VfB Stuttgart muss den Etat für die Profis kürzen

Weniger Geld für Spieler: Hitzlsperger über Etat-Kürzung und Folgen für den VfB

Thomas Hitzlsperger
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Weniger Geld für Spieler: Hitzlsperger über Etat-Kürzung und Folgen für den VfB.
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    vonDominik Jahn
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VfB Stuttgart: Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger spricht offen über die Etat-Kürzungen für den Lizenzspielerbereich und die Folgen für den Kader.

Erst zu Wochenbeginn hat der VfB Stuttgart weiter Talente aus dem Verein mit neuen Verträgen länger gebunden. Die Schwaben machen damit weiter aus der Not eine Tugend - oder besser setzten in der Not auf die Jungend. Wie die meisten Vereine, so muss auch der VfB im kommenden Transfersommer auf den Geldbeutel schauen.

Zuletzt betonte VfB-Vorstands-Boss Thomas Hitzlsperger: „Grundsätzlich ist niemand unverkäuflich. Wir können es uns nicht leisten, Angebote von Top-Klubs einfach abzulehnen.“ Allerdings sei demnach ein Talente-Ausverkauf nicht zu befürchten. Überhaupt, so macht es der 39-Jährige deutlich, habe der Verein „im Bereich Finanzen und Marketing die Corona-Krise bisher sehr gut gemeistert“.

VfB Stuttgart: Etat-Kürzung als Problem für den neuen Kader?

DOCH: Im Kicker-Interview spricht Thomas Hitzlsperger auch offen über die anstehenden Probleme durch die Kürzungen im Lizenzspieler-Etat des VfB Stuttgart. Weniger Geld für Sportdirektor Sven Mislintat. Ein Kohle-Kampf um die Kader-Planung für die kommende Saison? Hitzlsperger erklärt: „Der Austausch zwischen Sport und Finanzen ist sehr gut. Wir diskutieren offen und ziehen am Ende an einem Strang. Es wird nicht einfach, mit weniger Mitteln in den nächsten Jahren das Gleiche zu erreichen.“

Weniger Geld für den neuen Kader: Sven Mislintat muss beim VfB Stuttgart weiter voll auf Talente setzen.

Warum fehlt das Geld für den Kader? Der KfW-Kredit hat doch die Ausfälle, wie etwa fehlende Zuschauereinnahmen gestopft? Hitzlsperger: „Der KfW-Kredit war ein wichtiger Baustein für uns. Und wenn es die Auflagen gibt, Einsparungen zu machen, dann haben wir das zu tun.“

VfB und die Talente: Aus der Not eine Tugend, in der Not auf die Jugend?

Talente, Talente, Talente! Kann die Jungend für den VfB Stuttgart auch zum Problem werden? Fehlt‘s an Erfahrung? Für den Vorstandsboss kein Thema. Mit Profis wie Wataru Endo (28), Waldemar Anton (24), Gregor Kobel (23) und Marc Oliver Kempf (26) sieht Hitzlsperger bereits ausreichend Bundesliga-Kompetenz im Kader vorhanden. (Mit Kempf soll es zudem zeitnah zu einer Vertragsverlängerung kommen.)

Hitzlsperger gegenüber dem Kicker: „Das wird keine U19 sein, die Bundesliga spielen darf. Wir haben gesehen, dass es funktionieren kann, mit vielen Talenten erfolgreich zu sein. Mit einem Umfeld rund um die Mannschaft, das Spaß hat, mit ihnen zu arbeiten und sie zu entwickeln.“

Also jetzt aus der Not eine Tugend oder in der Not auf die Jugend? Hitzlsperger: „Das ist nun mal unser Modell und passt zum VfB und seiner Historie. Wir wollen eine junge, entwicklungsfähige Mannschaft haben und treffen deswegen mutige Entscheidungen.“

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