Ruhe in den Verein bringen

Das wünscht sich Hitzlsperger vom neuen VfB-Präsi: einen Partner in sämtlichen Belangen

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VfB Stuttgart und der Wahlkampf um Präsidentenamt zwischen Christian Riethmüller (rechts) und Claus Vogt: Hitzlsperger äußert Wünsche an neuen Präsidenten.
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Wer wird der neue VfB-Präsident? Thomas Hitzlsperger äußert sich im Interview zu den Kandidaten - und darüber, was er sich von ihnen erwartet.

  • Vereinsberat des VfB Stuttgart fordert fairen Umgang.
  • Christian Riethmüller sieht Transparenz als ein wichtiges Thema und will den Verein moderner machen.
  • Kurz vor der Wahl sieht sich Riethmüller mit Diskriminierung-Vorwürfen konfrontiert. 
  • Thomas Hitzlsperger sehnt sich nach analysefreudigem Partner.

    Wahl zum VfB-Präsidenten: Hitzlsperger mischt sich nicht ein

    Update vom 11. Dezember: Im Interview mit der Stuttgarter Zeitung ließ sich Hitzlsperger in punkto neuer Präsident in die Karten schauen. "Es ist so, dass ich mich gar nicht eingemischt habe in den Wahlkampf", sagt er. Das wäre falsch, so Hitzlsperger. Dennoch sagt er: "Ich wünsche mir einen Partner an der Seite, der den Verein auch knallhart analysiert. Der die richtigen Schlüsse zieht und zusammen mit mir diese Veränderungen herbeiführt, die notwendig sind."

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    Außerdem solle der neue Präsident Ruhe in den Verein bringen. Hitzlsperger wünsche sich einen, mit dem er zusammenarbeiten könne. Denn schließlich sei dies eine wichtige Grundvoraussetzung. Nur so gelinge eine gute Zusammenarbeit. "Und darauf freue ich mich - auf jemanden, der auch so motiviert ist, wie ich das bin und im Team alles hinbekommt", resümiert Hitzlsperger.

VfB Stuttgart: Wahlkampf ums Amt des Präsidenten: Mit allen Mitteln...nicht mit dem Vereinsbeirat!

Update vom 9. Dezember: So NICHT! In den vergangenen Tagen hatte es den Anschein, als könnte es jetzt richtig schmutzig werden im Kampf um das Amt des VfB-Präsidenten. Kandidat Christian Riethmüller ist in den Medien durch einen Facebook-Post in den Fokus gerückt. Der Inhalt wenig schmeichelhaft (Update 6. Dezember). Die Emotionen in den sozialen Medien gerieten in Wallung.

Jetzt meldet sich der Vereinsbeirat mit einer Mitteilung zu Wort, wie stuttgarter-nachrichten.de berichtet. Darin schreibt der Vorsitzende Wolf-Dietrich Erhard: "Es ist für uns inakzeptabel, dass Kampagnen gegen Kandidaten lanciert werden. Wer auch immer die Motivation verspürt, einem der beiden Kandidaten zu schaden, um eventuell den eigenen Favoriten zu unterstützen, sollte sich auch überlegen, welchen Schaden er dabei dem VfB Stuttgart zufügt."

Auch Riethmüller kommt in dieser Erklärung zu Wort und nimmt seinen Konkurrenten um das Amt der Präsidenten des VfB Stuttgart, Claus Vogt, in Schutz. So schließe er aus, dass Vogt für diese schmutzige Kampagne verantwortlich ist. Und Vogt erklärt darin: "Ich distanziere mich von allem, was dem VfB schaden könnte. Ich habe bisher einen sauberen Wahlkampf geführt und werde dies auch weiterhin tun."

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VfB-Präsidentschaftswahl: Geht der Wahlkampf nicht mit fairen Mitteln zu? 

