„Zwei Schienen, die sich nicht berühren dürfen.“

Fußball statt Machtkampf: So hält Matarazzo den VfB-Profis den Kopf frei

VfB Stuttgart
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Fußball statt Machtkampf: So hält Matarazzo den VfB-Profis den Kopf frei
  • Tobias Becker
    vonTobias Becker
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Die Mannschaft des VfB Stuttgart wird vom Machtkampf weitestgehend abgeschirmt, erklärt Trainer Pellegrino Matarazzo.

Seit dem Jahreswechsel tobt bei VfB Stuttgart ein Machtkampf ungeahnten Ausmaßes. Thomas Hitzlsperger und Claus Vogt gerieten zuerst aneinander, befeuerten sich mit Briefen und sorgten so für den Auftakt einer Führungskrise, die bis heute hält. Im Sumpf der Seilschaften rollten Anfang Februar plötzlich Köpfe in allen Gremien.

Steckbrief
NamePellegrino Matarazzo
Geburtsdatum28. November 1977
HerkunftWayne, New Jersey, Vereinigte Staaten
beim VfB Stuttgart seit20. Dezember 2019
Vertrag bis 2024

Gleichzeitig spielt der VfB Stuttgart aber (tatsächlich) auch noch Fußball. Der Aufsteiger spielt eine gute Saison, steht auf Platz zehn der Bundesliga-Tabelle und sorgt mit seinen jungen Talenten für Aufsehen. Die Führungskrise lässt das Team kalt, wird immer wieder betont. „Sobald es Themen gibt, die nichts direkt mit dem Sport zu tun haben, ist es für mich wichtig, das intern, im Team, sofort anzusprechen und damit im Keim zu ersticken“, erklärt Trainer Pellegrino Matarazzo der Sport Bild.

Matarazzo warnt: Unruhen im Verein und Sport sind zwei unterschiedliche Schienen!

Gespräche führen, ist für Matarazzo der Schlüssel zum Erfolg im Chaos. Seitdem der Machtkampf öffentlich geworden ist, hat der VfB Stuttgart wettbewerbsübergreifend nur drei Siege in zehn Spielen geholt. Hinzu kommen zwei Unentschieden und fünf Niederlagen. Eine sportliche Krise ist es nicht, eher ein Teil der Entwicklung, so der Tenor.

In diesem Jahr gewann der VfB Stuttgart erst drei der zehn Spiele in Liga und Pokal.

Matarazzo: „Ich habe den Jungs erklärt, dass wir unseren sportlichen Weg - unabhängig davon, was rund um den Verein passiert - gehen werden. Das sind zwei parallele Schienen, die sich nicht berühren dürfen.“ Einen Weg, den der VfB Stuttgart mit den Machern Sven Mislintat und Thomas Hitzlsperger sowie seit knapp einem Jahr auch Pellegrino Matarazzo, der kürzlich seinen Vertrag verlängert hat, erfolgreich verfolgt.

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