Eine halbe Millionen Euro stand im Raum!

VfB-Boss Hitzlsperger über Kosten für Umstrukturierung: „Summe ist unzutreffend“

VfB Stuttgart
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Auf der Vorstandsebene wird sich einiges verändern beim VfB Stuttgart.
  • Dominik Jahn
    vonDominik Jahn
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VfB Stuttgart: Thomas Hitzlsperger mit deutlichen Aussagen zum Prozess der Umstrukturierung im Verein.

  • Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger über drohenden Gehaltsverzicht.
  • Sportdirektor Sven Mislintat ist noch bis Juni 2021 beim VfB Stuttgart.
  • Hitzlsperger möchte den Vertrag mit Mislintat verlängern.

VfB Stuttgart: Hitzlsperger nimmt Stellung zu Kosten für Umstrukturierung

Update vom 2. November: Bereits Mitte Oktober (Update 14. Oktober) hat sich Thomas Hitzlsperger zur drohenden Rückstufung von Führungskräften beim VfB Stuttgart geäußert. 20 sogenannten Bereichsleitern sollen davon betroffen sein. Dem VfB-Boss geht‘s um verbesserte Strukturen beim Aufsteiger.

Der Fast-Abflug beim VfB: Mislintat spricht über Gonzalez Abschieds-Interview im Sommer

Bei bild.de spricht Thomas Hitzlsperger jetzt erneut über die Neu-Strukturierung und die Gründe für diesen Prozess und nimmt dabei auch den Datenskandal als Vorlage: „Meine Aufgabe ist es, zu schauen, was besser werden kann. Der Daten-Vorfall liegt ein paar Jahre zurück, aber wir sind in der Pflicht, die Aufarbeitung zu leisten.“

Über ein mögliches Problem mit langjährigen Seilschaften und Absprachen im Verein, geht er offensiv an: „Das versuche ich herauszufinden und gleichzeitig täglich vorzuleben, dass mir Offenheit und Ehrlichkeit wichtig sind. Der erste Ansatz ist, die Struktur anzupassen.“

Diese Summe ist nicht zutreffend

Thomas Hitzlsperger, Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart

Das der gesamte Prozess beim VfB Stuttgart von einer Personalberatung begleitetet wird und rund eine halbe Millionen Euro verschlingen soll, möchte der VfB-Boss dabei nicht bestätigen: „Diese Summe ist nicht zutreffend.“ Allerdings erklärt er, dass das Vorhaben trotz Corona „sehr gut vorangekommen und kurz vor Abschluss“ stehe. Hitzlsperger: „Zehn Direktoren-Posten werden es am Ende sein. Der VfB ist über die Jahre stetig gewachsen. Struktur und Prozesse konnten dann aber nicht mehr in Einklang gebracht werden. Dort setzen wir an.“

Für Hitzlsperger ist es wichtig gut durch die Corna-Krise zu kommen und den Verein auch für die Zukunft gut aufzustellen. Dabei spricht er auch offen über die Lockdown-Folgen und geht das Thema Insolvenz an.

VfB Stuttgart: Thomas Hitzlsperger äußert sich möglichem Gehaltsverzicht

Update vom 19. Oktober: Sportlich läuft der VfB Stuttgart aktuell auf Hochtouren. Der Start in die Bundesliga ist gelungen. Der 2:0-Sieg bei Hertha BSC Berlin vergoldet den Punktgewinn gegen Bayer Leverkusen und bringt dem Aufsteiger nach vier Spieltagen sieben wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Doch abseits des Feldes wird‘s wieder kritisch!

Die Zuschauerzahlen in den Stadien sinken wieder, die aktuelle Corona-Lage sorgt für verschärfte Regeln. Bereits gegen den 1. FC Köln gibt‘s beim VfB Stuttgart ein nach aktuellem Stand ein Geisterspiel. Begegnungen ohne Zuschauer bedeuten wieder einen enormen finanziellen Schaden.

VfB Stuttgart: Zuschauerzahlen im Vergleich - Fans wo und wie viele?

Das Thema Gehaltsverzicht ist damit auch beim VfB Stuttgart wieder zurück auf dem Tisch. In der Sendung SWR Sport erklärt Thomas Hitzlsperger: „Alle haben bisher mitgezogen. Aber wir haben auch gesagt, wenn die Pandemie länger anhält, wenn wir keine Zuschauer im Stadion haben, werden wir nochmals sprechen müssen.

Bereits im März musste der VfB den Profis einem Teil der Kohle streichen. Damals, so macht der VfB-Boss deutlich, wurde den Spielern offengelegt, wie viel Geld fehlen wird, welche Einnahmen wegfallen. JETZT droht die nächste Streichung auf dem Gehaltsscheck. Hitzlsperger: „Wir müssen schauen, was notwendig ist, können wir so weitermachen und welche Maßnahmen müssen wir ergreifen, damit wir auch wirtschaftlich durch die Krise kommen.“ ABER: „Das betrifft uns alle, das wird auf uns zukommen.“

Den im Juli beantragen Kfw-Kredit würde Thomas Hitzlspeger unter keinen Umständen für Spielergehälter verwenden: „Kfw soll dazu dienen, uns bei den Einnahmen-Ausfälle die wir haben - wir haben ein besonders großes Stadion haben und viele Einnahmen durch Zuschauer erzielen - zu helfen.“

Zuletzt hat sich der Vorstandsvorsitzende des VfB Stuttgart auch zu einer Gehaltsobergrenze im Fußball geäußert und dabei eine ganz klare Stellung bezogen. Und auch auf der Führungsebene des Aufsteigers sorgt Hitzlsperger für neue Strukturen, die auf lange Sicht nicht nur die Arbeit erleichtern werden, sondern wohl auch Kosten sparen könnten (Erstmeldung vom 14. Oktober).

