Internationales Aufsteiger-Duell

Kuriose Schiri-Aktion kostet VfB den Testspiel-Sieg

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Stuttgarts Chadrac Akolo (links) kämpft mit Huddersfield Towns Danny Williams um den Ball.
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Gegen Huddersfield Town sorgt eine kuriose Szene des Schiedsrichters für Aufsehen.

Premier League gegen Bundesliga, Aufsteiger gegen Aufsteiger. Zum Abschluss des Trainingslagers im Stubaital reicht es für den VfB Stuttgart nur zum Unentschieden im Testspiel. Gegen Huddersfield Town aus England steht es am Ende 3:3 aus Sicht der Schwaben. Dabei waren die Stuttgarter über weite Strecken überlegen.

Von Beginn an agiert die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf agiler als die Konkurrenz. Besonders in der Rückwärtsbewegung scheint das Team von David Wagner, der seine Trainerkarriere in Hoffenheim und Dortmund begann, nach der langen Vorbereitungszeit müde. Das nutzt Simon Terodde früh aus. Er steht genau richtig - und trifft nach nur 12 Minuten zur Führung.

Kuriose Schiri-Aktion kostet VfB den Testspiel-Sieg

Auch danach hat der VfB das Spiel in der Hand. Nach dem erwarteten Härtetest gegen heißhungrige Engländer sieht das erst einmal nicht aus. Zumindest nicht spielerisch. Bei 35 Grad müssen alle das Tempo zum Ende der ersten Hälfte ein wenig runterschrauben. Trotzdem bleiben die Stuttgarter die frischere Mannschaft. Terodde legt nach einem Patzer in der Huddersfield-Defensive auf Neuzugang Chadrac Akolo ab: 2:0 (42. Minute).

Nach der Pause wechselt Wolf beinahe einmal komplett durch. Unter anderem kommt Ron-Robert Zieler für Mitch Langerak ins Tor. Die Wagner-Elf scheint in der Kabine derweil aufgewacht. Einen Distanzschuss kann vor dem Kasten von Zieler keiner mehr abwehren. Rajiv van La Parra sorgt für den Anschlusstreffer (54.).

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Eins fällt gerade deshalb jetzt auf: Wolfs Konzept scheint aufzugehen. Sein Team ist schneller als der Gegner, spielt trotz der Hitze ein hohes Tempo und geht früh ins Gegenpressing. Und das wird belohnt! Tobias Werner, gerade seit fünf Minuten eingewechselt, nutzt einen Patzer, spielt sich quer über das Feld und netzt cool zum 3:1 (67.) ein. 

An der Präzision fehlt es den Schwaben dann aber doch noch. Die Führung könnte höher sein. Erst Julian Green und dann Werner scheitern aber 20 Minuten vor Schluss gaaanz knapp. Das soll sich noch rächen.

Denn dann wird es richtig unglücklich für die Stuttgarter: Zieler blockt einen Schuss aufs Tor ab. Der fliegt hinter den Schiedsrichter. Und dann zeigt der - völlig kurios! - eine Art Hackentrick. Ob nun beabsichtigt oder nicht - der Ball landet bei Colling Quaner, der fliegend annimmt und verwandelt (77.). Zieler sitzt noch auf dem Hosenboden und hat keine Chance mehr.

Wo landet der VfB in der neuen Saison?

Dieser überraschende Einsatz des Unparteiischen hat die Ordnung der Stuttgarter sichtlich durcheinander gebracht. Der Abwehr geht zumindest kurz die Ruhe verloren und schon steht es Unentschieden in Schwaz. Sean Scanell macht das 3:3 (80.).

Noch einmal hat Werner den Siegtreffer auf dem Fuß, doch er scheitert erneut nur hauchdünn an der Latte. Am Ende dürfte nur einer der beiden Aufstiegstrainer zufrieden sein. Wolfs Team war die klar bessere Mannschaft. Das Ergebnis gibt das leider nicht wieder.

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