Update 06. Dezember: Der VfB Stuttgart hat in wenigen Tagen Mitgliederversammlung, aber: Es kocht hinter den Kulissen. Am 15. Dezember sollen die Mitglieder des VfB einen neuen Präsidenten wählen. Entweder Christian Riethmüller oder Claus Vogt, aber: Kurz vor der Wahl muss sich Riethmüller gegen Diskriminierungsvorwürfe wehren. Riethmüller glaubt indes an eine Kampagne gegen seine Person. Er habe sich vor Monaten in der Hoffnung beim VfB beworben, "in einem fairen Wahlkampf bestehen zu können", sagte der 45-Jährige der "Bild".

VfB Stuttgart: Wird Riethmüller gezielt im Wahlkampf angegriffen?

Und er geht weiter - Riethmüller: "Je näher ich diesem Ziel allerdings komme, umso stärker wird über die Presse und soziale Netzwerke versucht mir zu schaden." Das wäre kein fairer Wahlkampf. Riethmüller schilderte auch, wie im geschadet wird: "Durch Gerüchte, durch die falsche Wiedergabe von Dingen, die ich gesagt haben soll, durch Fehler, die ich gemacht habe, oder durch Aussagen, die ich in der Vergangenheit getätigt habe."

Die Zeitung stellte zu ihrem Artikel den Screenshot eines mutmaßlichen Facebook-Posts von Riethmüller, in welchem dieser vor Monaten den argentinischen Mittelfeldspieler Santiago Ascacibar scharf kritisiert haben soll. Riethmüller: "Offenbar will man verhindern, dass ich Präsident des VfB Stuttgart werde." Ob er Präsident wird entscheidet sich am 15. Dezember. 

VfB Stuttgart: Diskriminierung-Vorwürfe gegen Riethmüller

Update vom 29. November: Allzu lange ist es nicht mehr, bis die VfB-Mitglieder einen neuen Präsidenten wählen. In der vergangenen Woche haben sich die beiden Kandidaten Christian Riethmüller und Claus Vogt dem Mitglieder-Ausschuss vorgestellt. Laut Sport-1 hat Riethmüller dabei mit einem Satz für Unmut gesorgt. Der Präsidentschaftskandidat soll dabei türkische oder türkisch-stämmige Bürger diskriminiert haben. 

VfB Stuttgart: Riethmüller weist Vorwurf zurück 

Gegenüber den Kollegen von Sport-1 äußerte sich der 44-Jährige nun zu den Vorwürfen. "Ich habe nie gesagt, dass bei Aldi immer nur Türken eingekauft hätten", erklärte Riethmüller. "Ich habe von einem Image gesprochen, das damals viele mit Aldi verbunden hatten. Das ist ein riesiger Unterschied, wenn ich wertfrei von einem Image spreche." 

Woher der Vorwurf der Diskriminierung oder Rassismus kommt, weiß der VfB-Präsidentschaftskandidat jedoch nicht. Das Gegenteil sei der Fall: "Ich habe mich in meinem Leben immer gegen Diskriminierung und Rassismus eingesetzt und möchte dies auch beim VfB Stuttgart tun." Wer die Nachfolge des zurückgetretenen Wolfgang Dietrich antritt, entscheidet sich auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 15. Dezember.

VfB Stuttgart braucht mehr Transparenz: Für Christian Riethmüller entscheidend!

Am 15. Dezember hat der VfB Stuttgart einen neuen Präsidenten. Bis zu diesem Tag läuft der Wahlkampf zwischen Christian Riethmüller und Claus Vogt auf Hochtouren. Riethmüller machte jetzt klar, mit ihm soll der Verein moderner werden.

VfB Stuttgart: Claus Vogt richtet sich an die Fans

In einem Interview mit zvw.de erklärte der 44-Jährige jetzt einige seiner Visionen für den VfB Stuttgart: "Wir wollen ein moderner Verein sein. Wenn wir die Marke VfB wieder glaubwürdiger und authentischer machen wollen, dann müssen wir auch Frauen und jungen Menschen die Möglichkeit geben, diesen Weg mitzugestalten. Zumal gerade junge Menschen die Werte vertreten, die für unseren Verein in der Zukunft so wichtig sein werden."

