Beim VfB Stuttgart könnte es auch in diesem Sommer Veränderungen geben

Der VfB-Transfersommer im Blick: Die Gerüchte, die Profis, die News

VfB Stuttgart
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Der VfB-Transfersommer kommt: Die Gerüchte, die Profis, aktuelle News.
  • Dominik Jahn
    vonDominik Jahn
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VfB Stuttgart im Transfersommer: Sven Mislintat vor viel Arbeit. Verträge laufen aus, Talente in Sicht, Top-Spieler bei anderen Klubs im Visier. Ein Überblick.

Der VfB Stuttgart kann mit seiner jungen Mannschaft und Trainer Pellegrino Matarazzo entspannt in die finalen Wochen der Fußball-Bundesliga gehen. Der Klassenerhalt wurde frühzeitig gesichert und sogar ein heimlicher Blick auf Europa konnte geworfen werden. Und auch, wenn es zuletzt vier Niederlagen gab, so können die Schwaben gelassen bleiben.

Im kommenden Transfersommer wird es wieder zahlreiche Gerüchte und News zum VfB Stuttgart geben. Noch tut sich aber nicht viel. Sportdirektor Sven Mislintat erklärte in den vergangenen Tagen beim Sender Sky: „Es ist weiter extrem ruhig für diese Jahreszeit. Vor der Corona-Pandemie hatte man zu diesem Zeitpunkt schon ganz viel Aktivität.“ Nicht erst wenn es damit richtig los geht sammeln wir hier alle wichtigen und aktuellen News zusammen. Hier gibt‘s schon jetzt alle Infos.

Offene Fragen beim VfB Stuttgart

Weniger gute Aussichten haben dagegen wohl einige Spieler aus der zweiten Reihe. Marcin Kaminski wird den VfB im Sommer wohl definitiv verlassen. Auch die Zukunft der aktuellen Leihspieler wird weiter ein Thema sein - Maxime Awoudja (Türkgücü München) und Nikolas Nartey (SV Sandhausen). Bei Nartey gab‘s aber zuletzt positive Signale.

In den letzten Wochen der aktuellen Saison wird auch die Luft für Erik Thommy und Philipp Klement immer dünner. Beider kommen unter Pellegrino Matarazzo nicht mehr zum Zug. Die Einsatzzeiten halten trotz personeller Engpässe in den vergangenen Wochen in Grenzen.

Heiße Gerüchte und erste VfB-Transfers

Bange Blicke dürften bei den Fans des VfB Stuttgart derzeit nach Dortmund gehen. Die Borussia ist auf der Suche nach einem neuen Torhüter. Oben auf der Wunschliste soll Gregor Kobel stehen. Überhaupt scheint sich im Fußball das Torhüter-Karussell im Sommer in Bewegung zu setzen. Kobel könnte auch für RB Leipzig interessant werden.

Schaut sich der Kader-Macher des VfB Stuttgart mal wieder in Frankreich um? Eine heiße Spur soll nach Paris führen. Dort könnte Mislintat ein Auge auf Tidjany Chabrol von Paris St. Germain geworfen haben. Es gibt Meldungen darüber, dass es der 18-Jährige auf den Zettel beim VfB Stuttgart geschafft hat.

Das Gerücht um einen Transfer im Sommer hat sich beim VfB Stuttgart bestätigt. Der 19-jährige Stürmer Alou Kuol aus Australien. Sportdirektor Sven Mislintat kann sich freuen das Mittelstürmer-Talent zum Aufsteiger geholt zu haben. Auch andere Klubs aus der Bundesliga und aus Belgien sollen Interesse gehabt haben. Dazu hat sich der VfB noch Talent Ömer Beyaz geschnappt.

Australien-Talent zum VfB? Mislintat nimmt 19-jährigen Stürmer ins Visier

Bereits seit den Wintermonaten geistert auch immer wieder der Name Yusuf Demir herum. Der VfB Stuttgart hat bei diesem Talent aus Österreich allerdings große Konkurrenz. Eine spannende Personalie ist auch Rayan Jabou. Das Mittelfeld-Talent soll beim VfB Stuttgart durchaus ins Transfer-Visier geraten sein. Ein möglicher Nachfoger für Didavi?

