Im Winter wird neu bewertet

VfB Stuttgart und die Trainerfrage: Wie lange bekommt Tim Walter noch?

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Die VfB-Macher Sven Mislintat und Thomas Hitzlsperger stellen die Trainerfrage nicht!
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VfB Stuttgart: Tim Walter scheint für die meisten Fans der Schwaben das Problem zu sein, aber bei den Bossen ist er aktuell noch fest im Sattel.

• VfB Stuttgart braucht Siege in Serie für mehr Ruhe.
• Sven Mislintat hat deutliche Worte für die aktuellen Leistungen.
• Umfrage zu Trainer Tim Walter fällt deutlich aus - für die Fans ist der Coach das Problem.

VfB Stuttgart und die Trainerfrage: Wie lange bekommt Tim Walter noch?

Update 03. Dezember, 21.30 Uhr: Für die Fans ist klar: Das Problem des VfB Stuttgart ist Trainer Tim Walter - oder vielmehr: Sein Spielsystem. Der Offensivfußball mit viel Ballbesitz wird seit einigen Wochen in Frage gestellt. Der Grund ist einfach: Es läuft nicht, was die Ergebnisse angeht. Klar ist, dass der VfB fünf der letzten sieben Ligapartien verloren hat. Dennoch steht Stuttgart auf Rang drei in der Tabelle. Und: Man sollte ja auch beachten, dass im Sommer ein großer Umbruch stattfand. Im Team sowie im Team um das Team. So sehen es wohl auch Thomas Hitzlsperger und Sportdirektor Sven Mislintat. Die planen weder mit neuen Spielern, noch mit einem neuen Trainer.

Denn: Laut "Bild" stellt sich beim VfB Stuttgart die Trainerfrage noch nicht. Natürlich wird man in der Winterpause nochmal genau hinschauen, aber: Bei all dem negativen Gesprächsstoff, den es beim VfB angesichts der einzelnen Ergebnisse gibt, muss man doch die Entwicklung sehen. Trainer Tim Walter hat sich ebenfalls entwickelt, bastelt weiter am System. Beispiel gefällig? In Sandhausen stand die Abwehr gut - bis auf zwei Aussetzer. Passiert. Das gilt es jedoch schleunigst konstant auf den Rasen zu bringen. Dazu sollte im Sturm bald der Knoten platzen - Mario Gomez hat ja mal den Anfang gemacht, auch wenn keines der drei Tore zählte. Gemessen am Tabellenstand ist Walter voll im Soll!

VfB Stuttgart: Deutliches Voting! Für Fans ist Tim Walter das Problem

Siege müssen her beim VfB Stuttgart! Noch zwei Partien haben die Schwaben in der Hinrunde der 2. Liga vor sich. Am kommenden Montag gegen den 1. FC Nürnberg und am 16. Dezember gegen Darmstadt.

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Nach den zuletzt doch deutlichen Unmutsäußerungen von Sportdirektor Sven Mislintat wird klar, nur sechs Punkte aus diesen zwei Partien sorgen für mehr Ruhe. Trainer Tim Walter scheint nach den unbefriedigenden Ergebnissen der vergangenen Wochen auch beim 47-Jährigen immer mehr in die Kritik zu geraten. Bei swr.de sagt er: "Es macht überhaupt keinen Spaß, fühlt sich nicht gut an. Das ist überhaupt nicht das, was wir uns vorgenommen haben."

Bei unserem echo24.de-Voting sieht's auch nicht besonders gut aus für Trainer Tim Walter. 61-Prozent sehen (Stand 3. Dezember/14.15 Uhr) das Problem des VfB Stuttgart beim Coach. Die Fans sind von den immer gleichen Fehlern genervt. Nur 39-Prozent denken, dass die Verantwortung bei den Spielern liegt.

Gegen Nürnberg kann der angeschlagene Coach wohl immerhin wieder auf Daniel Didavi zurückgreifen. Der Offensiv-Mann ist zurück am Ball beim VfB Stuttgart.

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VfB Stuttgart: Mislintat-Aussage macht Walter Druck! EURE Meinung zum Coach

Der VfB Stuttgart will und muss Aufsteigen. Da passen die inzwischen fünf Pleiten so gar nicht ins Bild des Favoriten. Nach der 1:2-Schlappe in Sandhausen war bei Trainer Tim Walter am Mikrofon der Sportschau die Laune im Keller - zumal der HSV mit einer Niederlage vorgelegt hatte: "Es ist scheiße. Wir sind zum Siegen verdammt. Wir wollen auch immer gewinnen, dass es nicht immer gelingt ist aber menschlich."

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Mit der erneuten Niederlage wächst allerdings die Unruhe im Umfeld. Bei den Fans des VfB Stuttgart gilt der 44-Jährige Coach schon länger nicht mehr als unumstritten. Teile der Anhänger machen ihrem Unmut im Netz Luft. Die Spieler sehen es wohl anders. Zumindest hatte sich Mario Gomez nach dem KSC-Sieg deutlich gegen die VfB-Nörgler ausgesprochen: "Alles soll scheiße sein - verstehe ich nicht."

VfB Stuttgart: Erste Kritik am Trainer in den eigenen Reihen?

Auch in den eigenen Reihen scheint Kritik aufzukommen. Sportdirektor Sven Mislintat sieht im VfB Stuttgart aktuell nur eine Spitzenmannschaft mit Einschränkungen, wie er nach der Partie gegenüber der Presse deutlich machte. Von den Ergebnissen her sei man "definitiv keine Spitzenmannschaft" erklärte er.

Und der 47-Jährige machte Unterschiede in den Ansichten zum Spiel es VfB Stuttgart aus. Ein Satz der durchaus als Kritik in Richtung des Trainers verstanden werden könnte. Denn Mislintat legte eine Forderung nach besseren Ergebnissen nach. "Die zählen auch", sagte er. Und Dominanz müsse "auch in den Resultaten enden".

VfB Stuttgart: Thomas Hitzlsperger reagiert auf aktuelle Lage

Wie angespannt die aktuelle Situation beim VfB Stuttgart derzeit ist, zeigt auch das Handeln vom VfB-Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger. Dieser hat auf die vom DFB organisierte USA-Reise für junge Führungskräfte aus dem deutschen Fußball verzichtet und ist stattdessen beim VfB Stuttgart geblieben. "Weil im Moment die Situation hier wichtiger ist als die Reise", begründet der Verein die Entscheidung.

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