Hitzlsperger äußert sich ähnlich

VfB Stuttgart: Mislintat äußert sich zu Transferplanungen - kommt noch ein Neuzugang?

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VfB Stuttgart: Kader-Macher Sven Mislintat äußert sich zu möglichen Neuverpflichtungen.

• Sven Mislintat über den Transfermarkt der Talente.
• Der VfB Stuttgart setzt weiter auf junge Spieler und Talente.
• Das Transferfenster ist noch eine Weile geöffnet.

VfB Stuttgart: Mislintat äußert sich zu Transferplanungen - kommt noch ein Neuzugang?

Update, 20. September: Der VfB Stuttgart hat den Saisonauftakt und die Bundesliga-Rückkehr hinter sich. Das Fazit: Im Pokal mit Ach und Krach gewonnen, in der Liga nach ordentlichem Auftritt verloren. Anders als sonst, gibt es in dieser Saison jedoch noch Möglichkeiten zu handeln. Denn: Die Transferperiode geht noch bis Anfang Oktober.

Heißt: Der VfB könnte sich noch das ein oder andere Talent, möglicherweise aber auch den ein oder anderen gestandenen Profi in den sonst sehr jungen Kader holen. 

Sportdirektor Sven Mislintat sieht aktuell keinen Bedarf für den VfB Stuttgart nochmal einen Transfer zu tätigen.

Nachdem Thomas Hitzlsperger bei "Sky" in der Halbzeitpause bereits sagte, dass sie Pläne in der Schublade haben, falls noch ein Spieler den VfB Stuttgart verlässt, äußerte sich auch Sportdirektor Sven Mislintat zu möglichen weiteren Einkäufen.

Schlägt der VfB Stuttgart nochmal auf dem Transfermarkt zu? So sieht es Mislintat!

Mislintat sieht erstmal keinen Bedarf und den VfB Stuttgart trotz der Auftaktniederlage gegen Freiburg (2:3) gut gerüstet. Am Sonntag erklärte er, dass aktuell keine weiteren Verpflichtungen geplant seien. Mislintat: "Wenn wir nichts abgeben, dann nicht." 

Selbst wenn noch Spieler den Verein verlassen sollten, werde man erst "bewerten, ob wir genug Alternativen im aktuellen Kader haben" und nur dann externen Ersatz in Betracht ziehen, "wenn er top in diese Gruppe passt und sportlich das, was wir dann verloren haben, zumindest ersetzt", so Mislintat.

Damit widerspricht Mislintat dem Vorstandsboss Hitzlsperger nicht. Denn: Auch der sagte bereits, dass man eventuell reagiert, wenn es aufgrund eines Abgangs nötig sein würde. Mögliche Abgänge sind der verletzte Nicolas Gonzalez und auch für Erik Thommy soll es zuletzt ein Angebot gegeben haben. 

VfB Stuttgart: Mislintat über den Kampf der Klubs! Transfermarkt der Talente

Update vom 19. August: Das der VfB Stuttgart bei der Suche nach Neuverpflichtungen verstärkt nach Talenten umschaut ist inzwischen klar. Sportdirektor Sven Mislintat hat bereits vor der Kohle-Krise durch Corona den Blick auf jungen entwicklungsfähige Spieler gerichtet. Doch inzwischen steckt auch im Kampf um Talente mächtig viel Geld!

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Gegenüber der Sport Bild äußert sich der Kader-Macher des VfB Stuttgart deutlich zu den inzwischen horrenden Summen auf dem Transfermarkt der Talente. Mislintat: "In Sachen Gehalt und Unterschrifts-Bonus sind wir bei diesen absoluten Top-Jungs inzwischen in Dimensionen vorgestoßen, die es vor drei, vier Jahren nicht gab. Dieser Markt ist enorm explodiert." 

Der Grund: Nicht nur kleinere, nicht so finanzstarke Klubs bauen inzwischen auf die jungen Kicker. Die 16- bis 18-Jährigen seien laut Mislintat extrem umworben von vielen Vereinen: "Es ist eindeutig und einfach erkennbar, dass die meisten Clubs dieses Modell als das nachhaltigste für sich entdeckt haben." Für den Sportdirektor des VfB Stuttgart ist klar, es ist "ein knallharter Wettbewerb entstanden". 

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In der Bundesliga seien demnach bereits Dortmund, Leipzig und Gladbach besonders intensiv auf Talente-Suche. Aber auch der Liga-Krösus FC Bayern München schlägt immer wieder zu. 

Beim VfB Stuttgart musste zuletzt mit Holger Badstuber ein Routinier die Segel streichen. Der 31-Jährige flog kurzerhand aus dem Kader und findet sich jetzt in der zweiten Mannschaft wieder. Der Verein möchte seinen Umbruch mit jungen Talenten weiter vorantreiben. Vom Mislintat gab's dazu noch eine kleine Verbal-Sense für Badstuber! 

