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Weltweit erster Fall: Hund mit Affenpocken infiziert – Symptome wie beim Menschen

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Von: Josefine Lenz

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Es ist der weltweit erste Fall: Ein Hund hat sich bei seinen Besitzern mit den Affenpocken angesteckt. Der Vierbeiner hat Ausschläge auf der Haut:

Diese Nachricht wird viele Hundebesitzer jetzt aufschrecken – dabei besteht erst einmal kein Grund zur Panik! In Frankreich gibt es den ersten bekannten Fall, bei dem Affenpocken von Mensch auf Tier übertragen wurde. Zunächst haben sich zwei Männer mit dem Virus infiziert, kurze Zeit darauf zeigt auch ihr Hund typische Symptome der Krankheit, berichtet HEIDELBERG24.

Hund mit Affenpocken infiziert – ähnliche Symptome wie bei Menschen

Der Fall mit dem ersten an Affenpocken infizierten Hund hat sich schon im Juni in Frankreich ereignet. Erst am 10. August berichtet aber die Fachzeitschrift „The Lancet“ darüber. Die beiden betroffenen Männer haben sich demnach durch den Geschlechtsverkehr mit anderen Männern mit dem Virus angesteckt. Sie entwickeln im Laufe der Affenpocken-Inkubationszeit typische Symptome wie Hautausschläge, Müdigkeit, Fieber und Kopfschmerzen. Darüber berichtet auch n-tv.

Die Männer leben zusammen in einem Haushalt und halten einen Hund. Dieser zeigt zwölf Tage nach der Infektion der beiden Erkrankten ebenfalls Affenpocken-ähnliche Symptome. Er hat mehrere Läsionen auf seiner Haut und Schleimhäute. Außerdem werden mehrere mit Eiter gefüllte Pickel am Bauch gefunden sowie ein Geschwür am Hinterteil.

Hund erkrankt an Affenpocken – Vierbeiner schlief im Bett mit infizierten Besitzern

Aktuell häufigen sich die Fälle, bei denen sich Männer während des Geschlechtsverkehrs mit anderen Männern mit Affenpocken infizieren. Allerdings weisen Experten darauf hin, dass sich die Krankheit auch anders ausbreiten kann. So reicht der direkte Kontakt mit Schorf, Körperflüssigkeiten, Speichel oder Ausschlägen. Auch ist es möglich, dass das Virus durch Gegenstände, die mit Körperflüssigkeiten kontaminiert sind, übertragen werden kann.

Die Franzosen geben an, dass ihr Hund unter anderem mit ihnen im Bett geschlafen hat. Ob sich das Virus so übertrug, ist jedoch unklar. Die Besitzer haben seit den eigenen Symptomen darauf geachtet, dass ihr Vierbeiner nicht mit anderen Hunden oder Menschen in Kontakt kommt.

Übrigens: In Deutschland sind im Mai 2022 erstmals Fälle von Affenpocken identifiziert worden. Laut RKI sind seither 3.213 Affenpockenfälle aus allen 16 Bundesländern übermittelt worden. Mittlerweile ist die Zahl leicht rückläufig.

„Echte Hundekrankheit“: Experten raten zur Isolation von Haustieren bei Affenpocken-Ausbruch

„Nach unserem besten Wissen deutet die Kinetik des Auftretens der Symptome bei beiden Patienten und anschließend bei ihrem Hund auf eine Übertragung des Affenpockenvirus von Mensch auf Hund hin“, zitiert n-tv die Autoren des Fachjournals. Die Experten vermuten „eine echte Hundekrankheit“ und „nicht eine einfache Übertragung des Virus durch engen Kontakt mit Menschen oder Übertragung über die Luft“.

Man solle nun darüber diskutieren, ob Haustiere bei erkrankten Besitzern isoliert werden müssten. Die US-Seuchenbehörde passt bereits ihre Webseite an. Darin heißt es, dass sich Hunde mit Affenpocken anstecken können. Ob sich auch Katzen anstecken können, ist unklar. Beim Coronavirus gibt es immer wieder Fälle von Haustieren, die sich auch infiziert haben.

Typische Symptome von Affenpocken

Zu den typischen Symptomen von Affenpocken zählen Fieber, Kopfschmerzen, Rücken- und Muskelschmerzen sowie geschwollene Lymphknoten. Auch ist ein Hautausschlag mit Flecken oder Pusteln charakteristisch. Der Ausschlag ist meist im Gesicht, auf der Hand oder am Fuß zu finden.

„Die Haut- und Schleimhautveränderungen können aber auch an und im Mund, Genitalien, Anus und Augen gefunden werden. Bei den aktuell auftretenden Fällen wird häufig ein Ausschlag an den Genitalien und Anus beobachtet“, heißt es auf der Webseite von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Es gibt aber Möglichkeiten, sich vor den Affenpocken zu schützen. (jol)

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