Sieben Kita-Betreuer passten damals auf die Kindergruppe auf – drei von ihnen seien zum Zeitpunkt des Unglücks in Mattis’ Nähe gewesen.

In Kronshagen bei Kiel wurde ein Paketbote zum Held, weil er in einer Kita einen Brand verhinderte.

Ahrensburg bei Hamburg: Kita-Erzieher können Todesdrama von zweijährigem Kind nicht verhindern

Erst nach zwei Stunden sei das Kleinkind gefunden worden – da war es längst zu spät. Das berichtet das Hamburger Abendblatt aus dem Amtsgericht Ahrensburg, wo das Verfahren wegen fahrlässiger Tötung nördlich von Hamburg jetzt eingestellt wurde. Angeklagt war eine der Erzieherinnen (33), die inzwischen hochschwanger ist. Es sei nicht erwiesen, dass sie ihre Aufsichtspflicht verletzt hat und die alleinige Verantwortung trägt.

Aus dem Zeitungsbericht geht hervor, dass es den Eltern des kleinen Mattis’ nicht um ein Urteil gegen die Kita-Erzieherin geht. Oder um Genugtuung. Oder gar Rache. „Uns ging es nicht darum, einen Betreuer zur Rechenschaft zu ziehen“, wird der Vater im Amtsgericht Ahrensburg zitiert. “Wir wollten doch nur, dass aufgeklärt wird, was damals passiert ist.“ 

In Hamburg stach ein maskierter Mann zudem mit einem Messer zwei Jugendliche nieder. Zu einem grausamen Mord kam es in Dammfleth in Schleswig-Holstein, wo eine Ehefrau ihren Mann zerstückelt haben soll.

Tödliche Unfälle im Badesee: Experten schlagen Alarm

Erst vor wenigen Tagen ist es in Hannover in Niedersachsen zu einem Badesee-Drama mit einem Kind gekommen, wie nordbuzz.de* berichtet. Und vergangenen Monat wollte ein Vater sein Kind aus einem Badesee in der Nähe von Hannover retten – und verlor sein Leben. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat kürzlich angesichts einer starken Zunahme tödlicher Badeunfälle bei Kindern und Jugendlichen kürzlich gewarnt: Die Zahl der Grundschüler, die nicht sicher schwimmen können, sei nach Studien von 50 Prozent im Jahr 2010 auf 59 Prozent im Jahr 2017 gestiegen. 2018 waren nach DLRG-Daten mindestens 504 Menschen in Deutschland bei Badeunfällen ums Leben gekommen, 100 mehr als im Jahr zuvor

Unterdessen kam es in Celle bei Hannover zu einem tragischen Badesee-Unfall. Bei Aurich in Ostfriesland behinderten Bade-Gäste die Rettungsarbeiten, nachdem ein Asylbewerber in einem See untergegangen war.

Ahrensburg nördlich von Hamburg: Mattis (2) ertrinkt trotz Kita-Betreuer in Badesee in Schleswig-Holstein 

Die Zahl der ertrunkenen Kinder und Jugendlichen unter 20 Jahren stieg 2018 um 38 Prozent. Nur: Was hat das mit dem kleinen Mattis zu tun? Er war laut Zeugenaussagen unter Aufsicht der Kita-Erzieherinnen zum Spielen in den Badesee gegangen.

Nicht nur die Eltern müssen mit der Trauer und der Ungewissheit leben – sondern auch die Kita-Betreuer. Über eine Trauerbegleiterin wollten sie Kontakt mit den Eltern aufnehmen – die lehnten ab. Mattis’ Vater klang vorm Amtsgericht Ahrensburg abgrundtief verzweifelt, berichtet das Hamburger Abendblatt Nach dem Unglück nördlich von Hamburg habe es sich angefühlt, als ob sich niemand dafür interessiere. „Das konnten wir nicht ertragen. Es hat uns zutiefst verletzt.“

Zu einem tragischen Unglück kam es in Hamburg, als ein indischer Student in der Dove Elbe ertrank.

Ahrensburg in Schleswig-Holstein: Kind aus Kita stirbt in Badesee nördlich von Hamburg

Das einzige, was die Beteiligten nun offenbar noch tun können, ist, zivilrechtliche Ansprüche zu klären. 1000 Euro übergab die Angeklagte (33) bereits im Gerichtssaal an den Vater – eine Sammlung der Erzieherinnen. Seit dem Badesee-Unglück bei Ahrensburg nördlich von Hamburg umgibt das Gelände des Teichs ein Zaun.

Bei einem anderen schrecklichen Vorfall starb ein Baby in Hamburg schon kurz nach der Geburt qualvoll. Bei einem Sturz-Drama bei einem bekannten Marzipan-Hersteller in Lübeck starb eine Frau auf tragische Weise. An einem Bahnsteig im Bahnhof Hamburg-Altona kam es zu einer rassistischen Durchsage, die für Entsetzen sorgte.

frs

Mit Material der dpa

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