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Achtung Konkurrenz! Deshalb ist der VfB Stuttgart ein Top-Verein für Talente!

Erstmeldung vom 18. August: Der VfB Stuttgart setzt unter Sportdirektor Sven Mislintat, Vorstands-Boss Thomas Hitzlsperger und Trainer Pellegrino Matarazzo auf eine junge Mannschaft. Ein Team, das sich entwickeln kann, soll es sein. Für eine "fertige" Mannschaft fehlt auch das Geld aktuell, was dem VfB Stuttgart wiederum auch etwas zu Gute kommt. Man ist gezwungen auf junge, hungrige Spieler zu setzen. 

Momo Cissé ist das jüngste Beispiel. Der Transfer des Franzosen kam aus dem Nichts, bei Mohamed Sankoh setzte sich der VfB Stuttgart wohl gegen europäische Top-Klubs wie Juventus Turin oder den FC Chelsea durch. Die Argumente hat Sven Mislintat: Ein Verein im Neuaufbau, ein Team im Umbau, ein Trainer, der Einsatzzeiten an junge Spieler vergibt.

Dem teilweise aufploppenden Vorwurf, eigene Talente zu vergraulen, kann Mislintat getrost widersprechen: "Es ist ja auch nicht so, dass wir nicht eigenen Talenten einen Weg in den Profibereich aufgezeigt hätten. Bei acht Spielern haben wir das getan, aber es wollte ihn eben nicht jeder mitgehen." Per Lockl beispielsweise wechselte stattdessen zu Borussia Mönchengladbach, Nick Bätzner zum belgischen Club KV Oostende.

VfB Stuttgart: So werden junge Talente gefördert!

Lilian Egloff bekam in der letzten Saison seine Einsätze und gilt beim VfB als großes Talent. Er wurde in den Kader integriert - mit Erfolg, bis jetzt! Für Talente wie Luca Mack werden sinnvolle Leihgeschäfte ausgesucht. So spielte Dänen-Talent Niklas Nartey nun eine Saison bei Hansa Rostock in der 3. Liga und darf nun beim SV Sandhausen in Liga zwei ran. Ziel von Mislintat und Co. ist es, "Qualität hinzuzufügen" - klar. Mislintat: "Das geschieht entweder durch Ressourcen-Einsatz oder durch Entwicklung." Wobei beim VfB Stuttgart die Entwicklung an oberster Stelle steht. 

Es fehlt Geld und die Corona-Pandemie ist schuld. Bei einem Transferbudget von fünf Millionen Euro, das durch Verpflichtungen wie Waldemar Anton und Gregor Kobel schon längst überzogen wurde, sind die jungen Wilden in der Pflicht. Sie müssen sich entwickeln und gleichzeitig müssen sie auch die Chance bekommen, sich zu entfalten. Umso bitterer für Clinton Mola, dass er in der Vorbereitung wohl mehrere Wochen verletzt fehlt.

Mislintat sieht die VfB-Talente in diesem Jahr näher dran als in der letzten Saison: "Ein Mateo Klimowicz, Robbie Massimo, Li Egloff, Tanguy Coulibaly und Darko Churlinov sind jetzt ein Jahr weiter, haben den erwarteten Schritt gemacht und dürften demnach näher dran sein als letzte Saison." Worte, die nicht nur den besagten Spielern gefallen dürften, sondern auch ein Zeichen nach Außen sind: DerVfB Stuttgart ist ein guter Verein für junge Spieler.

VfB Stuttgart: Mislintat sieht Bundesliga als Vorteil für Talente!

Hinzu kommt, dass der VfB nun in der Bundesliga spielt und sich mit den besten Teams messen kann. Die Art und Weise des Fußballs verändert sich ebenfalls, denn gegen den VfB Stuttgart wird wahrscheinlich seltener "gemauert". Das kommt wohl auch den Talenten zu Gute - Mislintat: "Sie bringen alle viel Tempo mit. Es dürfte ihnen entgegenkommen, wenn wir nicht mehr so viel Ballbesitz haben und sich stattdessen mehr Räume öffnen sollten."

Sportdirektor Sven Mislintat hat gut Lachen! Der VfB Stuttgart hat einige Talente im Kader.

Der "junge VfB" könnte in der Bundesliga für Furore sorgen. Wenn die richtige Entwicklung da ist und die Erwartungshaltung nicht zu hoch ist. Den Druck versucht Mislintat schon vorab rauszunehmen. Das Ziel ist deutlich formuliert: Klassenerhalt! Außerdem: Die Mischung aus eigenen Talenten und jungen Spielern von Außerhalb, macht den VfB Stuttgart noch interessanter. Es bleibt spannend, ob weitere Talente den Weg nach Bad Canstatt finden.

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

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