Hitzlsperger zu Mislintat: Erst Mega-Lob, dann neuer Vertrag beim VfB Stuttgart?

Update, 15. Oktober: VfB-Vorstandboss Thomas Hitzlsperger setzt bei den Schwaben den Rotstift an. Vor allem Führungskräfte stehen aktuell im Visier (Erstmeldung 14. Oktober). Anders sieht es für Sportdirektor Sven Mislintat aus.

VfB Stuttgart gegen Hertha BSC Berlin: So gibt‘s die Partie live im TV und Stream

Der Sportdirektor ist seit April 2019 beim VfB Stuttgart im Amt und hat einen Vertrag bis Juni 2021. Er lotste viele Talente zum VfB Stuttgart und sorgt so für den aktuellen Bubi-Sturm aus Silas Wamangituka, Sasa Kalajdzic und Mateo Klimowicz. Hitzlsperger: „Ich bin sehr froh, dass er da ist und wünsche mir auch, dass er noch lange bei uns bleibt.“ - MEGA-Lob für Mislintat

Sven Mislintat ist seit April 2019 beim VfB Stuttgart.

Der Aufstieg und der gute Start in die Bundesliga haben die Arbeit von VfB-Boss und Kader-Macher deutlich erleichtert. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärt Hitzlsperger: „Das Schöne ist für mich zunächst, dass die anfängliche Kritik an unserer sportlichen Ausrichtung verstummt ist. Das beste Argument, was wir liefern konnten, ist so eine hungrige Mannschaft mit einem Trainer, der perfekt zu ihr passt.“

Für Hitzlsperger ist definitiv klar: Mislintat MUSS länger bleiben! „Ich habe erst Dienstag mit ihm darüber gesprochen. Er kennt meine Meinung. Ich denke, dass er sehr gut zu uns passt – und das nicht nur für zwei Jahre, sondern länger.“ Ob es bereits jetzt zu einer Verlängerung kommt bleibt abzuwarten. Immerhin läuft der aktuelle Vertrag auch noch einige Monate.

Am Samstag (15.30 Uhr/Im Live-Ticker) darf sich die Youngster-Truppe des VfB Stuttgart erstmal wieder gegen Hertha BSC Berlin beweisen. Einer der Routiniers hat dafür schon mal eine klare Ansage gemacht!

Es hat sich viel getan beim Aufsteiger. Der Kader des VfB Stuttgart wurde in den vergangene Monaten umgebaut. Und Thomas Hitzlsperger hat eine weitere Streichliste auf dem Tisch liegen. Der Vorstandsvorsitzende nimmt die Führungskräfte ins Visier.

Wie die Bild-Zeitung schreibt, hat der VfB-Boss die Personalberatungs-Agentur Egon Zehnder beauftragt eine angestrebte Neuausrichtung in der Führung der VfB AG in Schwung zu bringen.

Beim VfB Stuttgart droht Führungskräften eine Rückstufung

Erstmeldung vom 14. Oktober: Laut dem Bericht auf bild.de läuft der Vorgang bereits „seit über einem halben Jahr“. Worum geht‘s? Von insgesamt 20 sogenannten Bereichsleitern sollen am Ende zehn zu Direktoren werden, dem droht eine Rückstufung. Die leitende Funktion ist dann futsch. Kündigungen soll es demnach aber nicht geben.

Bei den Führungskräften wird sich einiges verändern beim VfB Stuttgart.

Für die Beteiligen keine schöne Angelegenheit. Auch Thomas Hitzlsperger ist sich der Situation bewusst. Der 38-Jährige strebt aber nach effizienteren Strukturen : „Es wird Enttäuschungen geben. Aber wir wollen in der zweiten Führungsebene effizienter werden. Wir möchten schnelle Entscheidungswege, klare Zuständigkeiten.“

Auf weniger Geld müssen sich die Zurückgestuften aber nicht einstellen. Die bestehenden Verträge werden in diesem Punkt nicht verändert.

VfB Stuttgart im Datenskandal und auf dem Zukunftsweg

Eine weitere große Baustelle abseits des sportlichen Bereichs ist beim VfB Stuttgart der Datenskandal. Der Verein hat sich jetzt zur geplante Vorgehensweise geäußert.

Mit dem sportlichen Weg ist man in Stuttgart zufrieden. Sportdirektor Sven Mislintat hat die aktuelle Situation in der Liga zuletzt eingeordnet und dabei erklärt warum die 13 für den VfB wie die 1 ist.

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