Ex-Trainer mit klarem Ziel

VfB Stuttgart: Rainer Adrion unterstützt Buchwald-Gegner im Präsidentschafts-Kampf!

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Wer wird neuer Präsident des VfB Stuttgart? Am 15. Dezember wählen die Mitglieder – und jetzt mischt sich auch noch Rainer Adrion in den Wahlkampf ein.

+++ Update 19. September +++ Adrion strebt selbst nach Amt beim VfB Stuttgart

Wenn es um den VfB Stuttgart geht, hat Rainer Adrion eine klare und starke Meinung. Das machte der Ex-Coach in der Vergangenheit bereits mehrfach deutlich. Auch jetzt äußert sich der 65-Jährige wieder – und das deutlich.

Im Kampf um das Präsidenten-Amt beim VfB hat Adrion jedenfalls einen klaren Favoriten: Unternehmer Claus Vogt. Wie die Stuttgarter Nachrichten berichten, geschieht dies aus gutem Grund. Denn Adrion will gemeinsam mit Vogt in den Aufsichtsrat. Laut dem Urgestein soll so die Sport-Kompetenz im Kontroll-Gremium erhöht werden.

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Auch Mitbewerber Guido Buchwald soll sich um Adrion als Wahlkampfunterstützer bemüht haben. Der Weltmeister bekam allerdings einen Korb.

+++ Ursprungsartikel 8. September +++ Jetzt äußert sich Rainer Adrion - und nimmt kein Blatt vor den Mund

Der Ex-Trainer Rainer Adrion hat sich nach seinem denkwürdigen Auftritt  bei der Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart im Juli 2019 erneut mit klaren Aussagen positioniert. Gegenüber der Stuttgarter Nachrichten nahm der 65-Jährige Stellung zu Themen wie Vereinspolitik und Jugendarbeit. "Es war nicht meine Absicht, dort Polemik zu betreiben", so Rainer Adrion mit Blick auf die Versammlung. "Ich wollte einfach meine Meinung sagen, das hat mir unter den Nägeln gebrannt. Insgesamt sah ich keinen planvollen Aufbau von sportlichem Erfolg." Woraufhin es zu einer Diskussion zwischen Adrion und Wolfgang Dietrich kam. Die Mehrheit stellte sich auf die Seite von Adrion. Später trat Dietrich vom Amt des Präsidenten zurück.

VfB Stuttgart: Wie steht es um den sportlicher Erfolg? 

Gute Voraussetzungen für sportlichen Erfolg sieht Adrion auch heute noch beim VfB, doch "es muss gemeinsam gearbeitet werden. Thomas Hitzlsperger ist in jedem Fall auf einem besseren Weg. Jetzt braucht der Verein eine klare Philosophie, an der sich die handelnden Personen zu orientieren haben."

Den Saisonstart des VfB Stuttgart bewertet Adrion grundsätzlich positiv. „Mit dem zweiten Platz sieht die Aktualität ganz gut aus“, sagt der ehemalige U21-Nationaltrainer. "Das Wichtigste insgesamt ist aber die Entwicklung der Mannschaft. Die sportlichen und finanziellen Rahmenbedingungen sind perfekt, und ich denke, dass man den Aufstieg hinbekommen wird. Nur: Dann geht es ja erst richtig los."

Das Adrions früherer Schützling Mario Gomez zurzeit vermehrt auf der Bank sitzt, überrascht den Remsecker: "Wenn man die Grundsatzentscheidung trifft, einen Mario Gomez oder Daniel Didavi zurückzuholen, dann sollten sie auch spielen. Ich kann über den derzeitigen Fitnesszustand von Mario nichts sagen, aber dennoch tut es mir weh, wenn er nicht in der Startelf steht."

VfB Stuttgart - Adrion kritisiert:"Fehlende Wertschätzung"

Für die anstehende Wahl des Präsidenten, sowie die Bestimmung eines Vorstandsvorsitzenden hofft Adrion auf gute Lösungen.: "Der e.V. sitzt im Aufsichtsrat und vertritt die Interessen von rund 70.000 Mitgliedern, den Fans sowie 75,1 Prozent Aktienkapital." Der 65-Jährige meint, man solle die Position des Vorstandsvorsitzenden erst nach der Präsidentenwahl  besetzten. Denn: "Der Präsident des e.V. ist später ja wahrscheinlich Aufsichtsratsvorsitzender. Den sollte man eigentlich miteinbeziehen in so eine wichtige Entscheidung."

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Adrion bemängelt außerdem noch die fehlende Wertschätzung, die einigen VfB-Talenten in jüngerer Vergangenheit seiner Ansicht nach nicht zuteil wurde. Den Abgang von Timo Baumgartl zur PSV Eindhoven bedauert er. „Timo war schon fünf Jahre dabei, man hätte ja auch ihn zum Kapitän machen können. Wenn man einem solchen Spieler die Wertschätzung gibt, wächst er auch mit seinen Aufgaben.“ Ähnlich sei es mit Talenten wie Timo Werner oder Antonio Rüdiger verlaufen. „Letzten Endes muss es darum gehen, die Besten aus der Jugend zu behalten.“

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