Pech für Willig: Sportvorstand Thomas Hitzlsperger sucht weiter Trainer

Trotz Sieg: Schlechte Karten für Willig

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Sportvorstand Thomas Hitzlsperger stellt sich der großen Herausforderung beim VfB Stuttgart.
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Thomas Hitzlsperger: "Die halbe Bundesliga sucht Trainer." Der VfB auch!

+++ UPDATE: 28. April, 15 Uhr, Thomas Hitzelsperger sucht weiterhin einen neuen Trainer +++

Trotz erstem Erfolg: Bleibt Willig nur bis zum Saisonende? Der VfB Stuttgart sucht auch nach dem erfolgreichen Einstand von Interimscoach Nico Willig weiter einen neuen Trainer für die kommende Saison. "Wir haben beide beschlossen, dass es bis zum Ende der Saison geht. Dann ist das Thema erledigt und dann geht Nico wieder zur U19", sagte VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger am Sonntag während des Trainings. 

Thomas Hitzelsperger: "Die halbe Bundesliga sucht Trainer." Auch der VfB braucht einen neuen

Er könne nach dem 1:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach auch nicht die kommenden Spiele unter dem bisherigen U19-Coach Willig abwarten. "Die halbe Bundesliga sucht Trainer. Wenn ich jetzt nochmal vier Wochen warte und dann erst anfange, würden alle sagen: Du machst deinen Job nicht!"

Durch den Sieg gegen Gladbach festigten die Schwaben den Abstiegs-Relegationsplatz in der Fußball-Bundesliga. Der VfB hat aber bei noch drei ausstehenden Spielen weiter sechs Punkte Rückstand auf Rang 15 und peilt daher die Relegation an.

Erst dann könnte auch der am Knie verletzte Offensivspieler Steven Zuber wieder eine Option sein, wie Hitzlsperger sagte. Kapitän Christian Gentner, der nach seinem Faserriss gegen Gladbach noch gefehlt hatte, dürfte dagegen schon am Samstag bei Hertha BSC in den VfB-Kader zurückkehren. "Wenn nichts dazwischen kommt, steht er hoffentlich zur Verfügung", sagte Hitzlsperger.

+++ URSPRUNGSNACHRICHT +++

Wenn der VfB Stuttgart in den vergangenen Jahren eines mit Sicherheit nicht war, dann ein sicherer Arbeitgeber für Trainer. Kontinuität - ein Fremdwort bei den Schwaben-Kickern. 30 Trainer in 25 Jahren. Seit Huub Stevens saßen zuletzt 13 Trainer auf der Bank beim VfB. Wie soll's denn da weitergehen?

Thomas Hitzlsperger: Einzelne konnten beim VfB Stuttgart immer einfach alles verändern

VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger stellt sich dieser Mamut-Aufgabe. Er WILL Kontinuität nach Stuttgart bringen. Er will ein starkes Team auf und neben dem Platz formen, dass längerfristig zusammen arbeitet. Doch wie fängt man in der aktuell so dramatischen Situation damit an? Hitzlsperger: "Bei der Auswahl aufpassen, bei Vorgesprächen allen Leuten, die neu dazukommen zum Verein sagen, was hier erwartet wird."

Gehalt für NICHTS: So viel zahlt der VfB seinen Ex-Mitarbeitern

Der 37-Jährige will aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Zu oft hat der Verein seine Identität auf- bzw. abgegeben. "In den vergangenen Jahren haben wir Leute hergeholt und gesagt: 'Macht mal nach euren Vorstellungen und Wünschen!' Und dann hat es nicht funktioniert und sie mussten gehen - jeder hat neue Vorstellungen und Wünsche eingebracht. Aber es gab selten die Vorstellung des Vereins. Einzelnen konnten immer alles verändern."

VfB Stuttgart: Der Verein braucht ein klares Anforderungsprofil

UND Thomas Hitzsperger möchte dem Verein VfB Stuttgart endlich wieder eine klare Struktur geben: "Mir ist jetzt wichtig, dass wir als Verein stärker auftreten - und das ist gar nicht so leicht. Wenn ich auf Platz 16 einen neuen Trainer suche und dem sage hier läuft das so, dann sagt der 'Moment, ich soll doch jetzt dir helfen'."

VfB-Gerüchteküche: Viele Trainer im Topf - einer ist allerdings schon raus

Doch als neuer VfB-Sportvorstand hat er sich einiges vorgenommen und hat klare Vorstellungen: "Mein Anspruch ist es, dass wir als Verein klar sind, was für ein Anforderungsprofil wir haben - wie Spieler hier in Zukunft spielen sollen und welche Trainer zu der Mannschaft passen. Stand heute ist es nicht leicht. Es ist ein weiter Weg, aber ich habe gesagt, ich habe die Kraft es anzugehen."

VfB: Personalien Sven Mislintat ist ein positives Signal

Und auf ein Erfolgserlebnis für die Zukunft des VfB Stuttgart kann Thomas Hitzlsperger dann auch noch gleich Verweisen - Sven Mislintat. Hitzlsperger: "Wenn er sagt, er kommt, dann traut er uns auch zu, dass wir es hinbekommen. Er kommt ja auch nicht und denkt sich, er ist in sechs Monaten wieder weg. Die Leute wollen hier länger arbeiten - und das ist mein Anspruch."

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