Fazit nach dem 1:0-Sieg gegen Bremen

VfB Stuttgart: Ohne Wamangituka, ohne Zug zum Tor?

Tanguy Coulibaly nimmt den Ball an.
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Tanguy Coulibaly hat eine ordentliche Leistung beim VfB gezeigt, aber die Torgefahr vermissen lassen.

Gegen Werder Bremen spielte der VfB Stuttgart geduldig und gewann, aber: Man merkte, wie sehr Silas Wamangituka fehlte.

Wie sehr fehlt Silas Wamangituka dem VfB Stuttgart? Das war die große Frage vor dem Spiel gegen den SV Werder Bremen. Nach 90 Minuten kann man festhalten: Er fehlt sehr! Beim knappen 1:0-Sieg gegen Bremen ließ der VfB Stuttgart vor allem den gewohnten Zug zum Tor vermissen.

Wo Wamangituka sonst steil ging, drehte sein Ersatzmann Tanguy Coulibaly immer wieder ab. Wo Wamangituka seinen Körper einsetzte, um Richtung Tor zu drängen, dribbelte Coulibaly sich meist fest. Und vor allem: Wo der Kongolese auf Tor schoss, versuchte Coulibaly (meist zu ungenau) den Pass ins Zentrum.

VfB Stuttgart: Tanguy Coulibaly (l.) spielte gegen Bremen für Silas Wamangituka.

Das merkte auch VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo nach dem Arbeitssieg gegen Bremen an: „Einer seiner Entwicklungsschwerpunkte ist, im Tempo zu bleiben, um mehr Torgefahr zu entwickeln. Er hat die ein oder andere Situation gehabt, wo er zum Abschluss kommen darf. Er hat sich dann anders entscheiden.“ Unterm Strich bescheinigte Matarazzo dem Silas-Ersatz aber eine „ordentliche Leistung“.

Entwicklung nötig: Dem VfB Stuttgart fehlte oft der Mut zum Abschluss!

Die mangelnde Torgefahr des VfB Stuttgart gegen Bremen nur an der Person Tanguy Coulibaly fest zu machen, wäre auch zu einfach. Immerhin war das Spiel des VfB in den letzten Monaten auch auf Wamangituka und seine Schnelligkeit zugeschnitten. Diese Waffe fehlt dem VfB jetzt und kann auch nicht eins zu eins ersetzt werden.

VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo wird am Zug zum Tor arbeiten müssen.

Darum gilt es für Trainer Matarazzo in den nächsten Wochen neue taktische Wege zu finden, um Torgefahr zu ermöglichen. Außerdem muss die gesamte Offensivreihe um Borna Sosa, Mateo Klimowicz und Co. mehr Zug zum Tor und Mut im Abschluss entwickeln. Denn ein Mann allein kann den verletzten Silas Wamangituka beim VfB Stuttgart nicht ersetzen, das wurde gegen Bremen immer wieder deutlich.
von Dennis Bayer

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