Debatte um Gehaltsobergrenze

Mega Gehälter im Fußball: VfB-Boss Hitzlsperger warnt vor Folgen!

Thomas Hitzlsperger, Vorstandsvorsitzender beim VfB Stuttgart
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VfB-Boss Thomas Hitzlsperger warnte im SWR vor den Folgen der hohen Gehälter im Profi-Fußball.
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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VfB Stuttgart: Im Profi-Fußball sind hohe Gehälter an der Tagesordnung. Für Thomas Hitzlsperger wird das nicht ohne Folgen bleiben!

  • Die Corona-Krise war eine Herrausforderung für den VfB Stuttgart.
  • Immer öfter wird ein Salary Cap nach Vorbild der NFL gefordert.
  • Thomas Hitzlsperger findet dafür deutliche Worte.

VfB Stuttgart: Mega-Gehälter im Fußball - Hitzlsperger äußert Kritik

Update vom 20. Oktober: Bundesweit steigen die Infektionen mit dem Coronavirus an. In Baden-Württemberg gibt es bereits mehrere Risikogebiete, darunter auch die Landeshauptstadt Stuttgart. Der VfB Stuttgart bestreitet aus diesem Grund sein nächstes Heimspiel gegen den FC Köln wohl wieder vor leeren Tribünen.

Sollten Geisterspiele wieder zur Gewohnheit werden, droht bei den Schwaben wieder eine Kohle-Krise und somit auch ein erneuter Gehaltsverzicht bei den Profis. Für den Sportvorstand des VfB Stuttgart, Thomas Hitzlsperger sind die hohen Spielergehälter ohnehin nicht mehr zeitgemäß. Erst vor wenigen Tagen hatte der ehemalige Nationalspieler eine Gehaltsobergrenze gefordert.

VfB Stuttgart: Hitzlsperger warnt vor Fan-Verlust

In der Sendung „SWR Sport“ legte der Ex-Profi nach: „Wenn Spieler 20 Millionen verdienen, ist das sehr sehr viel Geld und nicht mehr vermittelbar. Wenn wir über Ablösesummen von 200 oder noch mehr Millionen Euro sprechen, werden sich die Leute abwenden vom Fußball.“

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Stattdessen müsse es im Interesse des VfB Stuttgart und der anderen deutschen Vereine sein, „dass die Leute ins Stadion gehen und dass sie Freude haben an dem, was sie sehen“. Es müsse stattdessen ein Wettbewerb geboten werden, von dem die Fans nicht wissen, wie er ausgeht.

VfB Stuttgart: Hitzlsperger bezieht Stellung - Klartext zur Gehaltsobergrenze

Erstmeldung vom 16. Oktober: Das die Fußball-Vereine in Zeiten von Corona mit großen finanziellen Schieflagen zu kämpfen haben ist zu Beginn des Jahres deutlich geworden. Auch der VfB Stuttgart musste sich auf die anstehende Kohle-Krise einstellen. Neben der Jagd nach Transfer-Schnäppchen stand auch der Gehaltsverzicht bei Profis und Verantwortlichen sowie Zeitarbeit auf dem Programm.

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Nachdem im August weitere Geisterspiele drohten zum Liga-Start, kam das Thema Gehaltsverzicht erneut auf den Tisch. Was in der Zeit klammer Kassen auch immer wieder angesprochen wird, ist die Gehaltsobergrenze im Profi-Fußball. Jetzt hat sich Thomas Hitzlsperger zu diesem Mittel der Regulierung geäußert. Und der Vorstandsvorsitzende des VfB Stuttgart hat im „Sandra Maischberger Podcast“ eine klare Meinung dazu.

 Eine gewisse Regulierung würde dem Ganzen guttun

Thomas Hitzlsperger, Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart

Hitzlsperger: „Ich finde es gut, ich würde es befürworten, dass nicht mehr so viel bezahlt wird. Die aktuellen Summen, die die Spieler bekommen, überhaupt wir alle, die dabei sind, sind schon extrem hoch. Eine gewisse Regulierung würde dem Ganzen guttun.“

VfB und Co. und das Vorbild aus der USA

In der National Football League (NFL) und der National Basketball League (NBA) gibt es mit dem Salary Cap bereits eine Obergrenze für die Spielergehälter der Klubs. Seit einigen Jahren kommt wegen der immer höheren Gehälter und Ablösesummen auch in Europa die Forderung nach einer Gehaltsobergrenze im Profi-Fußball auf. Eine echte Alternative ist es für den VfB Stuttgart und die anderen Vereine bisher aber nicht.

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Und auch der VfB-Boss macht deutlich: „Man muss nur sehen: Das Geld wird trotzdem wieder in den Fußball gehen.“ ABER: Für Thomas Hitzlsperger bleibt es dennoch eine Chance ...denn: „Es gibt eine andere Umverteilung. Und wenn die vernünftig ist, würde ich das sehr begrüßen.“

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