  • Tidjany Chabrol von Paris St. Germain (Frankreich)
  • Alou Kalou (19), Stürmer der Central Coast Mariners (Australien)
  • Yusuf Demir (17), Mittelfeld bei Rapid Wien (Österreich)
  • Rayan Jabou (18), Mittelfeld bei ES Troyes AC (Frankreich)

VfB Stuttgart: Entscheidungen bei Castro und Didavi

Die Fragen zu den Routiniers sind also geklärt! Zumindest das Thema Gonzalo Castro hat sich jetzt Mitte April erledigt. Der 33-Jährige bekommt keinen neuen Vertrag beim VfB Stuttgart. Eine Entscheidung, die für außenstehende durchaus als überraschend zu bewerten ist. Die Leistung des Mittelfeldspielers stimmt. Am Ende könnte das Geld den Ausschlag gegeben haben. Wenngleich die Äußerungen von Sven Mislintat und der emotionale Insta-Post des Profis nicht ganz zusammen passen.

Daniel Didavi scheint dabei weiter eine Zukunft beim VfB Stuttgart zu haben. Die Gespräche mit dem Spielmacher scheinen sehr positiv zu verlaufen. Relativ offen verlaufen nach letzten Meldungen wohl die Gespräche mit Marc Oliver Kempf. Der Innenverteidiger hat noch bis 2022 einen Vertrag, den der VfB vorzeitig verlängern möchte.

Und auch der ungeliebte Problem-Spanier Pablo Maffeo könnte dann wieder ein Thema werden. Auch echo24.de-Nachfrage gab man sich beim spanischen Klub SD Huesca wenig auskunftswillig. Man wolle keine Fragen beantworten, in denen es um andere Vereine geht. NUR: Auch zum aktuellen Verein gab‘s dann keine Aussagen von Pablo Maffeo.

Der Nachwuchs beim VfB Stuttgart

Der VfB Stuttgart setzte weiter auch auf junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Neben Talenten aus anderen Ligen und Ländern sollen durchaus auch Eigengewächse an den Profi-Kader herangeführt werden. Erst Ende April gab‘s für zwei Youngster neue Verträge.

Sportdirektor Sven Mislintat freute sich darüber mit Jordan Meyer (19) und Sebastian Hornung (20) zwei Talente des VfB Stuttgart langfristig an den Aufsteiger zu binden. Meyer wird laut Sportdirektor „nach der Sommerpause die Saisonvorbereitung mit der Profimannschaft absolvieren“.

VfB Stuttgart: Interesse an den eigenen Top-Spielern

Die Leistungen der VfB-Profis sorgen aber auch für Aufsehen und wecken das Interesse anderer Vereine - auch internationaler TOP-KLUBS. Spieler wie Silas Wamangituka und Nicoals Gonzalez oder Sasa Kalajdzic haben sich besonders ins Visier gekickt. Sportdirektor Sven Mislintat erklärte bereits vor wenigen Wochen in seiner Talente-Transfer-Top-Klub-Rechnung für volle Kassen: „Sollten wir etwa zwei Spieler für rund 30 Millionen Euro verkaufen, dann muss ich in der Lage sein, umgehend zwei, drei starke Spieler für rund 15 Millionen Euro zum VfB zu holen.“

Sven Mislintat hat viel Arbeit vor sich in diesem Transfersommer beim VfB Stuttgart.

Demnach ist der Kader-Macher des VfB Stuttgart eigentlich nur gewillt, seine Top-Spieler an Top-Klubs abzugeben: „Wenn wir unsere Spieler künftig nur an die ganz Großen wie Atlético Madrid, Barcelona, Juventus Turin oder die englischen Spitzenklubs verkaufen, dann haben wir einen guten Job gemacht.“

Das Transferfenster im Sommer: So liegen die Termine

Für den VfB Stuttgart und die restlichen Profi-Klubs in Deutschland öffnet sich das Transferfenster im Sommer in der Regel am 1. Juli und schließt wieder am 31. August. Veränderungen gibt es dabei meist , wenn der letzte Tag des Transferfensters auf einen Samstag oder Sonntag fällt. Dann wird das Ende der Transferperiode um ein bis zwei Tage nach hinten verschoben. Damit haben die Vereine die Möglichkeit, auch kurz vor Ende noch einen Wechsel zu realisieren.

Im Jahr 2020 war alles anders: Am 1. Juli öffnete für einen Tag das Transfer-Fenster. Vom 15. Juli ab lief bis 5. Oktober 2020 die zweite Phase. Der einzelne Tag zu Beginn diente dabei der Registrierung bereits beschlossener Transfers mit Vertragsbeginn zum 1. Juli 2020.

