VfB hat bereits 39 Punkte und ist auf Platz acht

Tabu-Wort Europa? VfB Stuttgart träumt heimlich!

VfB Stuttgart - Werder Bremen
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Der VfB Stuttgart hat auch gegen Werder Bremen gewonnen und ist nun Tabellenachter.
  • Tobias Becker
    vonTobias Becker
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Der VfB Stuttgart kommt den europäischen Plätzen immer näher. Aber über Europa will man beim Aufsteiger nicht sprechen.

Hätte man dem VfB Stuttgart vor der Saison gesagt, dass an Ostern bereits 39 Punkte und Tabellenplatz acht im Körbchen liegen würden, hätte wohl jeder vor Freude gestrahlt. Das Ziel Klassenerhalt ist schon sieben Spiele vor Saisonende eingetütet, jetzt wird es Zeit nach vorne zu schauen. Nach dem Sieg gegen Werder Bremen stellt sich dem VfB Stuttgart eine angenehme und unangenehme Frage zugleich: Reicht‘s für Europa?

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat freut sich über die Punkteausbeute, will aber noch nicht über Europa sprechen.

Die Europapokalplätze sind für den VfB in greifbarer Nähe. Vor allem die Teilnahme an der neuen Conference League wirkt immer realistischer. Diese Situation macht Sportdirektor Sven Mislintat happy: „Es fühlt sich gut an. Jetzt wollen wir jedes Spiel so angehen, dass noch drei weitere Punkte dazu kommen. Dann schauen wir mal was dabei rum kommt.“

Europa? Dieses Wort nimmt beim VfB Stuttgart niemand in den Mund

Das Wort Europa will beim VfB aber noch niemand in den Mund nehmen. „Wir sind bisher gut damit gefahren auf unsere Leistung zu schauen, von Spieltag zu Spieltag“, sagt Trainer Pellegrino Matarazzo. „Wir nehmen jedes Wochenende den Kampf gegen einen guten Bundesligisten an. Am Ende werden wir sehen, wo wir landen.“

Sasa Kalajdzic ist beim VfB Stuttgart derzeit der Top-Scorer. Vielleicht auch bald im europäischen Wettbewerb?

Ähnlich formuliert es auch Stürmer Sasa Kalajdzic: „Wir haben nun viele Punkte gesammelt, sollten aber auf dem Boden bleiben und auch aus den ausstehenden Partien das Maximum rausholen.“ Es ist wie mit dem Thema Klassenerhalt: Sollten Leistung und Punkteausbeute in den nächsten Spielen stimmen, wird sich beim VfB Stuttgart wohl niemand gegen die Teilnahme am Europapokal sträuben.

Stand jetzt gilt für Sportdirektor Mislintat aber: „Träumen hilft uns nicht.“ Eine Tugend, die es so beim VfB Stuttgart auch selten gab, wenn die internationalen Plätze so nah waren. Vor allem mit Blick auf das Restprogramm, ist es aber wahrscheinlich keine schlechte Idee, den Ball flach zu halten, bevor es eventuell dann doch hoch hinaus geht.
von Dennis Bayer

  • Restprogramm des VfB Stuttgart:
  • Samstag, 10.04.: Borussia Dortmund (H)
  • Samstag, 17.04.: Union Berlin (A)
  • Mittwoch, 21.04.: VfL Wolfsburg (H)
  • Sonntag, 25.04.: RB Leipzig (A)
  • Sonntag, 09.05.: FC Augsburg (H)
  • Samstag, 15.05.: Borussia Mönchengladbach (A)
  • Samstag, 22.05.: Arminia Bielefeld (H)

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