1:2-Niederlage in Freiburg

Nach Niederlage in Freiburg: VfB Stuttgart zweifelt an Gerechtigkeit!

Philipp Klement vom VfB Stuttgart
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Philipp Klement (r.) und Orel Mangala können es nicht fassen: Der VfB Stuttgart verliert trotz einiger Mega-Chancen!
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VfB Stuttgart beim SC Freiburg: Im Spieltags-Text gibt‘s alles rund um die Partie – Vorberichte, Nachberichte und Stimmen zum Spiel. 

Update, 23. Januar: Es hat nicht sollen sein. Der VfB Stuttgart verliert erneut gegen den SC Freiburg in der Bundesliga (das Spiel zum Nachlesen im Live-Ticker). Dabei haben die Zuschauer zwar eine starke erste Hälfte der Gastgeber aus dem Breisgau gesehen, aber: In der Anfangsphase und vor allem in Halbzeit zwei war der VfB die dominante Mannschaft. Das Problem: Die Chancenverwertung.

Wobei Chancenverwertung auch nicht das richtige Wort ist, denn eigentlich hatte der VfB Stuttgart schlichtweg Pech. Klar, da war der Elfmeter von Nicolas Gonzalez, der schwach geschossen war (44.). Aber es gab eben auch die zwei Pfostentreffer von Erik Thommy (87.) und Gonzalez (90.), die Glanztat von Freiburgs Schlussmann Florian Müller gegen Konstantinos Mavropanos (75.).

Philipp Klement (r.) und Orel Mangala können es nicht fassen: Der VfB Stuttgart verliert trotz einiger Mega-Chancen!

Kein Wunder, dass VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo nach dem Spiel bei Sky deutlich sagt: „Wenn ein Punkt nicht verdient gewesen wäre, dann weiß ich nicht, wann ein Punkt verdient sein soll.“ Und auch Daniel Didavi ist überzeugt: „Ich denke, gerade wegen der zweiten Halbzeit dürfen wir das Spiel niemals verlieren. Da waren wir die bessere Mannschaft.“ Dennoch geht der VfB Stuttgart als Verlierer vom Platz. SC-Trainer Christian Streich: „Wenn es Unentschieden ausgeht, ist‘s gerechter.“ Die Punkte bleiben aber beim SC Freiburg.

VfB Stuttgart: Matarazzos „Wenn-Dann-Faustformel“ gegen den SC Freiburg

Update vom 22. Januar: Es ist bereits das dritte Pflichtspiel-Treffen zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr/ Live-Ticker der Partie des VfB bei echo24.de) in dieser Spielzeit. Dazu kommt noch ein Testspiel in der ersten Länderspielpause. Man kennt sich also. Die geplante taktische Ausrichtung fällt daher flexibel aus.

Die grundlegen Fakten zum SC sind für den Trainer des VfB klar: „Eine gute solide Mannschaft, die sehr geschlossen auftritt und eine klare Spielidee hat.“ Das Pokalspiel dient dem Coach durchaus zur Vorbereitung. Immerhin war es eines der beiden Zu-Null-Spiele der Stuttgarter. Matarazzo: „Natürlich nehme ich daraus etwas mit. Ich gehe auch davon aus, dass Freiburg einen ähnlichen Fußball spielen wird.“

Christian Streich sucht sich gegen den VfB Stuttgart auch nach einer flexiblen Taktik.

Aber auch der SC und Trainer Christian Streich haben ein Auge auf das Pokal-Duell geworfen: „Wir müssen taktisch versuchen, es besser zuzubekommen als in der 1. Halbzeit beim Pokalspiel.“ Heißt: Auch Freiburg tüftelt an der Taktik für den gefühlten Dauer-Gegner.

VfB Stuttgart gegen SC Freiburg: Hier gibt‘s die Partie live im TV und Stream

Was also tun, wenn? Dann so spielen und wenn Freiburg darauf so reagiert, dann wieder anders? Verzwickte Taktik-Lage! Für Pellegrino Matarazzo gibt‘s da eine kleine „Wenn-Dann-Faustregel“: „Sicher wird Freiburg auch Dinge anpassen und schauen was gut funktioniert hat. Wir werden dann natürlich schauen, dass wir auch da Lösungen parat haben - zwei, drei Schritte vorausdenken geht, mehr macht keinen Sinn.“