VfB-Top-Spieler im Visier anderen Vereine

Silas Wamangituka: Der Turbo-Angreifer des VfB Stuttgart ist heiß umworben. Zahlreiche internationale Top-Klubs haben bereits ein Auge auf ihn geworfen: AC Mailand, FC Everton, FC Fulham! Der VfB bietet dem 21-Jährigen derweil wohl eine vorzeitige Vertragsverlängerung an.

Auch Stürmer Sasa Kalajdzic hat sich in den vergangene Wochen in die Notizbücher einiger Klubs geballert. Aktuell sollen RB Leipzig, AS Rom, West Ham, FC Everton, Juventus Turin, Newcastle und nun auch Borussia Dortmund dran sein am Sturm-Turm des VfB.

Ein Transfer-Klassiker ist und bleibt Nicoals Gonazlez. Der Argentinier fehlt in keiner Wechselperiode. Immer wieder gibt‘s Gerüchte um den Argentinier. Doch es könnte interessant werden, wie die Interessen auf die Verletzungsanfälligkeit des Angreifers reagieren werden.

Mit diesen Spielern hat der VfB Stuttgart verlängert

Es war eine kleine Überraschung. Die vorzeitige Vertragsverlängerung von Orel Mangala kam unerwartet. Der Belgier hatte noch ein Arbeitspapier beim VfB bis 2023. Jetzt packte der Spieler und der Verein ein Jahr - bis 2024 - drauf. Freuen darf sich beim VfB Stuttgart auch Talent Matej Maglica. Die Abwehr-Kante aus der U21 der Schwaben hat einen längerfristigen Vertrag bekommen. Der 1,96-Hüne ist eine Personalie für die Zukunft.

  • Orel Mangala (23), Defensives Mittelfeld (Belgien)
  • Matej Maglica (22), Innenverteidiger (Kroatien)

VfB Stuttgart: Wer muss gehen, wer darf noch bleiben?

Ein sicherer Transfer-Kandidat beim VfB Stuttgart ist Marcin Kaminski. Der Abwehrspieler erklärte bereits im Winter: „Wir sehen uns mit dem Agenten um und prüfen verschiedene Optionen, aber alles muss Hand und Fuß haben.“

Bei Spielmacher Didavi könnte es mit einem weiteren Jahr gut aussehen bei den Schwaben. In der Partie gegen Borussia Dortmund überzeugte er und machte deutlich warum ein neuer Vertrag sinnvoll wäre. Bei Abwehrspieler Dinos Mavropanos könnte es kompliziert werden. Eine erneute Ausleihe vom FC Arsenal ist aktuell unwahrscheinlich. Zu gut sind die Leistungen des Griechen. Mislintat: „Je besser Dinos spielt, desto unwahrscheinlicher wird es, ihn noch einmal ausleihen zu können.“ Der 23-Jährige steht wohl auf der Streichliste.

  • Marcin Kaminski (Abwehr) - Tendenz: Abgang
  • Daniel Didavi (Mittelfeld) - Tendenz: offen
  • Hamadi Al Ghaddioui (Sturm) - Tendenz: Verlängerung
  • Naouirou Ahamada (def. Mittelfeld) - Tendenz: ziehen der Kaufoption
  • Dinos Mavropanos (Abwehr) - Tendenz: Abgang

VfB Stuttgart und Europa? Ein heimlicher Traum

Die Saison läuft gut für den VfB Stuttgart. Die Europapokalplätze sind für den VfB in greifbarer Nähe. Vor allem die Teilnahme an der neuen Conference League ist durchaus drin. Gesprochen wird darüber eher nicht bei den Schwaben. Sven Mislintat: „Es fühlt sich gut an. Jetzt wollen wir jedes Spiel so angehen, dass noch drei weitere Punkte dazu kommen. Dann schauen wir mal was dabei rum kommt.“

Was bringt‘s dem VfB Stuttgart? Mit Blick auf die Finanzen, Transfers und Verträge - kann die Conference League lukrativ werden? Noch ist das nicht sicher. Die Prämien werden aber wohl deutlich niedriger ausfallen, als in der Europa League. Hier gab‘s für die damals noch die damals noch 48 Mannschaften plus die acht Champions-League-Absteiger in der Saison 2018/2019 zusammen knapp 560 Millionen Euro.

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