"Wir werden ihn auf jeden Fall brauchen"

Nach 90 Bank-Minuten: Wolf redet Großkreutz stark

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Kevin Großkreutz durfte gegen Nürnberg nicht mal als Joker ran.
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Der Ex-Nationalspieler darf gegen Nürnberg nicht ran. Für seinen Trainer nur eine Entscheidung für ein Spiel.

Kevin Großkreutz hatte es eilig. Nicht mal 30 Minuten nach Spielende stapfte der Weltmeister schon zielstrebig zum Ausgang der Stuttgarter Arena. Seine Miene dabei: versteinert. Gegen den 1. FC Nürnberg hatte der Ex-Dortmunder zuvor 90 Minuten auf der Bank Platz nehmen müssen. Nicht einmal als Joker durfte der Publikumsliebling ran. Eine ganz bittere Pille!

Der Verantwortliche dafür: Trainer Hannes Wolf. Der hatte dem ehemaligen Nationalspieler bereits vor dem Spiel unter vier Augen erklärt, dass er ihn aus der Startelf nehmen würde. Im Spiel selbst kam es dann knüppeldick für Großkreutz. Wolf weiß, dass das schmerzt: "Dass ihn das nicht erfreut, ist klar. Natürlich ist das für ihn hart."

Bilder vom Spiel: VfB Stuttgart - 1. FC Nürnberg

Dabei war der Grund für Wolf ganz simpel. Der VfB-Coach wollte gegen den Club einen Innenverteidiger hinten rechts, da die Nürnberger oft mit langen Bällen auf die Außen agieren. Deswegen entschied er sich für Benjamin Pavard. Wolf: "Ich mache es aus der Überzeugung, dass es in diesem Moment, für dieses Spiel, die richtige Aufstellung ist."

Heißt: keine Entscheidung gegen Großkreutz - sondern für Pavard. Wolf stellt klar: "Kevin hat sich nichts zu Schulden kommen lassen." Und eine Einwechslung des gebürtigen Dortmunders habe sich während des Spiels nicht ergeben. Für Großkreutz wurde es deswegen ein bitterer Abend.

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Darum baut der Stuttgarter Trainer seinen Star direkt wieder auf. Streicheleinheiten für das angeknackste Selbstvertrauen inklusive! Wolf: "Wir müssen ganz offen mit ihm umgehen und ihn ab morgen wieder ins Boot holen, weil er ein ganz wichtiger Spieler für uns ist. Wir werden ihn auf jeden Fall brauchen." Vielleicht ja schon im nächsten Spiel...

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