Wird der Nachwuchs richtig einschlagen?

Mislintat: Das erwartet er von den jungen VfB-Talenten

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Sven Mislintat ist erst seit kurzer Zeit Sportdirektor des VfB Stuttgart.
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In der vergangenen Saison ging die Arbeit mit Borna Sosa und Nicolas Gonzalez gründlich in die Hose. 

+++Update 11. Juli, 15 Uhr +++

Der VfB Stuttgart bereitet sich auf die Zukunft vor. Damit es bald wieder in die Bundesliga geht, haben die Kaderplaner des Bundesliga-Absteigers nicht nur Talente aus der eigenen Jugend im Visier.

In dieser Transferperiode hat der VfB Stuttgart schon vier vielversprechende junge Spieler von anderen Klubs verpflichtet: Tanguy Coulibaly (18, zuletzt Paris Saint-Germain U19), Mateo Klimowicz (19, zuletzt Instituto Córdoba), Sasa Kalajdzic (22, zuletzt FC Admira Wacker Mödling) und Maxime Awoudja (21, zuletzt FC Bayern München II). Alle sind derzeit im Schweizer Trainingslager des VfB Stuttgart in St. Gallen mit dabei und bereiten sich auf die Saison vor, die am Freitag, 26. Juli, beim Heimspiel gegen Hannover 96 beginnt.

VfB Stuttgart: Junge Talente bald Stammspieler

Nun hat sich VfB-Sportdirektor Sven Mislintat geäußert und erklärt, was er von den neuen Talenten im Team des VfB Stuttgart erwartet. Laut Stuttgarter Zeitung erklärte er: "Wir trauen allen vier zu, für den VfB einmal eine Rolle als Stammkraft zu spielen. Doch sie sind aktuell die Herausforderer, sie sind jung – und sie sollen lernen."

Wichtig sei dabei, dass den Talenten genügend Zeit zur Entwicklung bleibt. In der vergangenen Saison lastete auf den Schultern der damals neuen Jungen Borna Sosa und Nicolas Gonzales aufgrund der Verletzung von Leistungsträgern sehr früh eine große Last. Und das ging gründlich in die Hose.

+++ Update 11. Juli, 7.30 Uhr +++ Mislintat führt entscheidende Veränderung beim VfB ein

Wer weg wollte und einen Klub mit dem nötigen "Kleingeld" gefunden hatte, der konnte in der Vergangenheit den VfB Stuttgart nur allzu häufig leicht verlassen. Schuld daran waren Ausstiegskklauseln in den Verträgen der Spieler. Jüngstes Beispiel: Ozan Kabak. Gerade einmal 15 Millionen musste nach dem Abstieg für das Mega-Talent bezahlt werden. 

Genau das soll es in Zukunft nicht mehr geben. Sportdirektor Sven Mislintat hat deshalb ein klares Zeichen gesetzt und strich diese Klauseln. Alle Spieler, die im Sommer neu kamen und in Zukunft kommen sollen, müssen demnach auf Klauseln verzichten, die im Zusammenhang mit der Ligazugehörigkeit des VfB stehen.

In 60 Tagen zum VfB-Aufstiegs-Kader? Das sind die Planungs-Probleme

Mislintat erklärt in der Bild-Zeitung: "Wir wollen nicht in die Situation kommen, dass jemand vom Nicht-Aufstieg profitiert." Dazu möchte der Sportboss verhindern, dass die Mannschaft im nächsten Sommer auseinanderfällt, wenn das große Ziel doch nicht erreicht wird. Mislintat: "Wir wollen immer selbst agieren. Das ist unser Credo."

+++ Update, 10. Juli +++ Direkter Aufstieg ist das Ziel

Beim"VfB im Dialog"-Gespräch in der Mechatronik Soccer Lounge in der Mercedes-Benz-Arena findet Sportdirektor Sven Mislintat klare Worte mit Blick auf den aktuellen Schwaben-Kader: "Wir haben eine sehr, sehr gute Gruppe gebaut mit den neuen und verbliebenen Spielern."

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat: Der direkte Aufstieg ist das Ziel

Um das klare Ziel der kommenden Saison macht Mislintat kein Geheimnis: Es geht um nicht weniger als den direkten Aufstieg in die 1. Bundesliga. Doch zu unterschätzen ist diese Aufgabe auf keinen Fall. Mislintat: "Es kann sein, dass du eine gute Saison spielst und nicht aufsteigst. Die Konkurrenz ist sehr stark."

