Ist der VfB zu harmlos?

Dem VfB gehen die Spiele aus, aber Matarazzo bleibt ruhig!

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Das sich der VfB Stuttgart noch verbessern kann steht außer Frage, aber bleibt die Zeit dafür? Pellegrino Matarazzo ist optimistisch.

  • Der VfB Stuttgart ist vor dem gegnerischen Tor oft zu harmlos.
  • Pellegrino Matarazzo will den VfB gefährlicher machen.
  • Ein Teil seines Plans: mehr Torchancen!

Dem VfB gehen die Spiele aus, aber Matarazzo bleibt ruhig!

Update, 22. Mai: Das Ziel des VfB Stuttgart ist klar: Der Wiederaufstieg in die Bundesliga. Doch wenn es darum geht Spiele zu gewinnen und nach einer Führung den Sack zuzumachen, tun sich die Mannen von Pellegrino Matarazzo gelegentlich schwer.

Davon zeugt auch die Torausbeute des VfB Stuttgart, weswegen der 42-jährige Trainer für mehr Gefahr im Angriffsspiel der Schwaben sorgen will. Das ist nur einer der vielen Baustellen, an denen Matarazzo beim VfB werkelt. Doch haben die Schwaben jetzt noch die Zeit dafür, eine Entwicklung voranzutreiben? Immerhin bleiben nur noch acht Saisonspiele und wegen des Coronavirus kann die Spielzeit jederzeit wieder vorbei sein.

VfB Stuttgart: Pellegrino glaubt an Qualität seiner Spieler

Matarazzo gab sich auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Holsten Kiel entspannt: "Ich habe niemals gesagt, dass wir die Entwicklung abschließen müssen, um Spiele zu gewinnen. In unserem aktuellen Stand wollen wir Spiele gewinnen."  Die Mannschaft sei durchaus auch jetzt schon in der Lage, Spiele zu gewinnen, aber: "Wir erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass wir in Zukunft die Spiele einfacher gestalten können."

Der 42-jährige Coach des VfB Stuttgart glaubt, trotz der unglücklichen Niederlage gegen Wehen Wiesbaden - gegen die der VfB Protest eingelegt hat - weiterhin an die Qualität seiner Mannschaft und "wenn das Mannschaftsgefüge stimmt" an einen Sieg gegen die Kieler.

VfB Stuttgart: So will Pellegrino Matarazzo für mehr Torgefahr sorgen!

Ursprungstext vom 22. Mai: Noch acht Spiele verbleiben dem VfB Stuttgart. Noch acht Chancen, den direkten Wiederaufstieg aus eigener Kraft zu schaffen. Doch dazu braucht die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo vor allem eins: mehr Tore. Denn im Vergleich zu den beiden Hauptkonkurrenten um die direkten Aufstiegsplätze, dem HSV und Arminia Bielefeld, hapert es hier beim VfB gewaltig. 

VfB Stuttgart gegen Wehen-Wiesbaden: Einspruch gegen Spielwertung

Die Arminia hat nach dem 26. Spieltag 51 Tore auf der Haben-Seite, beim HSV sind es 50 Buden. Das sind acht Treffer mehr als der VfB Stuttgart derzeit auf dem Konto hat und der Grund, warum die Schwaben auf dem Relegationsplatz stehen. Denn eine Wochen vor dem direkten Duell sind beide Mannschaften punktgleich.

VfB Stuttgart: Mehr Torchancen gleich mehr Tore?

Der studierte Mathematiker Matarazzo geht das Abschluss-Problem seines VfBvor dem Spiel gegen Holstein Kiel am Sonntag gewohnt analytisch an. "Die Gründe sind unterschiedlich. Beziehungsweise es gibt zwei Ansatzmöglichkeiten damit umzugehen", erklärt der Coach des VfB Stuttgart. "Erstens jeden einzelnen Spieler besser zu machen, damit er vor dem Tor die nötige Ruhe und Präzision bekommt. Zweitens mehr Torchancen zu kreieren."

Da das Ziel nun einmal der Wiederaufstieg ist, verfolgen Matarazzo und sein Team beide Ansätze. Aber war während der Corona-Zwangspause nicht genug Zeit sich eben solchen Themen zu widmen? Nein, und der 42-Jährige erklärt auch warum: "Die letzten Wochen konnten wir eben nur vermehrt im technischen Bereich arbeiten. Die Entscheidungsfindung vor dem Tor, war so nicht zu trainieren."  

VfB Stuttgart: Matarazzo bremst Erwartungen

Deswegen ist es jetzt vor dem wichtigen Spiel gegen den Hamburger SV - in dem der VfB Stuttgart mit einem Sondertrikot auflaufen wird - und dem noch ausstehenden Derby gegen den Karlsruher SC besonders wichtig, schnell mehr Gefahr vor dem Tor zu entwickeln.

Geht es nach Pellegrino Matarazzo sehen die VfB-Fans bald öfters solche Bilder.

Allerdings warnt Matarazzo hier vor einer übertriebenen Erwartungshaltung der Fans: "Die Entwicklung wird man nicht von heute auf morgen sehen." Viel mehr ist es ein Prozess, der sich über mehrere Spiele ziehen wird. Zu viel Zeit sollte sich der VfB allerdings nicht nehmen. Denn es sind schließlich nur noch acht Spiele.

Rubriklistenbild: © dpa

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