Und wichtig sei für Riethmüller "Glaubwürdigkeit, Transparenz und soziale Verantwortung". Als entscheidend sieht er dabei die Transparenz. Riethmüller: "Aus Transparenz folgt Glaubwürdigkeit, auf Glaubwürdigkeit folgt Vertrauen und daraus folgt Ruhe."

Hitzlsperger: So geht's mit der U21 des VfB Stuttgart weiter 

Heißt: Ganz so schnell wird es für ihn nichts werden mit der erhofften Ruhe beim VfB Stuttgart. Im Gespräch macht er klar: "Denn ohne Vertrauen geht das nicht. Ruhe heißt für mich, dass wir Diskussionen aus der Öffentlichkeit raushalten. Aber wenn man diesen Verein neu aufstellen will, dann wird es zunächst mal intern eine gewisse Unruhe geben."

Ein weiteres Thema, wie Verknüpft dürfen Verein und Politik sein. Auch da hat Christian Riethmüller klare Vorstellungen: "Ein Präsident darf aus meiner Sicht als Privatperson parteipolitisch sein, der Verein sollte es nicht sein. Aber der VfB Stuttgart muss gesellschaftspolitisch sagen: Wir sind zum Beispiel gegen Rassismus, gegen Diskriminierung und für Gleichberechtigung."

Außerdem äußert sich Christian Riethmüller als Präsidentschaftskandidat beim VfB Stuttgart im ausführlichen zvw.de-Interview noch über Klima- und Umweltschutz beim VfB, über Mitgliederzahlen und Investoren.

VfB Stuttgart: Riethmüller würde als Präsident Ruhe reinbringen wollen

Von WahlKAMPF will Christian Riethmüller offenbar nicht viel wissen. Überhaupt scheint der zweite Kandidat auf das Präsidentschaftsamt des VfB Stuttgart neben Claus Vogt ein Typ für Harmonie zu sein. Ganz nach dem Motto von Disneys Bär Balu aus dem Dschungelbuch: "Mit Ruhe und Gemütlichkeit jagst du den Alltag und die Sorgen weg."

Denn dass Riethmüller den VfB Stuttgart zuallererst in ruhiges Fahrwasser bewegen möchte, machte er in einem ausführlichen Interview mit der Bild-Zeitung immer wieder deutlich: "Ich würde mir wünschen, dass während meiner Präsidentschaft deutlich weniger Unruhe herrscht als zuletzt." Er werde alles dafür tun, Erfolg und Begeisterung zurückzuholen. 

Beides scheint für den 44-Jährigen, ganz ähnlich wie auch für Thomas Hitzlsperger oder den bekennenden VfB-Fan Cem Özdemir, eng miteinander verknüpft. Und zwar auf allen Ebenen. Das dürfte für viele Mitglieder Musik in den Ohren sein. So wolle er personell Ruhe reinbringen und den Bruch zwischen Guido Buchwald und dem VfB Stuttgart kitten, sollte er tatsächlich bei der Mitgliederversammlung am 15. Dezember zum Präsidenten gewählt werden. 

VfB Stuttgart: Riethmüller wünscht sich Konstanz auch über das Sportliche hinaus

Auch seinen Konkurrenten bei der Wahl um das Amt, Claus Vogt, wollte er gegenüber der Bild lieber als "zweiten Kandidaten", denn als "Nebenbuhler" verstehen.

Sportliche Ruhe bedeutet für Riethmüller aber offenbar mindestens genauso viel. Für den VfB Stuttgart wünscht er sich Konstanz in Sachen Ligazugehörigkeit, kontinuierlichen Aufbau - und wagt bei der Bild deshalb auch keinen Gedanken an die Champions League. Und falls doch - dann nur mit viel Ruhe für die Zukunft.

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