Der konkurrenzfähige Kader ist bei den Schwaben also da - das Selbstbewusstsein offensichtlich auch. Bleibt die spannende Frage, wie erfolgreich sie ihr Ziel des direkten Aufstiegs in der kommenden Saison wirklich umsetzen können.

+++ Update 4. Juni +++ Sven Mislintat beim VfB - Warum? "Brutaler Klub", "Riesenaufgabe"

Er ist nicht der Typ für halbe Sachen: Sven Mislintat. Anfang April wurde bekannt, dass der 46-Jährige vom FC Arsenal als Sportdirektor zum VfB Stuttgart wechselt. Und der frühere Dortmunder Chefscout bereut den Schritt NICHT - auch nach dem Abstieg!

Sven Mislintat: "Die Geschichte mit mir und dem VfB Stuttgart ist eine längere. Es gab den ersten Kontakt schon 2017." VfB-Präsident Wolfgang Dietrich fragte ihn damals, ob er sich vorstellen könnte den BVB zu verlassen. "Die Idee des VfB hat mich schon immer fasziniert."

VfB Stuttgart: Sommer-Transfergerüchte und aktuelle News

Und dann wurde es konkreter mit Mislintat und dem VfB Stuttgart. "Als Wolfgang mir dann die Idee mit Thomas Hitzlsperger präsentierte, dachte ich mir: 'Wow, hier kann richtig was entstehen'." Trotz aller Euphorie über die Aufgabe beim schwäbischen Traditionsverein, der neue Sportdirektor behält einen klaren Blick: "Die Wahrheit ist auch, dass es eine große Krise gibt. Abstieg hört sich knallhart an, aber er bietet auch die Chance neu aufzubauen."

UND: "Es ist eine Riesenaufgabe, so einen Klub wie den VfB Stuttgart wieder dahin zu bringen, wo er mal war. Und, Es gab auch keinen in meinem Umfeld, der gesagt hat: 'Mach's bloß nicht.' Eher wurde gesagt: 'Brutaler Klub'."

Berthold rät dem VfB: So sollte der Neustart aussehen

In den kommenden Tagen wird Sven Mislintat zusammen mit VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlspreger weiter am neuen Kader des VfB Stuttgart feilen. Seit Dienstag laufen die Gespräche mit den Spielern des Abstiegs-Kaders. Mario Gomez, Christian Gentner und Co. gelten als Wackelkandidaten bei den Schwaben. Wenig Chancen werden die Schwaben bei ihrem türkischen Abwehr-Juwel haben. Bei Ozan Kabak klopfen die großen Top-Teams an.

+++ Ursprungsartikel 2. Juni +++  VfB-Sportdirektor Sven Mislintat: ER ist das Vorbild für seine Arbeit!

Sonntag in Stuttgart: Der VfB Stuttgart trifft sich zur Presserunde mit Journalisten. Es geht um die Diskussionen um Präsident Wolfgang Dietrich. Es geht um die Finanzen des VfB in Liga zwei. Es geht um den möglichen Abschied von Spielern wie Kapitän Christian Gentner. Mit dabei: VfB-Sportdirektor Sven Mislintat.

Zur gleichen Zeit an einem anderen Ort: Eine lange Partynacht geht zu Ende - wahrscheinlich vorerst, denn: Liverpool hat die Champions League gewonnen. Die Feierlichkeiten sind vermutlich noch nicht abgeschlossen. Mit dabei: Jürgen Klopp, der Mentor von Sven Mislintat. 

VfB-Sportdirektor Mislintat will sich an Liverpool-Coach Klopp orientieren

Zwei völlig unterschiedliche Ereignisse, zwei völlig verschiedene Stimmungslagen, zwei unterschiedliche Personen - aber: Es gibt eine Gemeinsamkeit. Die erfolgreiche und lehrreiche Vergangenheit! Denn: Der neue Sportdirektor Sven Mislintat will sich bei seiner Arbeit für den VfB Stuttgart auch an seinem Mentor Jürgen Klopp orientieren. Mislintat bei der Presserunde: "Es ist eine Riesenaufgabe, so einen Club wie den VfB wieder dahin zu bringen, wo er mal war." 

Aber was für wunderbare Geschichten möglich seien, sehe man "an einem meiner Mentoren, Jürgen Klopp, der gestern nach dreieinhalb Jahren Arbeit mit dem FC Liverpool den großen Titel gewonnen hat". Mislintat und Klopp hatten von 2008 bis 2015 gemeinsam bei Borussia Dortmund gearbeitet.

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