Der Transfer-Etat ist dramatisch geschrumpft

VfB plant mit Spar-Verstärkungen: Hitzlsperger über die Kohle-Krise!

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VfB Stuttgart: Wegen des Coronavirus hat auch der Fußball den Spielbetrieb vorübergehend eingestellt. Für den VfB drohen nun Verluste in Millionenhöhe.

• Hitzlsperger erklärt die Kohle-Krise des VfB.
VfB Stuttgart drohen Verluste in Millionenhöhe.
• Spiele wurden wegen des Coronavirus vorerst verlegt.

VfB Stuttgart braucht Spar-Verstärkungen: Hitzlsperger erklärt die Kohle-Krise

Update vom 6. Juli: Schon zu Beginn der Corona-Krise war schnell klar, die Fußball-Klubs werden mit Finanz-Problemen zu kämpfen haben. Beim VfB Stuttgart war die Rede von 20 Millionen Euro (Erstmeldung 16. März), die dem Verein verloren gehen werden. Jetzt hat sich VfB-Boss Thomas Hitzlsperger über die aktuelle Lage nach dem Aufstieg geäußert.

Thomas Hitzlsperger ist froh über den Aufstieg, kennt aber die schwierige Lage des VfB Stuttgart. 

Die Kohle-Krise bleibt beim VfB Stuttgart ein Thema - auch nach dem Aufstieg! Im Kicker-Interview macht der Vorstandsvorsitzende klar: "Wir sind auf keinen Fall über den Berg. Der Aufstieg ist sportlich eine super Sache. Aber finanziell hat sich nicht viel verändert." 

Fakt ist: Auch wenn bereits der neue TV-Vertrag ausgehandelt wurde, so stehen laut Hitzlsperger "bereits nächste Saison geringere finanzielle Mittel zur Verfügung als ursprünglich angenommen". Und damit ist klar: "Wir wissen nicht, wann wieder Zuschauer ins Stadion dürfen. Uns brechen die Einnahmen weg. Wirtschaftlich sind wir weiterhin in einer angespannten Lage." 

Gegenüber bild.de wird der 38-Jährige etwas präziser. DerTransfer-Etat ist deutlich geschrumpft, Planungen sind weiter schwer für den VfB Stuttgart. Und wie viel Kohle fehlt? "Erheblich. Und es gibt immer wieder neue Finanzzahlen, da wir uns in einer dynamischen Lage befinden. Laufend verändern sich die kalkulierenden Einnahmen. Unser Transfer-Etat reduziert sich um einen zweistelligen Millionen-Betrag." Die Bild-Zeitung geht von rund 25 Millionen Euro aus.

VfB Stuttgart bereit für die Zukunft? Transfergerüchte, Kader-Planung, News

Heißt für Sportdirektor Sven Mislintat, er muss dem Spar-Verstärkungen besorgen auf dem Transfermarkt. Hitzlsperger: "Wenn jemand mit so einer schwierigen Situation umgehen kann, dann ist er das. Ich bin sehr froh, dass er bei uns ist." Auch Trainer Pellegrino Matarazzo setzt auf "gute Entscheidungen"!

Passend dazu hat der Kader-Macher jetzt darüber gesprochen, gar keinen Gomez-Ersatz zu holen und dafür Leih-Rückkehrer Erik Thommy einzuplanen! Bei Abwehr-Mann Waldemar Anton hofft man darauf die Ablösesumme niedrig zu halten, Kevin Stöger von Fortuna Düsseldorf wäre ablösefrei auf dem Markt und auch sonst behält Sven Mislintat gerne mal entwicklungsfähige Talente im Blick - Yusuf Demir von Rapid Wien oder ein England-Juwel von Stoke City

VfB Stuttgart: Coronavirus hat Millionen-Verluste zur Folge

Erstmeldung vom 16. März: Der Coronavirus hat weitreichende Folgen für den Alltag - auch beim VfB Stuttgart. Denn dem Fußball-Zweitligisten drohen durch die Folgen des Coronavirus Verluste in Millionenhöhe. Dass die Gesundheit vorgeht, merkt man auch an VfB-Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger, der sich am Wochenende nach dem letzten Training beim VfB Stuttgart äußerte undkein Wort über Finanzen verlor.

Aber: Dennoch wird Hitzlsperger im Hinterkopf haben, was auf den VfB zukommt. Laut "Bild.de" sind es Verluste von rund 20 Millionen Euro. Demnach sollen alleine durch die fehlenden TV-Einnahmen rund sieben Millionen Euro fehlen, was der größte Posten ist. Einnahmen durch Sponsoren, den Business-Bereich und das Ticketing kommen dazu. 

Der VfB Stuttgart muss die fehlenden Einnahmen hinnehmen, wie auch alle anderen Vereine. Darunter sind sicher auch Clubs, denen es finanziell schlechter geht als dem VfB. Für alle gilt jedoch: Das Allgemeinwohl steht über allem. Hitzlsperger: "Ich finde, dass der Fußball genau das zu tun hat, was die Bevölkerung auch tut: nach Hause zu gehen und große Ansammlungen zu vermeiden." Während Hitzlsperger Notfallpläne erstellen wird und die Mannschaft individuell trainiert, wird die DFL am Montag gemeinsam mit den Vereinen über die nahe Zukunft sprechen. 

Rubriklistenbild: © dpa

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