Trotz Wunsch nach Kontinuität

VfB Stuttgart: Boss Hitzlsperger gibt keine Job-Garantie für Wackel-Walter!

VfB Stuttgart: Boss Hitzlsperger gibt keine Job-Garantie für Wackel-Walter!
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Thomas Hitzlsperger vermeidet eine klare Jobgarantie für seinen Trainer.
  • Dominik Jahn
    vonDominik Jahn
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VfB Stuttgart: Tim Walter sieht sich derzeit großer Kritik ausgesetzt. Eine Jobgarantie hat der Trainer nicht. 

  • VfB-Coach Walter bekommt keine Jobgarantie.
  • Vorstandsboss Hitzlsperger verweist auf Gegebenheiten im Profigeschäft.
  • Walter sieht Verbindung zum Team noch immer als "harmonisch"

VfB Stuttgart: KEINE Job-Garantie für Walter - Hitzlsperger verweist auf Profi-Geschäft

Update 13. Dezember: Eine weitere Niederlage könnte die Luft für Tim Walter beim VfB Stuttgart richtig eng werden lassen. Das machen neuste Aussagen von Thomas Hitzlsperger deutlich. Auch angesichts des ständigen Wandels im Profifußball spricht dieser keine Jobgarantie aus. 

"Es gibt von uns keine öffentlichen Drohungen, Bekenntnisse oder Garantien", sagte der Vorstandsvorsitzende des schwäbischen Fußball-Zweitligisten der Stuttgarter Zeitung. "Ich verlange das nicht für mich vom Aufsichtsrat, und ganz grundsätzlich kann das niemand verlangen, wenn er freiwillig im Profifußball arbeitet." 

Generell würde er sich zwar Kontinuität wünschen. "Die Realität im Profifußball sieht aber oft anders aus", sagte der 37-Jährige. "Wir müssen akzeptieren, dass es auf dem Trainerposten - genau wie bei den Spielern - in den seltensten Fällen Kontinuität gibt." Vor dem 3:1 gegen den 1. FC Nürnberg hatten die Schwaben trotz ihres starken Kaders fünf von sieben Zweitliga-Spielen verloren. Der Druck auch auf Walter war gestiegen. 

VfB Stuttgart: Entwicklung der Mannschaft im Fokus, nicht die Ergebnisse

"In vielen Clubs hätte man gesagt, dass es so nicht mehr weitergeht. Aber wir knicken nicht beim ersten Widerstand ein. Ich finde sehr positiv, wie Tim beispielsweise junge Spieler integriert", sagte Hitzlsperger. "Wir wollen daher nicht immer nur das aktuelle Ergebnis als Maßstab nehmen." 

Hitzlsperger war im Februar zunächst Sportdirektor des VfB Stuttgart geworden und im April auch mit für die Trennung des damaligen Trainers Markus Weinzierl verantwortlich.

VfB-Boss Hitzlsperger bleibt trotz Ergebnis-Delle ruhig

Update 12. Dezember: Der Sieg gegen Nürnberg hat dem VfB Stuttgart sichtlich gutgetan. Auch Tim Walter dürfte eine gewisse Last von den Schultern gefallen sein. Ja, die Schwaben können noch gewinnen – trotz Schlafmützigkeit und zu vieler ungenutzter Torchancen. Auch Thomas Hitzlsperger hat aus dem 3:1-Heimsieg wichtige Erkenntnisse gezogen: die Mannschaft kämpft. "Die Spieler wollen unbedingt, die Einstellung stimmt", erklärte der Vorstandvorsitzende jüngst im Interview mit der Stuttgarter Zeitung.

Er zeigt sich auch weiterhin überzeugt vom eingeschlagenen Weg mit Tim Walter. Dazu betont Hitzlsperger, dass man intern viel miteinander spreche. Um erfolgreich zu sein, sei das eine wichtige Voraussetzung und „wir müssen mit Rückschlägen umgehen – was wir bisher auch gut gemacht haben". Der Ex-Profi ergänzt: "Ein paar Sachen waren noch nicht so ideal. Trotzdem dürfen wir jetzt nicht unruhig werden. Die Unruhe kommt automatisch von außen."

