In Stuttgart bleibt es abseits des Platzes unruhig

VfB-Präsident wehrt sich: Das sagt Wolfgang Dietrich zu den Anschuldigungen! 

+
Hat VfB Stuttgart Präsident Wolfgang Dietrich tatsächlich falsche Angaben gemacht?
  • schließen

VfB Stuttgart: Jetzt gibt Präsident Wolfgang Dietrich eine erste Erklärung ab.

+++ Update 23. April 2019 16 Uhr +++ VfB-Boss reagiert: Wolfgang Dietrich spricht mit Aufsichtsrat 

Es steht der Vorwurf über falsche Angaben im Raum - JETZT hat sich VfB-Präsident Wolfgang Dietrich zu den Anschuldigungen durch das Fachmagazin Kicker geäußert. Demnach soll der 70-Jährige unkorrekte Angaben bezüglich der Abstoßung seiner Anteile an der Firma Quattrex gemacht haben.

Bei einer Presserunde erklärte Wolfgang Dietrich am Dienstag: "Mir zu unterstellen, ich würde mittels meines Engagements als ehrenamtlicher Präsident des VfB Geld verdienen wollen, trifft mich mehr als jeder andere Vorwurf."

VfB Stuttgart: Sommer-Transfergerüchte und aktuelle News

Detaillierte Belege sollen laut stuttgarter-zeitung.de aufgrund der aktuellen Lage noch folgen. Zuvor steht aber ein Gespräch mit den Verantwortlichen des VfB Stuttgart auf dem Programm: "Ich habe bereits vor meinem Amtsantritt alles offengelegt – und danach keine neue Investitionen getätigt. Zunächst werde ich aber den Gremien des Vereins, allen voran dem Aufsichtsrat, alles vorlegen, um das Thema endgültig vom Tisch zu kriegen."

+++ Update 23. April 2019 14.05 Uhr +++ VfB-Boss reagiert: Wolfgang Dietrich spricht mit Aufsichtsrat

Stellungnahme angekündigt! Nach den Vorwürfen durch den Kicker hat sich VfB-Präsident Wolfgang Dietrich am Dienstag dazu entschieden eine Erklärung zu den Vorgängen mit Quattrex abzugeben und die Anschuldigungen zu entkräften.

Wie stuttgarter-zeitung.de berichtet, will Wolfgang Dietrich zunächst die Gremien des Vereins, allen voran den Aufsichtsrat, informieren und dabei alle nötigen Papiere und Geschäftsbeteiligungen vorlegen, die seine Aussagen belegen würden. Danach will er sich mit einem offenen Brief an den Fanausschuss und die Öffentlichkeit wenden und darin ebenfalls alles offen legen.

Eine erste Erklärung zur Verzögerung bei der Abstoßung seiner Anteile, gab der VfB-Präsident aber bereits: Es sein ein völlig normaler Vorgang, schließlich seien Einträge dieser Natur schneller gar nicht abwickelbar.

+++ Update 23. April 2019 +++ Falsche Angaben? VfB-Boss Dietrich weiter in der Kritik

Sportlich steuert der VfB Stuttgart aktuell auf einen erneuten Abstieg in die 2. Bundesliga zu. Die Mannschaft präsentiert sich bei der0:6-Pleite gegen den FC Augsburg als Luschen-Haufen ohne Charakter. Aber auch abseits des Platzes bleibt es nach der Entlassung von Trainer Markus Weinzierl weiter sehr unruhig.

VfB Stuttgart: Falsche Angaben von Wolfgang Dietrich?

Im Mittelpunkt VfB-Präsident Wolfgang Dietrich. Laut stuttgarter-zeitung.de bleiben beim Fan-Ausschuss des Vereins viele offene Fragen zum Thema "Quattrex". Zwar hatte Dietrich versucht alle Zweifel über seine berufliche Vergangenheit und seine Verflechtungen zu dem Fußballinvestor zu zerstreuen - DOCH es bleiben weiter Ungereimtheiten.

DIE FRAGE: Zu welchen Zeitpunkt hat Dietrich die Anteile veräußert?

Wolfgang Dietrich hatte erklärt seine Anteile am 13. Oktober 2016 verkauft zu haben, vier Tage nach seiner Wahl zum Präsidenten. In seiner neusten Ausgabe behauptet der Kicker nun, diese Aussage sei FALSCH! Dietrich habe die Anteile erst am 9. Dezember 2016 abgestoßen. Die entsprechende Abänderungseintragung liegt dem Fachmagazin laut eigenen Angaben vor.

Der VfB Stuttgart als waschechter Krisen-Klub

Man darf auf eine Reaktion des VfB-Präsidenten gespannt sein. Bisher hatte Wolfgang Dietrich alle Diskussionen um einen Interessenskonflikt stets vom Tisch gefegt. Für den Kicker kommt sein Verhalten dem "Zünden von Nebelkerzen" gleich! Der VfB Stuttgart wird mit solchen Geschichten in jeden Fall seiner Rolle als Krisen-Klub immer gerechter.

+++ 17. April 2019 +++ Interessenkonflikt? VfB-Boss Dietrich nimmt Stellung zu früheren Investitionen

Präsident Wolfgang Dietrich vom VfB Stuttgart sieht aufgrund früherer Investitionen in andere Profiklubs keinen Interessenskonflikt. Vor seiner Wahl zum Präsidenten im Oktober 2016 war Dietrich am Unternehmen Quattrex beteiligt, das laut einem Kicker-Bericht unter anderem den Fußball-Zweitligisten Union Berlin und 1. FC Heidenheim Darlehen gewährt habe - auf einen dieser beiden Klubs könnte der abstiegsbedrohte VfB in der Relegation treffen. 

Kurz vor seiner Wahl habe sich Dietrich zwar weitgehend von Quattrex zurückgezogen, sei aber anschließend über das Unternehmen VMM noch zu 50 Prozent daran beteiligt gewesen. Das sei nun nicht mehr der Fall, wie Dietrich der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten sagte.

Dietrich hat inzwischen keine Fußballanteile mehr - profitiert aber weiter davon

Er beziehungsweise die VMM GmbH habe "mittlerweile alle Anteile, die etwas mit dem Fußball zu tun haben, also die an der Quattrex AG, an der Quattrex GmbH und am Quattrex-Fonds, verkauft", sagte der 70-Jährige. "Von einem Interessenskonflikt kann auch deshalb keine Rede sein, weil ich ausschließlich von Verträgen, die vor meiner Amtszeit als VfB-Präsident zwischen 2014 und 2016 mit den betreffenden Vereinen abgeschlossen wurden, profitiere." Damals vereinbarte Ausschüttungen stünden im zu, sollten Erträge anfallen.

Dietrich habe den VfB-Aufsichtsrat noch bevor er sich 2016 zu einer Kandidatur entschieden hatte, über "alle einzelnen Beteiligungsverhältnisse und frühere operative Aktivitäten in diesem Bereich" informiert, teilte der VfB mit. Anschließend habe der Club eine "rechtliche Prüfung einer möglichen Interessenkollision positiv abgeschlossen." Auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) sah eine Wahl Dietrichs zum VfB-Präsident als "in Einklang mit den Vorgaben der Liga".

Auch interessant

Ausstiegsklausel: Für diesen Preis darf Verteidiger Kabak den VfB verlassen

Die Phrasen-Könige: Redet sich der VfB die Leistung schön?

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare