Sieg mit Tugenden aus Liga zwei

VfB Stuttgart auf Kurs: Die Freuden des Sven Mislintat

VfB Stuttgart: Sportdirektor Sven Mislintat hat zur Zeit viel Grund zur Freude.
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VfB Stuttgart: Sportdirektor Sven Mislintat hat zur Zeit viel Grund zur Freude.
  • Dominik Jahn
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Sven Mislintat hat wieder allen Grund zur Freude beim VfB Stuttgart. 

• VfB Stuttgart freut sich über Auftritt seiner Talente.  
• Sportdirektor Mislintat begeistert von der VfB-Jungspund-Truppe.
• Sven Mislintat freut sich über die Art und Weise, mit der der VfB Stuttgart in Bochum gewann.

VfB Stuttgart wieder in Spur! Die Freuden des Sven Mislintat

Update, 20. Februar: Beim VfB Stuttgart gibt es aktuelle jede Menge Grund zur Freude. Vier Spiele, zehn Punkte in der Rückrunde. Ein respektabler Auftritt im Pokal, der mit einer knappen Niederlage endete. Erster Auswärtssieg seit 143 Tagen. Und natürlich die wiedergewonnene Stärke und Souveränität. Sportdirektor Sven Mislintat freute nach dem Sieg in Bochum (1:0) jedoch weniger das Offensichtliche. 

Vielmehr war es die Art und Weise, auf die der VfB gewann - Mislintat: "Mich freut unheimlich, dass wir das Spiel mit den Tugenden, die du in der zweiten Liga brauchst, gewonnen haben. Wir haben alles reingehauen und gefightet." Ein schönes Spiel war der Montagskick in Bochum nicht. AberSieg ist Sieg - oder wie Pascal Stenzel sagte: "Ein dreckiger 1:0-Sieg, den wir mitnehmen." 

Matchwinner war nicht nur Hamadi Al Ghaddioui, der den Siegtreffer erzielte, sondern auch die Abwehr. Mislintat: "Wir haben ihre sehr guten Standards sehr gut verteidigt. Das ist eine echte Waffe. Sie bringen viel Größe mit." Keine Kritik also? Nicht ganz. Mislintat: "Wenn wir es in letzter Konsequenz in der zweiten Halbzeit besser spielen, können wir es früher entscheiden." So war es eben eine Zitterpartie bis zum Schluss. Ausruhen kann sich der VfB Stuttgart darauf jedoch nicht. Schon am kommenden Wochenende will das Team von Pellegrino Matarazzo eine Serie knacken, die 17 Trainer vor ihm nicht erreicht haben. 

VfB Stuttgart erfreut sich an seinen Jung-Profis: Sven Mislintat sieht gute Zukunft

Update vom 6. Februar: Raus aus dem DFB-Pokal ...aber rein in eine rosige Zukunft mit starken Talenten? Trotz der Pleite im Pokal gegen Bayer Leverkusen hat der VfB Stuttgart eine erfreuliche Erkenntnis gewonnen.

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Gegen den Bundesligisten stand beim VfB Stuttgart eine Truppe mit einem Altersdurchschnitt von 23,8 Jahre. In der Schlussphase sogar nur 22,1 Jahre. Besonders Lilian Egloff aus der eigenen U19 mit gerade einmal 17 Jahren stach dabei heraus. Er wurde durch seinen Einsatz zum zweitjüngsten Profidebütanten in der Geschichte des VfB Stuttgart. Dazu kamen noch Mateo Klimowicz (19), Silas Wamangituka (19) und Last-Minute-Neuzugang Clinton Mola (18).  

Für Trainer Pellegrino Matarazzo ist die Jungspund-Truppe gar kein großes Thema, wie er auf der Homepage des VfB Stuttgart erklärt: "Das war aus meiner Sicht nicht mutig. Das haben sie in der Vorbereitung und im Training gezeigt, dass sie zu solchen Leistungen auf diesem Niveau fähig sind."

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Einen wahren Jubel-Sturm löste die Jungspund-Truppe aber bei VfB-Sportdirektor Sven Mislinatat aus. Bei kicker.de sieht sich der 47-Jährige im Verjüngungskurs der Mannschaft bestätigt: "Das ist das, was wir immer sagen: Die Jungs werden nicht von heute auf morgen alle funktionieren. Sie brauchen Zeit, um anzukommen. Aber jetzt ernten wir."

… Youngster Roberto Massimo bekam ein fettes Extralob von Mislintat. Der 19-Jährige stand 60 Minuten in der Abwehr auf dem Platz.

Vor wenigen Tagen erst (Update 4. Februar) übte Sven Mislintat noch deutliche Kritik an deutschen Talenten. Ihre französischen Kollegen seinen "hungriger", erklärte er.

VfB Stuttgart: Mislintat übt Kritik am deutschen Nachwuchs - Franzosen-Talente "hungriger"

Update vom 4. Februar: Der VfB Stuttgart bereitet sich aktuell auf das Spiel im DFB-Pokal gegen Bayer Leverkusen vor (Mittwoch, 18.30 Uhr). Im Vorfeld der Partie schwärmt Sportdirektor Sven Mislintat vom Einsatzwillen der französischen Nachwuchs-Kicker...wie auch Tanguy Coulibaly vom VfB.