VfB-Trainer Tim Walter: Trotz Sieg noch nicht aus der Krise

Ursprungstext 10. Dezember: Der Sieg gegen Nürnberg kam zur richtigen Zeit für den VfB Stuttgart, aber auch für Trainer Tim Walter. Denn: Sechs Niederlagen in acht Spielen... Kaum auszudenken, was dann passiert wäre. Das 3:1 - und auch noch nach Rückstand - war goldwert. Vorerst! Denn schon nach den Siegen gegen Dresden und den KSC hieß es: Der VfB ist wieder in der Spur. Weit gefehlt, denn die nächsten Niederlagen kamen - und Walter wackelt. 

Bis Weihnachten hat der VfB Stuttgart noch zwei Spiele. Zwei Siege sind fast schon Pflicht, wenn es um die Mission Klassenerhalt geht. Für Walter würden zwei Siege das Abklingen der Trainerdiskussion bedeuten. Ein Ende finden sie wohl nicht, da die fünf Niederlagen in den vergangenen Spielen zu weh taten. Sportdirektor Sven Mislintat sagte nach dem Nürnberg-Spiel: "Wir haben einen klaren Weg, den wir miteinander verfolgen und das wollen wir so lange wie möglich weiter betreiben." Also auch in 2020. Und Mislintat ergänzt: "Es ist unser Weg, den wir zusammen gehen. Siege helfen immer."

VfB Stuttgart: Walter liest eher keine Berichte zur sportlichen Lage

Der Gegenwind beim VfB Stuttgart ist deutlich stärker geworden für Trainer Tim Walter...oder nicht? Der 44-Jährige wirkt vor dem Druck-Kick gegen den 1. FC Nürnberg am Montag (20.30 Uhr) extrem aufgeräumt auf der Pressekonferenz am Freitag.

VfB Stuttgart vor dem Druck-Kick: "Am Montag viel Freude haben"

Berichte, so erklärt Walter, lese er "eigentlich nicht". Die Unruhe könne er zudem sehr gut verstehen, schließlich seien die Ergebnisse auch nicht so, "wie alle erwarten". Doch intern gibt es beim VfB Stuttgart keine Unstimmigkeiten.

Tim Walter verspürt Rückendeckung beim VfB Stuttgart

Auf die Frage, ob er denn Rückendeckung beim VfB Stuttgart verspüre, gab's von Tim Walter eine deutliche Antwort: "Definitiv." Zuletzt wurden Aussagen von Sportdirektor Sven Mislintat als klare Kritik am Coach gedeutet. Für ihn kein Thema: "Intern unterhalten wir uns sehr häufig, da knistert's auch mal, da rappelt's auch mal im Karton. Aber alles im Sinne der Sache."

Diskussionen gehören für den Stuttgarter Cheftrainer dazu. Es gehe dabei immer darum was man "besser machen" könne und um "lösungsorientiertes Arbeiten". Tim Walter: "Nur wer Kritik annimmt und sich austauscht, schafft es besser zu werden...wir versuchen es jeden Tag."

VfB Stuttgart: Verbindung zum Team ist weiter gut

Neben der Zusammenarbeit mit Sven Mislintat und dem Vorstandsvorsitzenden des VfB Stuttgart Thomas Hitzlsperger ist laut Coach Walter auch die Verbindung zum Team weiter gut. Auch nachdem es nach der Sandhausen-Pleite deutliche Worte an die Profis gab.

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Walter: "Fehler muss man knallhart ansprechen, so wie mit den Standardsituationen...dass hat mich verärgert. Da war ich echt sauer! Aber es ändert nichts daran, dass ich mit meinen Jungs grundlegend zufrieden bin. Wir haben eine sehr gute Harmonie und Zusammenarbeit."

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