Für Stuttgart und dem Rest der Fußballwelt gibt es Neuerungen

Neue Regeln und Videobeweis in der 2. Liga - was ändert sich für den VfB und Co.

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Neue Regeln und Videobeweis in der 2. Liga - was ändert sich für den VfB und Co.?
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Neue Regeln für den VfB Stuttgart und Co.: Strafstoß, Freistoß, Handspiel - es gibt einige Veränderungen.

Handspiel! Auswechslungen! Bestrafung für Trainer! Für den VfB Stuttgart und die anderen Fußball-Vereine gibt es ab 1. Juni 2019 einige neue Regeln.

+++ Update 22. Juli +++ Neue Regeln und Videobeweis in der 2. Liga - was ändert sich...

Sinnvoll oder Unsinnig? Der Videobeweis steht von Anfang an in der Fußballwelt in der Kritik. JETZT kommt der Video-Assistent auch in der 2. Liga zum Einsatz. Ob sich die Freude darüber beim VfB Stuttgart und den anderen Mannschaften im Unterhaus in Grenzen hält, ist nicht bekannt.

Für DFB-Videochef Jochen Drees macht der Videobeweis in der 2. Liga allerdings Sinn. Dees zeigt sich zuversichtlich. Gegenüber dem Kicker erklärt er: "Die Erfahrung der ersten beiden Jahre in der Bundesliga zeigt, dass die Video-Assistenten zumeist auf Kameras zugegriffen haben, die es auch in der 2. Liga gibt. Ich bin davon überzeugt, dass es grundsätzlich gut laufen sollte."

Anders als in der Bundesliga stehen den Assistenten am Bildschirm allerdings keine 20 Kameras zu Verfügung - in der 2. Liga werden es nur acht sein. Einen Nachteil sieht Dees darin nicht: "Der Arbeit der Video-Assistenten kommt es vielleicht entgegen, da sie sich auf die entscheidenden Einstellungen konzentrieren können."

Vor dem Start in die 2. Fußball-Bundesliga, mit der Partie VfB Stuttgart gegen Hannover 96 am Freitag (20.30 Uhr), bat DFB-Videochef Jochen Drees aber auch gleich um Verständnis für mögliche Fehler: "Alle neuen Video-Assistenten haben in Tests und Schulungen Erfahrungen gesammelt. Aber es ist etwas völlig anderes, ob man bei einem Testspiel relativ entspannt vor dem Monitor sitzt oder ob man im Livebetrieb gefordert ist, wenn man weiß, dass man mit seiner Arbeit in das Spiel eingreift."

+++ Ursprungsartikel 31. Mai +++ Beim Handspiel gibt es für den VfB und Co. neue Regeln

Besonders das Handspiel stand, neben dem Videobeweis, immer wieder im Mittelpunkt der Kritik - nicht nur beim VfB Stuttgart. Wann ist ein Handspiel eigentlich ein Handspiel? Das International Football Association Board (IFAB) hat sich daher darum bemüht mit Regeländerungen den Interpretationsspielraum für die Schiedsrichter zu verkleinern.

HEIßT: Jedes Tor, das mit der Hand oder dem Arm erzielt wird, ist irregulär - ob Absicht vorliegt oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Auch wenn ein Spieler mit der Hand oder dem Arm in Ballbesitz gelangt und sich dadurch einen klaren Vorteil verschafft - also beispielsweise anschließend ein Tor erzielt - soll in jedem Fall geahndet werden. Unabhängig von der Absicht liegt ebenso in der Regel ein Vergehen vor, wenn der Spieler seine Körperfläche unnatürlich vergrößert - etwa bei Armhaltung über Schulterhöhe. Es ist in der Regel kein Handspiel, wenn der Ball vom eigenen Körper oder vom Körper eines anderen Spielers an die Hand oder den Arm springt oder der Spieler sich im Fallen abstützt.

Weitere Neuerungen für den VfB Stuttgart und Co.

TRAINER: Trainer und andere Offizielle können in Zukunft genau wie die Spieler mit einer Gelben oder Roten Karte bestraft werden. Lässt sich der Schuldige nicht genau ermitteln, erhält automatisch der Chef-Trainer die Verwarnung bzw. den Innenraumverweis.

MÜNZWURF: Der Gewinner darf zwischen Seitenwahl und Anstoß wählen. Bisher konnte er die auswählen, von der seine Mannschaft spielen wollte.
AUSWECHSLUNG: Um Zeitspiel zu verhindern, muss der ausgewechselte Spieler fortan das Feld an der nächstmöglichen Linie verlassen - das kann Torlinie oder Seitenauslinie sein. .

MAUER: Bei einem Freistoß in Tornähe dürfen sich die Spieler der ausführenden Mannschaft nicht mehr in die Mauer stellen - es muss ein Meter Abstand eingehalten werden. Vorausgesetzt: Die Mauer besteht aus drei oder mehr Abwehrspielern.
STRAFSTOSS: Der Torhüter muss beim Strafstoß künftig nur noch mit einem Fuß auf Höhe der Torlinie stehen, nicht mehr mit beiden Füßen.
ABSTOSS/FREISTOSS: Bisher musste der Ball immer erst den Strafraum verlassen, ehe er von einem Mitspieler berührt werden durfte. Jetzt dürfen Mitspieler ihn auch im Strafraum annehmen. Der Ball ist im Spiel, sobald er mit dem Fuß gespielt wurde und sich eindeutig bewegt. Gegenspieler dürfen allerdings erst außerhalb des Strafraums an den Ball.
FREISTOSS: Freistöße dürfen auch dann schnell ausgeführt werden, wenn der Schiedsrichter noch eine Gelbe oder Rote Karte zeigen will. Die Verwarnung kann er bei der nächsten Spielunterbrechung nachholen, um somit eine mögliche Torchance nicht zu verhindern.
SCHIEDSRICHTER: Der Schiedsrichter ist künftig nicht mehr "Luft". Bislang lief die Partie einfach weiter, wenn der Unparteiische vom Ball getroffen wurde. Fortan gilt: Wird er angeschossen und ändert damit die Spielrichtung bzw. den Ballbesitz oder geht der Ball dadurch sogar ins Tor, gibt es Schiedsrichter-Ball. 
SCHIEDSRICHTER-BALL: Es erhält künftig das Team den Ball vom Schiedsrichter, das zuletzt in Ballbesitz war.

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