Null Punkte für die Schwaben

Sturmtief Dragi fegt den VfB Stuttgart weg

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In der Arena ging es gestern stürmisch zu zwischen Borussia Dortmund und dem VfB Stuttgart.
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Fast hätte nicht nur die BVB-Offensive gegen die Schwaben getroffen.

Dass den VfB Stuttgart gestern Nachmittag in Dortmund ein gnadenloser Sturm erwartet, wussten alle schon vor dem Spiel. Neben den bekannten Marco (Reus), Jaden (Sancho) und Paco (Alcacer) machte dem VfB im Signal-Iduna-Park aber vor allem das Sturmtief Dragi zu schaffen.

Borussia Dortmund: Auch Sturmtief Dragi sorgt für Wirbel

Allein der Anblick von Gonzalo Castro machte klar: Es war kein angenehmes Spiel. Und das nicht nur, weil der VfB mit null Punkten aus dem Stadion nach Hause geschickt wurde und am Ende mit einem 1:3 die Heimreise antreten musste. Der 1,71 Meter große Mittelfeldspieler zitterte noch 20 Minuten nach Abpfiff wie Espenlaub, die Haare immer noch klatschnass. Für den meisten Wirbel im Spiel sorgte nämlich nicht der furiose BVB-Sturm, sondern das Sturmtief, das mit bis zu 120 Stundenkilometern durch die Arena fegte und den Fans regelmäßig Plastikbecher ins Gesicht wehte.

Flatternde Bälle zwischen Borussia Dortmund und dem VfB Stuttgart

Trocken ist dabei niemand geblieben, schon gleich gar nicht die Spieler. "Schön war es nicht. Der Wind kam aus allen Richtungen. Es hat zehn Minuten gehagelt und gefühlt gar nicht mehr aufgehört zu regnen. Am Ende waren die Klamotten auch 20 Kilo schwerer", sagte Castro nach dem Spiel. Fast hätte Dragi dem VfBStuttgart sogar ein Tor eingeschenkt.Immer wieder musste Torwart Ron-Robert Zieler aufpassen, dass ihm der glitschige, flatternde Ball nicht durch die Handschuhe rutscht. "Wer einmal in der Nähe des Platzes gestanden hat, hat mitbekommen wie windig es war. Da kam mir zugute, dass ich auch schon in England gespielt habe, da gibt es das öfter", erklärte Zieler nach dem Spiel.

Nach dem schweren Spiel und dem Interview-Marathon galt für Castro nur noch eins: "Jetzt heißt es, sich warm anziehen und nicht erkälten." Ein Satz, der genauso gut auch für den kompletten Verein im Abstiegskampf gelten könnte.

Von Denis Bayer

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