Duelle gegen direkte Konkurrenten

VfB: Jetzt kommen die Wochen der Wahrheit

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Christian Gentner, Ozan Kabak und Emiliano Insúa verlassen nach dem Spiel in München den Platz. 
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Am Ende ist dann doch alles, wie erwartet: Der FC Bayern schlägt den VfB Stuttgart in der Allianz Arena verdient mit 4:1. Dabei hat es in der ersten Halbzeit gar nicht so schlecht ausgesehen für die Gäste. Was jetzt folgt sind die Wochen der Wahrheit.

Der Start in der Allianz Arena läuft, wie von allen erwartet: Nach nur fünf Minuten geht der FC Bayern in Führung. Über Umwege landet der Ball bei Thiago und der haut auf 16 Metern drauf - 1:0. Nach 11 Minuten hätte es schon 2:0 stehen können, als der VfB den Ball im Aufbauspiel verliert. Thomas Müller und Robert Lewandowski schalten blitzschnell um, nur Ron-Robert Zieler im VfB-Tor verhindert Schlimmeres. 

Doch plötzlich entdeckt der VfB seinen Mut. Immer stärker setzen sie die Bayern unter Druck. Nach 27 Minuten erzielt Anastasios Donis, der wieder von Beginn an auflaufen darf, dann den verdienten Ausgleich. Er bekommt den Ball auf der linken Seite, zieht in die Mitte und schlenzt wunderschön ins lange obere Eck. Fünf Minuten später hat der Grieche dann sogar die Führung auf dem Fuß, trifft aber nur den gut postierten Neuer im Bayern-Tor. 

FC Bayern München gegen VfB Stuttgart: "Das Quäntchen Glück hat gefehlt"

Auch in der zweiten Halbzeit hat der VfB noch eine Großchance: Gonzales Schuss in der 64. Minute wird geblockt, der Abpraller landet nur am Pfosten. "Das Quäntchen Glück hat gefehlt. Wir hatten ein paar gute Chancen, wenn da der Ball reinfällt holen wir mit etwas Glück hier einen dreckigen Punkt", sagt Torwart Zieler nach der Partie. 

Die besten Bilder zum VfB-Spiel bei den Bayern

Insgesamt sind die Bayern in der zweiten Halbzeit aber zu stark. Serge Gnarbry (55.), Leon Goretzka (71.) und Lewandowski (85.) beerdigen die VfB-Träume, einen Punkt aus München entführen zu können. 

VfB Stuttgart jetzt gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf

Punkte muss der VfB jetzt dringend in den nächsten Spielen holen. In den kommenden Wochen geht es unter anderem gegen Freiburg, Düsseldorf und Hannover – alles direkte Konkurrenten im Abstiegskampf: "Eins ist klar: Das sind richtungsweisende Spiele. Wir spielen gegen direkte Konkurrenten, denen wollen wir natürlich die Punkte wegnehmen. Die brauchen wir auch für die Tabelle", so Zieler nach der Partie. 

Dem pflichtet auch Stürmer Mario Gomez bei: "Jetzt gilt es gegen die Mannschaften auf unserer Ebene zu gewinnen." Als Endspiele will Gomez die nächsten Partien aber noch nicht sehen: "Wenn wir die nächsten zwei Spiele gewinnen, haben wir 20 Punkte. Damit steigen wir auch ab! Der Abstieg wird nicht in den nächsten zwei Wochen entschieden. Ich lasse auch nicht zu dass zu viel Druck auf die Mannschaft gebombt wird." 

VfB-Stürmer Gomez: "Wir brauchen einfach Punkte, egal gegen wen"

Klar ist aber auch: Wenn der VfB in den nächsten Spielen gewinnt, zieht er auch die anderen Teams wieder voll unten mit rein. Ein Nebeneffekt, der für Gomez nicht so wichtig ist: "Wir brauchen noch ungefähr 20 Punkte, das ist nicht Mal die Hälfte, die es noch gibt. Das muss man schaffen wenn man nicht absteigen will. Wir brauchen einfach Punkte, egal gegen wen." 

Aber: 20 Punkte sind für den VfB in der aktuellen Verfassung eine Menge Holz. Und leichter als in den nächsten Wochen werden die Gegner nicht mehr. Jetzt muss der VfB die Weichen stellen. Auch wenn Gomez es nicht wahr haben will: Der Druck vor den nächsten Spielen ist enorm!

Von Dennis Bayer

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