Offensiv-Allrounder außen vor

Wird Akolo zum nicht eingelösten Versprechen?

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Chadrac Akolo im VfB-Trikot.
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Chadrac Akolo hat beim VfB einen schweren Stand. Auch Neu-Coach Markus Weinzierl setzt selten auf ihn, macht ihm aber auch Hoffnung.

Am Wochenende waren es wieder nur knapp zehn Minuten. Gegen Bayer Leverkusen schmorte Chadrac Akolo zu Spielbeginn auf der Bank - mal wieder. Der Platz an der Seitenlinie ist zum Stammplatz für den Offensiv-Allrounder geworden. Ein Platz in der Startelf des VfB Stuttgart? Gerade kein Thema für Akolo. Der Kongolese hat auch bei Neu-Coach Markus Weinzierl einen schweren Stand - und könnte so beim VfB zum nicht eingelösten Versprechen werden!

Neun Mal stand der 23-Jährige in dieser Saison in der Bundesliga auf dem Platz. Nur zweimal durfte er von Beginn an ran, am 4. und 5. Spieltag. Gegen Düsseldorf und Leipzig musste er beide Male früh in der zweiten Halbzeit runter. Was alle diese Auftritte einte? Kein Tor, keine Torvorlage. Wenn Akolo derzeit spielt, kann er wenig Werbung in eigener Sache machen.

Chadrac Akolo: Auf dem Platz kommt wenig rum

Chadrac Akolo beim Torjubel: Dieses Bild gab es beim VfB lange nicht mehr.

So auch in Leverkusen. Nach dem 0:1 durch Kevin Volland brachte Weinzierl den Kongolesen und Gonzalo Castro für mehr Offensiv-Schwung. Viel rum kam nicht. Das Problem aktuell: Selbst wenn Akolo den Ball im ersten Moment gut behauptet und sich Platz verschafft, schafft er es nicht, seine Mitspieler danach in Szene zu setzen. Man wird das Gefühl nicht los, dass der 23-Jährige gehemmt ist, oft direkt zu viel will. Raus kommt dabei aber zu wenig.

Rückblick: Im Sommer 2017 verpflichtete Ex-VfB-Manager Jan Schindelmeiser den Offensiv-Allrounder vom FC Sion. Ablöse: stolze sechs Millionen Euro. Für manch Kenner der Branche damals eine ziemlich hohe Summe. Sein Ex-Trainer Peter Zeidler aber schwärmte damals gegenüber echo24.de von seinem großen Talent. Und: Akolo zahlte zurück, erzielte in den ersten zwölf Bundesliga-Spielen vier Tore. In der Offensive lief das meiste über ihn. Er war so etwas wie das Versprechen für dauerhafte Offensiv-Power. Aber: So blendend ging es nicht weiter. Bis zum Ende der Saison kamen nur noch zwei Treffer dazu.

Unter Tayfun Korkut spielte Chadrac Akolo keine Rolle

Unter Tayfun Korkut hatte Akolo einen schweren Stand.

Selbst unter Ex-Coach Hannes Wolf war Akolo ab der Rückrunde nicht mehr gesetzt, unter Tayfun Korkut spielte er kaum noch eine Rolle. Seitdem hat sich nicht viel verändert. Der VfB ist auch unter Markus Weinzierl in der Offensive harmlos, die Hoffnungen ruhen aber auf den Verletzten Anastasios Donis und Daniel Didavi. Von Akolo spricht in diesem Zusammenhang schon lange keiner mehr.

Ist er bei einer Rückkehr von Didavi und Donis schon außen vor? VfB-Coach Weinzierl verneint das, erklärt: "Er hat Ansätze, aber auch Schwankungen. Er muss konsequent arbeiten und sich über die Chancen, die er bekommt, zeigen. Er ist aber nicht hinten runtergefallen." Wie könnte er dann den Weg zurück in die Startelf finden? Weinzierl: "Ich sehe ihn eher zentral, weil er nicht die Endgeschwindigkeit hat, dafür aber die kurzen, schnellen Bewegungen." Wenn er die nicht bald zeigt, könnte aus dem einstigen Offensiv-Versprechen schon bald ein Transfer-Flop werden.

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