Jetzt droht der Abstieg

Abwehrchaos in Bremen: VfB stürzt auf Platz 17

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Das Eigentor von Frederico Barba.
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In einem spektakulären Fußballspiel verlieren die Stuttgarter wegen dämlicher Defensivfehler.

Was für ein Fußballspiel! Was für ein Abwehrchaos! Was für ein Debakel! In einer spektakulären Partie ging der VfB Stuttgart bei Werder Bremen am Ende mit 2:6 unter. Damit fällt das Team von Trainer Jürgen Kramny auf den 17 Tabellenplatz, der den direkten Abstieg aus der Bundesliga bedeutet.

 Es entwickelte sich von der ersten Minute ein packendes Fußballspiel mit Höhenpunkten im Minutentakt.

Den ersten Knaller feuerte der Gastgeber ab: Fin Bartels nutzte in der zehnten Minute einen Klassepass von Claudio Pizarro zur frühen Werder-Führung. 

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Und der VfB? Von Schockzustand keine Spur. Daniel Didavi, Filip Kostic und Co. kombinierten sich immer wieder gekonnt vors Bremer Tor. Aus so einem Spielzug fiel dann auch der Ausgleich. Alexandru Maxim bediente Didavi, der sein 12. Saisontor erzielte (26. Minute).

Danach hatte der VfB die Partie scheinbar im Griff, setzte sich aber wieder mal selbst ein Ei ins Netz. Nach einem Missverständnis mit Torwart Przemyslaw Tyton köpfte Abwehrmann Federico Barba ins eigene Netz (33.). Eine Aktion, die an Dämlichkeit nicht zu überbieten ist und mit Profifußball nichts zu tun hat.

Ein Fakt übrigens auch nicht: Es war das siebte Eigentor der Stuttgarter in dieser Saison. Damit hat der VfB diesen unrühmlichen Allzeitrekord auch noch ausgebaut.

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Immerhin schien der Treffer keine Spuren zu hinterlassen. Vier Minuten später setzte Martin Harnik eine gute Kostic-Flanke an den Pfosten.

Wie man gute Chancen verwertet, demonstrierte dann wieder Werder. Niedermeier und Barba stolperten durch den eigenen Strafraum, wo Levin Öztunali an den Ball kam und trocken ins lange Eck schoss (43.).

Nach der Pause ging das muntere Scheibenschießen weiter. Diesmal haute ausgerechnet Eigentorschütze Barba ein Zaubertor raus. Mit der Hacke verlängerte der Italiener eine Maxim-Flanke zum 2:3 (53.).

Wer nun gehofft hatte, dass der VfB gleich noch den Ausgleich nachlegte, wurde bitter enttäuscht. Auf einmal dominierte wieder der Gastgeber. Pizarro nutzt in der 64. Minute eine erneute Unachtsamkeit in der Gäste-Abwehr zum 4:2.

Danach war der VfB am Boden. Bartels (80.) mit seinem zweiten Treffer und Anthony Ujah (87.) schossen den Endstand heraus.

Noten:

Tyton 5, Zimmermann 5,  Niedermeier 6, Barba 6, Insua 5, Schwaab 5, Rupp 4,5, Didavi 4, Kostic 5, Maxim 4,5, Harnik 5,  

Einswechselspieler: Werner 5, Ristl 5, Kravets 5. 

 

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