Mittelfeldspieler spricht von "riesen Fehler"

VfB-Profi Ascacibar über Spuck-Attacke: "Habe meinem Frust freien Lauf gelassen"

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Tiefpunkt für den VfB Stuttgart: Bei Santiago Ascacibar brannten alle Sicherungen durch.
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VfB Stuttgart: Santiago Ascacibar bekommt vom DFB die Quittung für Spuck-Attacke. Jetzt äußert er sich dazu.

+++Update 24. April+++ VfB Stuttgart: Ascacibar bezeichnet Spuck-Attacke als "dumme Aktion"

Mittelfeldspieler Santiago Ascacibar vom VfB Stuttgart hat seine Spuck-Attacke auf Kai Havertz als "dumme Aktion" bezeichnet. "Es gab einige Provokationen und Sprüche in meine Richtung. Daraufhin habe ich mich zu einer Kurzschlusshandlung hinreißen lassen. Das war ein Riesen-Fehler", sagte der 22-Jährige der Sport Bild über die Szene bei der 0:1-Niederlage in der Fußball-Bundesliga gegen Bayer Leverkusen vor zehn Tagen.

Santiago Ascacibar  sah gegen Leverkusen nach seiner Spuck-Attacke die rote Karte.

Die Attacke gegen den deutschen Nationalspieler sei "keine Absicht" gewesen. "Ich wollte Kai Havertz nicht treffen, nicht anspucken. Ich wollte neben ihn auf den Platz spucken", sagte der Argentinier. Seine Sperre von sechs Wochen empfindet der VfB-Profi als zu lang. "Ich bin enttäuscht, dass die Sperre so lang ist", sagte er. "Jetzt gilt es, nach vorne zu schauen." Ascacibar ist bis einschließlich 25. Mai gesperrt und könnte erst in einem möglichen Relegations-Rückspiel gegen den Abstieg am 27. Mai wieder für den VfB Stuttgart auflaufen.

VfB Stuttgart: Sommer-Transfergerüchte und aktuelle News

Er sei grundsätzlich kein "unfairer Sportsmann", sagte Ascacibar. "Im Eifer des Gefechts passieren manchmal Dinge, die nicht unseren wahren Charakter widerspiegeln", sagte er. "Ich habe in einem Moment falsch reagiert, auch weil die Situation insgesamt für den Verein sehr angespannt war. Ich habe meinem Frust freien Lauf gelassen, einen Fehler gemacht." Vier Spieltage vor Saisonende hat Stuttgart als 16. sechs Zähler Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz.

+++Update 16. April 2019+++ DFB-Urteil gefallen: Lange Pause für VfB-Spucker Ascacibar

Bei der Pleite gegen Bayer 04 Leverkusen sorgte Santiago Ascacibar beim VfB Stuttgart für DEN absoluten Tiefpunkt im Abstiegskampf. Das Mittelfeld-Arbeitstier der Schwaben rastete komplett aus: Er bespuckte Gegenspieler Kai Harvertz und schuppste Schiri Tobias Stieler.

VfB Stuttgart: DFB stellt Santiago Ascacibar für sechs Wochen kalt

Für diesem miesen Ausraster kassierte Sanstiago Ascacibar jetzt die Quittung: Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verhängte am Dienstag eine Sperre bis zum 25. Mai gegen den Argentinier.

Bitter! Damit fehlt der Mittelfeldspieler dem VfB Stuttgart auch in den möglichen Relegationsspielen. Der VfB hat das Strafmaß akzeptiert. Ascacibar zeigte am Dienstag in der ersten Reaktion seit Samstag Reue.

VfB Stuttgart: So lief die Partie gegen Leverkusen

Der 22-Jährige äußerte sich zu dem Vorfall auf der Homepage des VfB: "Ich habe mich für mein Verhalten beim Verein und der Mannschaft entschuldigt. Natürlich gilt meine Entschuldigung auch meinem Gegenspieler Kai Havertz. Auch wenn ich zuvor provoziert wurde, darf mir so etwas nicht passieren."

+++ 14. April 2019 +++ Nach Ekel-Attacke: Ascacibar soll auch intern bestraft werden

Mittelfeldspieler Santiago Ascacibar vom VfB Stuttgart soll auch von Vereinsseite für seine Spuck-Attacke beim 0:1 gegen Bayer Leverkusen bestraft werden. "Santiago hat für den Verein in der Vergangenheit schon viel Gutes getan. Er ist in Sachen Mentalität und Einstellung ein Vorbild", sagte VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger am Sonntag. "Er hat aber in dieser Situation ganz klar eine Grenze überschritten. Das dulden wir nicht, und wir werden diese Aktion auch intern bestrafen." Über Detaills wolle er keine Auskunft geben, sagte Hitzlsperger. "Aber da müssen wir als Verein ein klares Zeichen setzen."