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Für Sven Mislintat bringen die französischen Talente eine enorme Leistungsbereitschaft mit. Für den 47-Jährigen Kader-Macher des VfB Stuttgart auch mehr, als die deutschen Jung-Profis. Gegenüber stuttgarter-nachrichten.de erklärt er: "Bei diesen Spielern spürt man großen Hunger auf Erfolg und den unbedingten Willen, nach oben zu kommen."

Für das Franzosen-Talent des VfB, hat Sven Mislintat daher auch viel Lob parat. Mit Tanguy Coulibaly haben die Schwaben in einen Hoffnungsträger für die kommenden Jahre investiert: "Er ist einer unserer Pfründe für die Zukunft."

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Mit der leisen, aber doch deutlichen Kritik an der Einstellung der deutschen Talenten, zeigt sich der Sportdirektor des VfB Stuttgart Sven Mislintat auch besorgt über die Nachwuchskonzepte. In Frankreich werde verstärkt die Individualität gefördert und auf die Ausbildung der Persönlichkeit der jungen Profis geachtet.

VfB-Sieg-Druck war groß: Mislintat ist erleichtert und mahnt zur Euphorie-Vorsicht!

Update vom 30. Januar: Erstes Spiel des VfB Stuttgart unter Trainer Pellegrino Matarazzo. Erster Sieg! 3:0 gegen den FC Heidenheim! Für Sven Mislintat und den VfB ein wichtiger Erfolg. Die drei Punkte bringen Ruhe.

Nach der Partie erklärt der Sportdirektor des VfB Stuttgart erleichtert: "Es tut natürlich immer gut...unabhängig vom Trainerwechsel. Nach einer Winterpause weiß man nie, wo man steht." Der Erfolgsdruck mit neuen Coach war dennoch spürbar. Mislintat: "In diesem Punkt natürlich doppelt wichtig."

VfB Stuttgart: Winter-Transfergerüchte und aktuelle News

Und der 47-Jährige macht deutlich, der dritte Platz in der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga macht dem VfB Stuttgart das Leben schwer - dazu eben die Walter-Entlassung: "Du stehst auf dem Prüfstand, wenn du Dritter bist und so eine Entscheidung triffst...von Tag eins an." Daher atmet Sven Mislintat erstmal durch und mahnt aber auch zur Euphorie-Vorsicht: "Umso schöner, dass es so aufgegangen ist....aber es ist das erste Spiel."

Und damit liegt er auf einer Wellenlänge mit Trainer Pellegrino Matarazzo. Der Coach fand nach dem Sieg gegen Heidenheim durchaus kritische Worte: "In der zweiten Hälfte hatten wir zunächst nicht so den Zugriff."

VfB Stuttgart: Zwischen Erwartungshaltung und Aufbruchstimmung

Update vom 29. Januar: Geduld, keine Geduld. Geduld, keine Geduld. Beim VfB Stuttgart ist es ein Wechselbad der Gefühl, wenn es um das Thema Entwicklung und Umbau geht. Denn: SportdirektorSven Mislintat fordert nun Geduld beim Umbau des Zweitliga-Aufstiegskandidaten VfB Stuttgart. 

Geduld, die der VfB mit seinen Trainern nicht hat. Mislintat gegenüber dem "Spiegel": "Wenn ein Verein zehn Jahre eine solche Talfahrt hatte, mit zwei Abstiegen in den vergangenen vier Jahren, kannst du nicht erwarten, dass man das in einer Sommer-Transferperiode korrigiert.

VfB Stuttgart: Walter und Matarazzo sind Bestandteile des Umbaus

Rückblickend betrachtet war Tim Walter sicher auch ein Bestandteil dieses Umbaus, musste letztlich jedoch gehen. Nun darf Pellegrino Matarazzo sich beweisen - am Mittwoch gegen Heidenheim zum ersten Mal als Cheftrainer in einem Pflichtspiel. Der Auftakt ist schonmal gelungen.

Mislintats Worte sind durchaus gerechtfertigt, schließlich wurde in der Vergangenheit sicher nicht alles richtig gemacht. Aber: Ein Umbau ist ebenfalls eine Entwicklung, gleichzeitig wird der Aufstieg über die Entwicklung gestellt, wodurch die Geduld beim Umbau wiederum am seidenen Faden hängt. 

VfB Stuttgart: Umbau wird intensiv vorangetrieben

Immerhin: Der Umbau wird von Mislintat und Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger vorangetrieben - obwohl bewusst war, dass es "ein Ritt auf der Rasierklinge ist, dem Anspruch gerecht zu werden, dem sich der VfB Stuttgart stellen muss und an sich selbst haben sollte: nämlich aufzusteigen." Vor jungen Neuzugängen scheut sich der VfB nicht. Der Weg für die Zukunft scheint also klar.

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