Immerhin gehe es um „Fußball mit Menschen“ und nicht um Schach. Lieber hat der VfB-Coach noch ein Ass im Ärmel, beziehungsweise im Koffer: „Viele Ideen und ‚Wenn-Danns‘ packt man als Trainer auch in den Koffer und holt sie erst raus, wenn man sie braucht.“ Streich wird‘s wohl unterschreiben: „Wir schauen uns die beiden Spiele gegen den VfB schon nochmal an. Das waren zwei sehr unterschiedliche Spiele. Vielleicht zeigt man dann noch ein paar Bilder, unterhält sich über 2-3 taktische Dinge.“

„Wirksame“ VfB-Pleite: Matarazzo über Veränderungen und Startelf-Garantien

Update vom 22. Januar, 12.30 Uhr: Die Niederlage gegen Bielefeld wirkt beim VfB Stuttgart noch nach. Trainer Pellegrino Matarazzo lässt auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr)

Ein 0:3 ist sehr wirksam und hat eine Strahlkraft

Pellegrino Matarazzo, Trainer VfB Stuttgart

Matarazzo: „Ein 0:3 ist sehr wirksam und hat eine Strahlkraft. Es war auch schmerzhaft, man es auch gestern bei der Mannschaft gespürt und auch beim Trainerteam.“ Allerdings zieht der Trainer durchaus auch eine positive Seite aus der Pleite für den VfB Stuttgart. Der Wille das Spiel zu gewinnen sei definitiv dar gewesen, allerdings hätten wohl „ein paar Prozent in der Schärfe der Qualität gefehlt“. Die Gründe dafür seien schwer greifbar.

ABER: Mit der Pleite wird nochmals verdeutlicht, der VfB Stuttgart ist „eine gute Mannschaft“. Matarazzo: „Wenn wir ans Limit gehen sind wir gut, können viele Schlagen. Ein, zwei Prozente zu wenig, ist einfach zu wenig.“

VfB-Trainer verteilt Einsatz-Garantie auch an Castro!

Für mehr Schärfe im Abschluss werden in der offensive wieder Nicolas Gonzalez und Silas Wamangituka sorgen. Nach ihren Gelb-Sperren sind die Offensivkräfte wieder an Bord. Und für Matarazzo beim VfB auch gesetzt: „Wenn sie fit sind, dann werden Nico und Silas sicher auf dem Platz stehen.“

Wieder in der Startelf - Gonzalo Castro bekommt vom Trainer die Einsatz-Garantie.

Und auch der Kapitän ist wieder für die Startelf des VfB Stuttgart gebucht. Gegen Bielefeld musste Gonzalo Castro noch für Philipp Förster weichen. Jetzt gab der Trainer die Einsatz-Garantie gegen Freiburg: „Gonzalo Castro wird am Samstag wieder auf dem Platz stehen.“

Defensive des VfB Stuttgart vor Veränderungen? Trainer macht Andeutung

Auch eine Defensive-Veränderung ist für Pellegrino Matarazzo nicht ausgeschlossen. Die Dreier-Kette mit Pascal Stenzel, Marc Oliver Kempf und Waldemar Anton könnte einen Wechsel erleben. Der Coach ist in seinen Gedankenspielen durchaus offen dafür, wie er bei der PK am Freitag deutlich macht: „Sie haben es zuletzt gut gemacht, aber es heiß nicht, dass es keine Veränderung geben kann.“

Karazor oder Mavropanos - wer könnte beim VfB ins Team rutschen?

Die Spieler aus der zweiten Reihe klopfen an. Atakan Karazor und auch Dinos Mavropanos sind in Lauerstellung. Matarazzo: „Da haben wir zwei Spieler, die sich im Training anbieten. Auch sie haben ihre Qualitäten.“ HEIßT: „Es kann so bleiben, muss aber nicht.“ Beim Abwehr-Griechen Mavropanos ist das Fragezeichen aber sicher größer. Zuletzt gab‘s einen Leitungs-Rüffel vom Coach.

VfB-Reaktion auf die 0:3-Pleite: Diese Änderungen gegen Freiburg können kommen

Erstmeldung vom 22. Januar: Die derbe 0:3-Pleite des VfB Stuttgart bei Arminia Bielefeld wird sicher Folgen haben für das Wochenende. Trainer Pellegrino Matarazzo wird gegen den SC Freiburg am Samstag die Startelf und den Spieltags-Kader verändern. Welche Wechsel können kommen?