Am Samstag hatte Ascacibar in der Nachspielzeit in Richtung des Leverkuseners Kai Havertz gespuckt und dafür die Rote Karte gesehen. Der VfB Stuttgart steht in der Fußball-Bundesliga auf dem Relegationsrang und hat nur noch drei Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsrang.

+++ 13. April 2019 +++ Ekel-Attacke von Ascacibar - droht jetzt das Saison-Aus?

Es war der absolute Tiefpunkt in der eh total verkorksten Saison des VfB Stuttgart! Es passierte in der Nachspielzeit in der Partie gegen Bayer 04 Leverkusen. 0:1-Rückstand und dann brannten bei Santiago Ascacibar komplett die Sicherungen durch.

Der Argentinier bespuckte Gegenspieler Kai Havertz! Die Ekel-Attacke blieb nicht unbemerkt. Schiedsrichter Tobias Stieler zog direkt die ROTE KARTE. Direkt nach der Partie machte sich Leverkusens Kevin Volland Luft am Sky-Mikrofon: "Das ist ja nicht das erste Mal bei dem Kollegen. Auch mir hat er schon in der ersten Halbzeit vor die Füße gespuckt. Solche Leute brauchen wir nicht in der Bundesliga."

VfB Stuttgart: Vor der Partie gegen Leverkusen gab es eine Massenschlägerei

VfB-Trainer Markus Weinzierl hatte es nicht gesehen, hat aber auch ein paar deutliche Worte für seinen Spieler: "Er hat der Mannschaft aber einen Bärendienst erwiesen. Egal was war, das darf nicht passieren. Er muss seine Emotionen im Griff haben."

Und Sky-Schiedsrichter-Experte Dr. Markus Merk wurde richtig deutlich: "„Das ist das schlimmste aller Vergehen. Ich tippe, Ascacibar hat jetzt Sommerpause." Ob es soweit kommt, darüber wird das DFB-Schiedsgericht wohl Anfang kommender Woche entscheiden. Santiago Ascacibar selbst war nach der Partie zu keinem Statement bereit. Viel gibt's dazu auch nicht zu sagen!

VfB Stuttgart gegen Bayer 04 Leverkusen: Der Spielverlauf

+++ Update 19. März 2019 +++ Rückkehr des Arbeitstiers im Mittelfeld

Er läuft und läuft und läuft: Santiago Ascacibar! Der 22-Jährige hat, wie so viele im Team des VfB Stuttgart sein ganz tiefes Leistungstief wohl endlich hinter sich. Der Dauerläufer hat sich in den vergangenen Wochen zurück geackert - der Arbeits-Argentinier ist zurück!

VfB Stuttgart: Santiago Ascacibar hat sich zurück gearbeitet

Anfang Februar sagte VfB-Coach Markus Weinzierl bei kicker.de über sein Arbeitstier: "Er ist sehr bemüht, sehr laufstark, aber er spielt manchmal unsauber und ist nicht mit dem nötigen Selbstvertrauen ausgestattet." Eifrig war er dennoch, aber eben extrem glücklos im Mittelfeld. Doch bereits gegen Bremen war's deutlich besser.

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Mit 13,58 Kilometern Laufleistung war Santiago Ascacibar wieder ganz vorne. Und auch gegen Hannover 96, Borussia Dortmund und die TSG Hoffenheim war der Mittelfeld-Mann des VfB Stuttgart immer über 12 Kilometer unterwegs. Dazu haben sich auch seine Zweikampfwerte wieder verbessert - immer um die 70 Prozent. Dabei bleibt Ascacibar neben dem spielerischen Mittelfeld-Motor Gonzalo Castro meist etwas unauffällig. ABER: Gerade in der Kombination mit Castro ist er wieder effektiver.

VfB: Stuttgart MUSS gegen Eintracht Frankfurt auf Ascacibar verzichten

Bitter: Nach der Länderspielpause muss VfB-Trainer Markus Weinzierl am 31. März gegen Eintracht Frankfurt auf seinen Arbeits-Argentinier verzichten. Seine robuste Spielweise bringt eben auch das eine oder andere Foul mit sich. Gegen die TSG Hoffenheim handelte sich Ascacibar seine zehnte gelbe Karte ein - Zwangspause!

Stuttgarts Sportvorstand Thomas Hitzlsperger bedauerte gegenüber stuttgarter-nachrichten.de nach der Partie diesen Ausfall: "Das ist schade. Er ist ein wichtiger Baustein in einer Truppe, die sich gefunden hat." Über seinen Ersatz darf man gespannt sein. Kapitän Christian Gentner könnte jetzt durchaus wieder eine Alternative sein.

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