Demütigung in Aufsburg hat Konsequenzen

VfB Stuttgart - (wie) ein Absteiger

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Steven Zuber nach dem Debakel in Augsburg.
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Wer vom VfB Stuttgart in Augsburg Abstiegskampf erwartet hatte, wurde bitter enttäuscht. Der Auftritt der Schwaben war orientierungslos, kampflos und an Peinlichkeit kaum zu überbieten.

Man kann Markus Weinzierl nicht vorwerfen, nicht alles versucht zu haben. Die emotionale Spitze setzte er unter der Woche ("Was müssen wir Trainer uns eigentlich alles gefallen lassen?"). Gegen Augsburg stellte Weinzierl seine Mannschaft dann auch taktisch um. Besser wurde durch die Umstellung aber nichts. Im Gegenteil!

Schon nach elf Minuten wurden die Hoffnungen des VfB Stuttgarts auf Punkte in Augsburg zunichte gemacht. Jonathan Schmid konnte sich auf der linken Seite alle Zeit der Welt lassen und fand mit seiner Flanke den völlig blank stehenden Rani Khedira. Der musste nur noch zum 1:0 einschieben. Auch im weiteren Verlauf bekam der VfB keinerlei Zugriff und lies Augsburg ohne nennenswerte Gegenwehr durchs Mittelfeld marschieren. Die logische Folge: Das 2:0 durch André Hahn und das 3:0 durch Philipp Max. So leicht wurden die Hausherren in dieser Saison noch nie zum Tore schießen eingeladen.

Ratlosigkeit bei den VfB-Spielern Daniel Didavi, Benjamin Pavard, Nicolas Gonzalez und Chadrac Akolo 

VfB Stuttgart gibt sich im Abstiegskampf komplett auf und wird gedemütigt

Die meisten der mitgereisten 5000 Stuttgarter Fans suchten schon in der Halbzeit das Weite. "Ich kann die Fans verstehen, wenn sie früher nach Hause fahren. Vor dem Spiel war noch eine gute Stimmung aber dann kam von der Mannschaft nichts zurück", äußerte Sportvorstand Thomas Hitzlsperger nach der Partie Verständnis. Doch in der zweiten Halbzeit… wurde alles NOCH schlimmer! Spätestens nach dem 4:0 durch Marco Richter gab sich der VfB komplett auf. Was die Gastgeber mit den Stuttgarter Spielern anstellten war die reinste Demütigung. Am Ende hieß es nach weiteren Toren von Max und Richter 6:0.

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"Es ist alles schief gelaufen. Alles was man falsch machen kann, haben wir heute gemacht. So eine Leistung, an so einem wichtigen Tag, tut sehr weh", fasste Mittelfeldspieler Gonzalo Castro die Nicht-Leistung zusammen. Noch deutlichere Worte fand Torwart Ron-Robert Zieler: "Das, was wir heute präsentiert haben, war peinlich. Es war ein Tiefpunkt. Ich habe gedacht, dass wir verstanden haben, wie Abstiegskampf funktioniert, aber wir haben heute alles vermissen lassen. Es war unsere letzte Chance auf den direkten Klassenerhalt. Die Mannschaft hat versagt."

Abgang: Markus Weinzierl wurde beim VfB Stuttgart entlassen.

VfB Stuttgart: Weinzierl-Aus kam noch am Samstagabend

Nach dieser Leistung war dann auch das Schicksal von Markus Weinzierl besiegelt. Das wusste er auch schon kurz nach dem Schlusspfiff, erklärte da: "So können wir uns nicht präsentieren. Ich habe heute keine Argumente geliefert." Die Entscheidung folgte dann am späten Abend. Weinzierl ist weg, ein Nachfolger mit Nico Willig in den eigenen Reihen gefunden. Die entspannte Eiersuche am Ostersonntag wird sich der VfB wohl abschminken können, jetzt steht die Mannschaft in der Pflicht!

Von Dennis Bayer

Die Bilder zum VfB-Debakel in Augsburg

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