Beste Torchancen vergeben

Sturmprobleme: Der VfB macht viel richtig – belohnt sich aber viel zu selten

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Aktuell will der Ball einfach nicht mehr ins gegnerische Tor. Haben Mario Gomez und seine Kollegen beim VfB Stuttgart ein Problem?
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Beim VfB Stuttgart gibt es aktuell Probleme in der Offensive. Doch allein daran will sich Tim Walter nicht aufhalten.

+++ Update 25. Oktober +++ VfB Stuttgart: Für Tim Walter gibt es nicht nur im Sturm Verbesserungspotenzial

Wenn du kein Tor schießt, kannst du in der Regel kein Spiel gewinnen. Und genau hier lag zuletzt das Problem des VfB Stuttgarts. Die Schwaben machten verdammt viel richtig im Spiel – trafen aber nicht. Jetzt heißt es geduldig sein und nicht zu verkrampfen. "Wichtig ist, dass du die Leichtigkeit nicht verlierst", betont Trainer Tim Walter vor dem Spitzenspiel beim HSV am Samstag (13 Uhr). "Das Entscheidende ist ja, dass wir die Chancen haben. Dass wir die auch immer wieder kreieren und herausspielen."

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Dem Coach ist nach zwei Niederlagen in Folge, als seine Mannschaft jeweils an sich selbst scheiterte, durchaus bewusst, was auf dem Spiel steht. Doch alleine an der Torquote will er das nicht festmachen: "Wir wissen schon auch, dass wir noch viel zu arbeiten haben. Das jetzt nur auf die Chancenverwertung herunterzubrechen, wird dem nicht gerecht."

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Der VfB befindet sich unter Walter in einem Entwicklungsprozess. Dieser verläuft "gut, sehr gut sogar, weil der Ansatz immer weiter fortgetragen wird." Trotzdem gebe es wie immer "in allen Prozessen, die man hat, Verbesserungspotenziale und da müssen wir dran arbeiten." Am sichtbarsten wäre eine Entwicklung dann, wenn der VfB seine guten Möglichkeiten wieder in Tore verwandeln würde.

+++ Update 22. Oktober +++ VfB Stuttgart vor Duell gegen den Hamburger SV mit Offensiv-Problemen

Der VfB Stuttgart und seine Sturmflaute. 48 Mal schossen die Schwaben in den vergangenen beiden Spielen aufs Tor. Getroffen wurde aber nur einmal! Die Quote ist erschreckend schwach, das weiß auch Mario Gomez. "Wir lassen vorne wahnsinnig viele Chancen liegen. Jetzt stehen wir wieder hier und machen den Erklär-Bär", wird der Stürmer, der selbst erst einen Treffer erzielte, in der Bild-Zeitung zitiert. 

Kapitän Marc Oliver Kempf nimmt hier alle Spieler in die Pflicht: "Es ist Aufgabe der ganzen Mannschaft, Tore zu erzielen." Auch Trainer Tim Walter will das aktuelle Tief nicht zu hoch hängen: "Wir müssen da wieder ein bisschen lockerer werden und einfach die Bälle rein machen." Ob das so einfach wird? Am Samstag wartet das Gipfeltreffen mit dem Hamburger SV.

+++ Ursprungstext 21. Oktober +++ VfB Stuttgart: Sturmproblem? Chancenverwertung das große Manko

Es war wie verhext, was die 54.176 Zuschauer in der Mercedes-Benz-Arena mit ansehen mussten. Vor allem in der ersten Halbzeit verdaddelte der VfB Stuttgart gegen Holstein Kiel eine Chance nach der anderen. Egal ob Marc Oliver Kempf (9.), Nicolas Gonzalez mit dem Kopf (19./28.), Nicolas Gonzalez mit dem Fuß (44.) oder Silas Wamangituka (36.) – keiner bekam die Kugel über die Linie. Am Ende stand der VfB mit einer 0:1-Pleite und wieder leeren Händen da. 

Sturmflaute beim VfB Stuttgart: Stenzel sieht kein Problem

Das ärgerte nicht nur Kapitän Kempf: "Aus meiner Sicht hätten wir die beiden Spiele nicht verlieren dürfen, weil wir beide Male die bessere Mannschaft waren. Wir hatten klare Torchancen und haben die Dinger einfach nicht gemacht." Und genau da liegt das Problem. Ein mageres Tor aus 48 (!!) Torschüssen in den letzten zwei Spielen ist eindeutig zu wenig. Und das obwohl der VfB den mit Abstand prominentesten Sturm der zweiten Liga aufweist. 

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Warum will der Ball zur Zeit einfach nicht rein? Das kann sich beim VfB niemand erklären. „Ich würde niemandem einen Vorwurf machen, weil wir alle nur Menschen sind. Und wenn der Ball nicht rein will, dann will er nicht rein. Da ist auch Pech dabei. Ich bin weit weg davon, von einem Sturmproblem zu reden", so Pascal Stenzel nach dem Spiel. 

Mario Gomez und der VfB Stuttgart wollen gegen Hamburg "unser wahres Gesicht zeigen"

Bei Mario Gomez klingt das ähnlich: "Wir machen vieles richtig, aber kriegen den Ball nicht rein im Moment. Es ist auch manchmal einfach Pech." Ein grundsätzliches Sturmproblem sieht beim VfB also keiner. Trotzdem muss man von diesem Sturm mehr erwarten dürfen. Frei nach Hermann Gerland ("Viel Glück ist Können"): Viel Pech ist auch Unvermögen. 

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Damit die Diskussion nicht noch größer wird, muss der VfB seine Pechsträhne schnellstmöglich los werden. Denn ausgerechnet jetzt geht es gegen den härtesten Aufstiegskonkurrenten, den Hamburger SV. Oder wie Gomez sagt: "Es gibt keinen besseren Zeitpunkt gegen Hamburg zu spielen als jetzt. Da können wir unser wahres Gesicht zeigen." Bleibt also nicht zu hoffen, dass das wahre Gesicht nicht schon in den letzten beiden Heimspielen zu sehen war.

Von Dennis Bayer

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