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Affenpocken in Deutschland: Quarantäne für Infizierte und Kontaktpersonen

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Von: Julia Thielen

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Auch in Deutschland gibt es inzwischen mehrere Fälle von Affenpocken. Der Gesundheitsminister informierte heute über Quarantäne-Regelungen.

Ein bisschen fühlt es sich an wie ein Déjà-vu. Seit wenigen Tagen breitet sich ein neues Virus in Deutschland aus. Doch eines ist klar: Pandemiepanik ist überflüssig. Das betonte Gesundheitsminister Karl Lauterbach noch einmal auf der heutigen Pressekonferenz, in der er gemeinsam mit anderen Experten über die Maßnahmen gegen die Verbreitung der Affenpocken informierte. Dennoch will man rasch handeln. Denn ernst nehmen müsse man den aktuellen Ausbruch auf jeden Fall.

Fünf Fälle einer Affenpocken-Infektion sind mittlerweile in Deutschland bestätigt. Nun gilt es laut Gesundheitsminister die Situation weiter zu beobachten und frühzeitig einzuschreiten. Es werde weitere Fälle geben. Gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut wurde nun eine Quarantäneempfehlung für Infizierte und deren Kontaktpersonen erarbeitet.

Affenpocken in Deutschland: Quarantäne für Infizierte und Kontaktpersonen

Infizierte sollen sich demnach für mindestens 21 Tage in Isolation begeben und so lange, bis alle Symptome abgeklungen sind. Auch für enge Kontaktpersonen gilt eine dreiwöchige Quarantäne. Dass diese deutlich länger angesetzt ist, als die Quarantäne in Corona-Zeiten liegt an der langen Inkubationszeit.

Charakteristische Symptome treten erst spät auf. Bis zu drei Wochen kann es dauern, ehe die Affenpocken bei einem Infizierten ausbrechen. Darin bestehe auch die Gefahr der raschen Weitergabe. Eine enge Kontaktverfolgung sei deshalb der beste Schutz, erklärte RKI-Chef Lothar Wieler auf der Pressekonferenz.

Affenpocken: Womöglich auch Ringimpfungen für Kontakte von Patienten

In wie weit Kontaktpersonen zusätzlich sogenannte Ringimpfungen erhalten sollen, ist dagegen noch nicht endgültig geklärt. Lauterbach stehe hierzu in Kontakt mit der Weltgesundheitsorganisation und dem RKI. Vom möglichen Impfstoff habe man zur Sicherheit bereits 40.000 Dosen bestellt. „Wir reagieren hart und schnell und werden nicht zulassen, dass die Reaktion verschleppt wird“, erklärte Wieler.

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