Zwar waren Chancen da auf der Alm, die Tore aber blieben aus. Der Einsatz von Ösi-Stürmer Sasa Kalajdzic stimmte jedoch, daher möchte der Trainer auch kein ganz schlechtes Zeugnis ausstellen für die Offensive gegen Bielefeld. Matarazzo: „Wir haben auch ohne Nico oder Silas Spiele gemacht und gut performt. Wir wissen um ihre Qualitäten. Sie sind beide sehr wichtige Spieler für uns. Aber ich will nicht die Qualitäten oder Leistungen der anderen schmälern.“

Nicolas Gonzalez und Silas Wamangituka fehlten am vergangenen Mittwoch gelbgesperrt. Mit beiden Offensiv-Kräften ist gegen Freiburg definitiv wieder in der Startelf zu rechnen. Kalajdzic wird wohl wieder zum Joker und auch Coulibaly nimmt wohl zunächst draußen Platz.

VfB Stuttgart: Didavi oder Klimowicz?

Nach der Partie erklärte Trainer Pellegrino Matarazzo: „Wir hatten auch Probleme bei der Verarbeitung von langen Bällen, bei den Verlängerungen der Arminia in Kopfballduellen und wie wir die Tiefe abgesichert haben.“ Die Entscheidung für Philipp Förster im Mittelfeld könnte im Derby gegen den SC Freiburg wohl schon wieder zu Gunsten von Kapitän Gonzalo Castro ausfallen.

VfB Stuttgart gegen Freiburg: Hier gibt‘s das Spiel live im TV und Stream

Und die Frage, ob Mateo Klimowicz oder Routinier Daniel Didavi von Beginn an auf dem Platz steht wird, ist auch wieder spannend. Gegen Bielefeld ordnete der Coach die Leistung des Youngsters als „gut“ ein: „Er hat immer wieder Eins-gegen-Eins-Aktionen gewonnen - ein ordentliches Spiel.“

Bringt Trainer Matarazzo seinen Spielmacher Daniel Didavi mal wieder in der Startelf?

Reicht ordentlich oder kann sich Spielmacher Didavi in den wenigen Trainingseinheiten in die Startelf arbeiten? Der Wunsch nach „mehr Ruhe, Struktur und Tiefgang“ in der zweiten Hälfte könnte ihm helfen.

Auf der linke Seite könnte auch Erik Thommy zu einem Einsatz kommen gegen Freiburg. Borna Sosa stand in den vergangenen Partien als Stammplatz-Sosa beim VfB Stuttgart auf dem Rasen und könnte durchaus eine Pause vertragen. Belastungssteuerung als Comeback-Chance für Thommy! Schon gegen die Arminia war er dicht dran.

VfB-Gegner: SC Freiburg drohen Ausfälle

Der SC Freiburg geht mit einem 2:2 gegen Frankfurt in das Derby zum Rückrundenstart. Gegen den VfB Stuttgart könnte es im Mittelfeld wieder für Baptiste Santamaria reichen. Zuletzt fehlte der 25-Jährige mit einer Kapselverletzung im Knie. SC-Coach Christian Streich: „Da sieht es jetzt besser aus. Ich hoffe, dass er zurückkommen kann.“

Fehlen wird dem SC allerdings wohl Roland Sallai. Der Flügelspieler hatte gegen Frankfurt große Probleme und wurde im zweiten Durchgang ausgewechselt. Nach der Partie erklärte Trainer Streich: „Da müssen wir mal schauen. Also, die Kapsel wird natürlich eingerissen sein. Aber wie es mit den Bändern ist, weiß ich nicht. Ich gehe eher davon aus, dass es schwierig wird für den Samstag gegen Stuttgart.“

VfB Stuttgart gegen SC Freiburg: Das sind die Quickfacts zum Spiel

  • Damals: Der letzte Heimsieg des SC Freiburg gegen den VfB Stuttgart war am 25. November 2012.
  • Auswärtsstark: Der VfB Stuttgart beibt auch nach der Pleite in Bielefeld weiter auswärts Top. In der Auswärtstabelle ist der VfB die Nummer zwei (17 Auswärtspunkte) - FC Bayern (19)
  • So ballert sich Freiburg durch die Liga: Der SC ist offensiv so gut wie seit 26 Jahren nicht. 31 Tore sind die zweitbeste Hinrundenausbeute des Vereins in Bundesliga-Geschichte.
  • Pokal-Duell: In der 2. Runde des DFB-Pokals konnte sich der VfB Stuttgart mit 1:0 gegen Freiburg durchsetzen. Den Sieg-Treffer erzielte Sasa Kalajdzic

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